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Kategorien > Kinder Geschichten > Abenteuer

Marvius Mondschein von Kratertonien

von Johanna

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1. Überraschung

Für Marvius Mondschein von Kratertonien ist heute ein besonderer Tag, denn heute ist sein Geburtstag. Marvius wohnt auf dem Mond, hoch über der Welt. Es gibt viele Tage, an denen er sich sehr einsam fühlt und sein größter Wunsch ist es, einmal zur großen Welt hinunter zu fliegen und die vielen Menschen dort zu besuchen.



Mit funkelnden Augen und einem Lächeln auf den Lippen sitzt Marvius auch an diesem Tag wieder auf seinem Mond und schaut zu den Menschen hinunter.

>> Können sie uns eigentlich auch sehen? <<, fragte er den Mond mit neugieriger Miene. >> Ja <<, antwortete der Mond, >> aber nur in der Nacht. Am Tag wird die Welt dort unten von der Sonne erhellt und manchmal auch gewärmt. Ich muss ihnen nur in der Nacht ein wenig Licht schenken. <<

Marvius schmunzelte, >> Es ist bestimmt sehr schön da unten. Ich möchte auch dort hin, lieber Mond. << Der Mond kicherte leise und sagte, >> Ach Marvius, ich weiß, dass du dir schon so lange wünscht, die große Welt zu besuchen und weil du heute Geburtstag hast, habe ich mir etwas überlegt. Das wird dir sicher gefallen! <<


2. Die Sternschnuppe

Marvius schaut sich aufgeregt um und als er einen Blick nach oben wirft, entdeckt er ein kleines Licht, das sich auf sie zu bewegt. Einige Sekunden später erkennt er, dass es eine Sternschnuppe ist und sie lächelt freundlich. Kurz darauf landet sie direkt neben Marvius auf dem strahlenden Mond.

<< Hallo, ich bin Sternschnuppe Nr. 2110 und eine sehr gute Freundin vom Mond. Er hat mir deinen Wunsch verraten und ich möchte dir helfen ihn zu erfüllen. <<, sagt sie schließlich und erzeugt mit ihrem hellen Funkeln ein kleines Feuerwerk. Marvius traut seinen Augen nicht und er kann nicht glauben, was er gerade hörte. Endlich würde sein Traum wahr werden. >> Hallo, ich heiße Marvius, Marvius Mondlicht von Kratertonien. <<, stotterte er. Die Sternschnuppe lacht herzlich und tanzt in der Luft.



3. Der Abschied

Jubelnd, hüpfend und tanzend zeigt Marvius seine Freude auf die bevorstehende Reise. >> Dann kann es ja losgehen, setz’ dich einfach auf meinen Lichtbogen, aber halte dich gut fest, denn ich fliege so schnell vom Himmel, dass wir in wenigen Sekunden bei den Menschen landen! << sagt die Sternschnuppe einladend.

Doch Marvius ist noch nicht so weit. >>Ich muss mich zuerst noch beim Mond verabschieden. <<, antwortet er und streichelt den Mond. >> Ich werde dich vermissen, Kleiner! Komm bald wieder. <<, schnurrt der Mond leise und leuchtet in diesem Moment besonders hell. Marvius strahlt über sein ganzes Gesicht, so sehr freut er sich. Er drückt sich ganz fest an den Mond und flüstert, << ich werde dir zuwinken… >>



4. Die Reise beginnt

Fest klammert sich Marvius an die Sternschnuppe und kann es kaum erwarten, die Welt endlich aus der Nähe zu betrachten. Sein Herz klopft ganz laut und er kann seine Freude nicht verbergen.

Sie drehten sich so schnell im Kreis, dass ganz viele kleine, helle Funken von ihnen fielen, die den Mond kitzelten.

>> Halt dich fest Marvius, es geht jetzt los! <<, sagt die Sternschnuppe laut. Marvius hält sich nun noch stärker an der Sternschnuppe fest und sie drehen sich immer schneller im Kreis, bis sie schließlich wie eine abgefeuerte Rakete nach unten in Richtung Welt schießen. Vorbei an unzähligen Sternen und großen Planeten, der Sonne entgegen, an Flugzeugen vorbei und durch die Wolken, fallen sie binnen weniger Sekunden bis zur Welt hinunter.




5. Die Reise über die Welt

Nun sind sie da. Sie schweben genau über der Welt.

>> Wow, das ist ja unglaublich! Es ist alles so bunt! <<, staunt Marvius und seine Augen werden immer größer. Die Sternschnuppe kichert vergnügt und antwortet, >> freut mich, dass es dir gefällt! <<

Dann beginnen sie ihre lange Reise über die ganze Welt. Sie fliegen über das weite blaue Meer und große grüne Felder, dann hinweg über Häuser und Städte. Begeistert beobachtet Marvius die vielen Menschen und lachende, spielende Kinder. Laut fängt auch er an zu lachen und winkt ihnen zu. Marvius kann sein Glück kaum fassen und wie die Sonne über ihnen, strahlt er über sein ganzes gesicht.

Langsam wird der Himmel um sie herum immer dunkler und die kalte Luft fegt ihm durch sein Haar.

>> Schau mal dort oben!

Der Mond ist tatsächlich zu sehen. << ruft Marvius erfreut und streckt seine Arme nach ihm aus. >> Ja, er sieht so winzig aus. <<, fügt die Sternschnuppe hinzu.




6. Die Rückkehr zum Mond

Der Mond leuchtet jetzt hell am fast schwarzen Himmel. Die Sternschnuppe seufzt leise, >> Es tut mir leid, kleiner Marvius, aber wir müssen nun wieder zurückkehren. Der lange Flug hat mich viel Kraft gekostet und ich habe kaum noch Energie. << Jetzt bemerkt Marvius, dass die Sternschnuppe gar nicht mehr so hell leuchtet wie vorher. Er schaut zum Mond hinauf und sagt, >> Es war wirklich wunderbar mit dir zu fliegen! Aber nun vermisse ich den Mond sehr, schließlich bin ich dort Zuhause. Lass uns wieder zurückfliegen. <<

Zufrieden betrachtete er ein letztes Mal die Welt aus der Nähe mit einem breiten Lächeln in seinem Gesicht und hielt sich dann wieder an der Sternschnuppe fest, bereit für die Heimkehr.

Wieder schießen sie durch die Wolken an Flugzeugen, Planeten und Sternen vorbei, zurück zum Mond.



Fröhlich stampft Marvius auf dem Mond herum.

>> Ich habe dir so viel zu erzählen, lieber Mond! Du hast mir gefehlt. << Die Sternschnuppe lächelte zufrieden und verschwand im weiten Universum.

Marvius Mondschein von Kratertonien erzählt bis tief in die Nacht von seinen großartigen Erlebnissen. Es war sein schönster Geburtstag, doch niemals wird er den Mond für immer verlassen, denn dort fühlt er sich zuhause.

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Kommentare

Gimliy schrieb am 2008-10-25 11:44:38:
Eine sehr schöne Geschichte, auch wenn sie leider ein klein wenig kurz ist. Naja, ber sie gefällt mir echt gut.
lg: Gimliy

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