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Kategorien > Gedichte > Zum Nachdenken

Maske

von Anariel, die Nomadin

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Maske

Du sprichst zu mir, als wär ich gut.
Erzählst mir was vom großem Mut.
Mich zu kennen, das glaubst du.
Und urteilst schnelle und im nu.

Doch mein Gesicht, das kennst Du nicht.

Von Freundschaft spricht so mancher schon,
als wär die Freundschaft nur ein Lohn.
Der andere ist mir jetzt schon Feind,
weil er mich zu kennen meint.

Doch mein Gesicht, das kennen sie nicht.

Der eine glaubt mich zu bestimmen,
der zweite versucht mich zu zwingen.
Ein dritter mit vorgefertigtem Urteil und Bild.
Was wissen jene schon von meiner Seele wild?

Denn mein Gesicht, das kennen sie nicht.

Nach wenigen Sätzen glaubst du mich schon erkannt
und bist doch an mir vorbei gerannt.
Sie glauben mich zu verstehen,
doch was können sie denn schon sehen?

Denn mein Gesicht, das kennen sie nicht.

Sie wissen nicht was mich zum weinen bringt
und auch nicht wie meine Seele klingt.
Sie wissen nicht was mich bewegt,
und auch nicht was sich in mir regt.
Sie haben sich schon ein Bild gemacht.
Doch wissen sie etwas von meiner Nacht?

Doch nur, was ich ihnen gesagt.
Hat denn einer nachgefragt?

Denn eines erkennen sie nicht,
die Maske vor meinem Gesicht!

Anariel; Dezember´03

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Kommentare

Anariel schrieb am 2008-08-04 16:34:16:
HalloAnna-Lena,

freut mich dass es dir gefällt.
Ich kuck nicht so oft bei älteren Sachen, von daher kommt meine Antwort so spät.
Aber das ändert nix daran, dass es mich freut, dass dir das Gedicht so gut gefällt.

Mit liebem Gruße
Anariel
Anna-Lena schrieb am 2008-03-28 09:34:33:
Boah, einfach nur toll!!!
Unbeschreiblich schönes Gedicht!
LG, Anna
Engel schrieb am 2006-09-22 14:29:08:
Gefällt mir sehr gut, vor allem, weil es zum Nachdenken anregt.
Anariel schrieb am 2006-07-04 04:56:01:
Erst mal Danke für die Kommentare.

Hallo Phoebe,
es handelt auch von der Maske, die man selber trägt, hinter der man sich versteckt.
Und von dem Wunsch das mal jemand nachfragen würde, genauer hinsehen würde.
Und obwohl ich damals, als ich es schrieb, noch nicht so Internetpräsent war, handelt es auch davon. Man muß
nur einmal eine Meinung vertreten, die andere nicht teilen und wird als so, so oder so abgestempelt.
Einfach weil sich keiner die Mühe macht genauer hinzusehen und nachzufragen.
Und ja es soll zu nachdenken anregen.
Und es soll vor allem dazu anregen seinen Gegenüber mal genauer anzusehen und nicht nur die Oberfläche zu sehen, sondern in die Augen, die zeigen was wirklich ist. Hinter manchen fröhlichen Lachen verbirgt sich tiefe Traurigkeit und zu sehen ist diese nur in den augen, denn die Augen sind das einzige, das wir nicht maskieren können.

Mit liebem Gruße
Anariel,die Nomadin


Phoebe Caulfield schrieb am 2006-06-28 20:53:32:
Wow, starkes Thema!
regt zum Nachdenken an!
Ich find die letzten beiden Zeilen klasse! *g*
GLG Phoebs Cauli
Sarah und Iris schrieb am 2006-06-28 15:43:17:
Ich find das sehr schön weil man da von einer sache redet nicht von tausend und da eine intressante sache draus
macht!

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