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Kategorien > Aus dem Leben > Hilflos

Mein Geburtstag oder der schlimmste Tag in meinem

von Heather

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Mein Geburtstag oder der schlimmste Tag meines Lebens



Das was ich jetzt schreibe werde ich nur einmal schreiben und ich werde es auch nur hier veröffentlichen und danach versuchen zu vergessen und zu verdrängen, ich werde es auch nie wieder durchlesen, weil es zu sehr wehtut, schmerzt. Hab gerade welche von meinen „glüclichmachern“ genommen, ich denke es wird helfen das alles aufzuschreiben und dabei nicht zu weinen oder sonst was. Lest es und versteht es.



03.03.2009

Das Wochenende war scheiße, meine große Liebe hat mich verlassen, hat mich einfach aufgegeben, das kurz vor meinem Geburtstag. Fühle mich weggeschmisen, leer, sinnlos. Sitze am PC, treffe ihn immer wieder bei shaiya. Scheiße, ich kann nicht mehr. Ihm geht’s so gut, denke: wieso hat er mir die ganze Zeit was vorgemacht? Wieso hat er nie gesagt das er mich nicht wirklich will? Ich denke an die ganzen Bewerbungen die ich geschrieben habe, alle um bei ihm zu sein. Denke an den gazen Zeitaufwand, was ich alles getan habe. Fuck. Alles umsonst.



10:30 Uhr

Das Telefon klingelt, könnte das er sein? Hab angst, meine Mutter geht ran. „Für dich!“, ruft sie mir zu. Will nicht rangehen, will nicht reden. „wer ist es?“, frage ich. „Die Schule“.

Fuck. Was wollen die denn jetzt? Ich nehm ab, Herr Nagel ist dran. „Das mit Halle hat geklappt, sie können am Montag schon anfangen“. Scheiße. Ich bleibe freundlich. Er verlangt das ich gleich vorbeikomme und den Vertrag unterzeichne. Will nicht. Kann nicht. Was soll ich noch in Halle? Wo ich niemanden mehr habe? Tolles Geburtstagsgeschenk…

Ich lege auf, hab ihm versichert das ich mich sofort aufm weg mache. Ich packe meine restlichen Sachen, alles was ich so brauch. Hab 3 Taschen voll, nehme sogar meinen Laptop mit, da ist alles drauf, mein ganzes Leben…. Alles was mir wichtig war. Das schreiben das ich so lange vergessen hatte, was eigentlich sonst immer das befreiende war. Dann verlass ich das Haus, meinen Abschiedsbrief leg ich auf den Küchentisch…



11:00 Uhr

Ich komme am Bahnhof an, doch der scheiß Automat nimmt meine Karte nicht mehr an. Mist, noch kein Geld drauf. Was mache ich jetzt? Ich lauf los, Richtung Ritze. Der Tag ist warm, die Luft schmeckt süßlich, wie Sommer denke ich. Ich hab meine Ratte bei. Und 3 Taschen. Kann kaum laufen mit dem ganzen Gepäck. Auf der Straße hält ein Auto. Ein älterer Mann fragt wohin ich will. „Ich weiß es nicht“, sag ich. Ich darf einsteigen, er bringt mich ins nächste Dorf. Wie Nett von ihm.

Von da aus lauf ich weiter, den halben Tag. Meine Füße brennen, ich merk wie ich schon unzählige Blasen habe. Ein Schild verrät mir das ich schon 30 Kilometer von Zuhause entfernt bin. Ich kann nicht mehr, setze mich hin. Seit 4 Tagen nichts mehr gegessen, meine Kräfte schwinden. Ich stelle mich an den Straßenrand, versuche ein Auto anzuhalten. Es dauert nicht lange und es hält eins. Ein junger Mann steigt aus, hilft mir mit meinem Gepäck. Wir reden die Fahrt über. Er kommt gerade von einer Games Convention. Er zeigt mir sein neustes Projekt. „wenn du willst kannst du mitmachen“ sagt er. Ich würde ne Menge Geld verdienen meint er. Wir tauschen Adressen aus, was mir absurd erscheint, weil ich eh nicht vorhabe nach Hause zurück zu kehren. Dann lässt er mich an einer Bushaltestelle raus.



18:00 Uhr

Mittlerweile so spät. Ich stelle mich wieder an den Straßenrand., wieder dauert es nur ein paar Minuten bis das nächste Auto anhält. Ein vielleicht 19-jähriger mit einem Piercing im Gesicht. Er nimmt mich mit. Er fährt schnell, viel zu schnell, doch mich stört es nicht, hab keine Angst vor dem Tod. Er hört die ganze Zeit traurige Lieder, mir kommen die Tränen. Kann meine ganzen Gefühle kaum noch zurück halten. Er fährt mich weiter als ich eigentlich muss, wahrscheinlich aus Mitleid oder einfach deswegen, weils draußen Schweinekalt geworden ist.

Wieder an einer Bushaltestelle stehe ich diesmal endlos lange. Es kommt mir vor wie Stunden. Dann hält plötzlich ein Auto. Sie nehmen mich mit bis zum Magdeburger Hauptbahnhof. Eine junge Band, scheinen recht gute Musik zu machen. Wie nett Menschen doch sein können.



20:00

Am Bahnhof versuche ich wieder mir ne Fahrkarte zu holen, diesmal klappt es. Ich setze mich in den nächsten Zug nach Magdeburg. Noch 4 Stunden bis ich 19 werde. Ich will nicht. Will den Tag nicht allein verbringen. Hab Angst, alte erinnerungen kommen wieder hoch, versuchen mich wieder kaputt zu machen. Ich versuch sie runterzuschlucken. Ich nehm meinen Block und schreibe einen letzten Brief an meine große und einzige Liebe. Schreibe wie sehr mir alles Leid tut, das ich ihn Liebe, das ich das immer tun werde.



22:00

Bin in Halle. Steige in die nächste Straßenbahn und fahre zu ihm. Leg den Brief vor die Tür. Wahrscheinlich sitzt er gerade vor PC. Hab gesehen wie er all seine Profile geändert hat. Mich aus seinen Leben gelöscht hat. Endgültig. Es tut weh, weit mehr als das. Ich erinnere mich an die wort:

Ich werde dich niemals verlassen.

Ich werde dich niemals wieder allein lassen.

Wir werden irgendwann heiraten.

Wir werden das Kind gemeinsam großziehen.

Ich werde dich niemals verlassen.

An meiner Liebe zu dir wird sich nie was ändern.

Und was ist jetzt? Ich muss mich übergeben. Er kommt rausgerannt, schreit mich an. Ist gefühlskalt, so eisig das es mir das Herz zerbrach. Ich sagte ich würde ihn lieben, er schüttele über mein verhalten nur den Kopf, verstand mich nicht mehr. Seine Kälte tat weh, ich hatte soviel kaputt gemacht und letztendlich war ich ihm so egal, das er mich der Polizei übergab, auch den Brief, der eigentlich so persönlich war. Ich kam mir dumm vor, wie ein kleines verstörtes Mädchen und vielleicht war ich das ja auch. Und wahrscheinlich ist es ein Fehler so sehr zu lieben.

Die Sanitäter brachten mich zur nächsten Psychiatrie, munterten mich auf, gratulierten mir zum Geburtstag und sagten, dass wenn er mich wirklich lieben würde, er um mich kämpfen würde. Es machte mich traurig und was anderes als weinen konnte ich nicht mehr.



00:00

Happy Birthday, Jessi…

Ich wurde in die geschlossene gesteckt, niemand hat gefragt was ich wolle. Niemand wusste das heut mein Geburtstag war, niemand freute sich mit mir, niemand war da.

Ich konnte die Nacht nicht schlafen, wollte wieder weg von dem Ort, weg von allem. Mein Herz tut weh, so sehr das ich kaum noch atmen kann. Zum ersten mal spürte ich wie allein ich wirklich war, was aus mir geworden ist. Ist nicht jeder Mensch eigentlich allein?



7:00

Ich hatte nicht geschlafen, nichts gegessen, nichts getrunken, fühlte mich Tod. Innerlich war ich es wahrscheinlich auch schon, was da auf dem Bett lag war nur noch eine leblose Hülle, etwas wertloses. Ich wollte aufhören zu denken, denn ich dachte nur an ihn, hatte noch seinen Pullover an. Wenn ich die Augen schloss konnte ich ihn sogar noch riechen, so unendlich nah an meinem Herzen spüren. Es tat weh.

Ich sah die anderen

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Kommentare

j-e-r-r-y-th@hotmail.de schrieb am 2009-05-11 18:56:34:
ich finde das echt gut ! : )
bisschen traurig aber echt gut !
sunshine schrieb am 2009-03-31 21:22:42:
oh mein gott...bei mir war das fasst genau so...gute geschichte...bei mir war das nur am 8.3.
Abi schrieb am 2009-03-24 11:13:48:
*hust* scheint nicht sehr real zu sein....halbe stunde und 30 km....nja....und dann geht das alles nich so einfach wie du es schreibst. aber es gibt hier immer wieder welche die aufmerksamkeit suchn.

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