Mein Leben/Das Leben
von
Ewi
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Als ich am 14 Dezember 2001, im Alter von nur 14 Jahren von zuhause auszog, war mein erster Gedanke Freiheit. Doch dieser Gedanke verschwand relativ schnell wieder aus meinem Kopf.
Am Abend des 14 Dezember 2001 brachten mich meine Mutter und mein Bruder in ein Mädchenheim. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie mir geschah, wusste aber dass mein Leben nie wieder so sein wird wie es einmal war. Voller Wut und Traurigkeit ging ich in mein neues „zuhause“ rein. Die ersten Wochen waren nicht gerade einfach für mich, viele unbeantwortet und vor allem quälende Fragen gingen mir durch den Kopf. Dank meinen Erziehern und den Mädels bekam ich neuen Lebensmut.
Auch wenn man in einem Heim lebt, so ist man der gleiche Mensch. Natürlich verändert man sich mit der Zeit, den man lernt neue verschiedene Sachen und wird Erwachsen. Die Zeit als ich im Heim war, war zwar nicht immer einfach, doch sie hat mir viel Klarheit verschafft, und so hatte ich auch die Möglichkeit zwei Seitens des Lebens kennen zu lernen. Zum einen das Leben in einer Familie und zum anderen das Leben in einem Heim.
Ich bin seit meiner Geburt in einer Pflegefamilie. Ich hatte das große Glück eine Familie für mich zu gewinnen, trotz das ich schwer krank war. Bei meiner Geburt hatte man einen künstlichen Magen-Darm Ausgang festgestellt und so musste ich sehr lange Zeit im Krankenhaus bleiben und operiert werden. Auch mein Zwillingsbruder hatte das Glück eine großartige Familie für sich zu gewinnen, er war allerdings gesund und durfte früher aus dem Krankenhaus hinaus. Meine Pflegeeltern die ich als meine Eltern bezeichne waren stetes Tag und Nacht an meiner Seite und begleiteten mich. Doch mit 14 Jahren entschied ich mich meinen eigenen Weg zu gehen und ging freiwillig ins Heim. Viele fragten mich, ob ich diesen Weg bereue doch meine Antwort ist Nein. Es gab zwar Dinge die nicht immer schön waren doch es war damals für meine Familie und mich das Beste. Man merkt wie sehr man einen oder die Menschen liebt wenn man weg geht.
Es gibt Menschen in unserer Gesellschaft die denken heute noch, das Kinder und Jugendliche die in einem Heim leben asozial sind. Die nur dort sind weil Sie auf die schiefe Bahn geraten sind, die nichts weiter können als Alkohol trinken und Drogen nehmen. Das Heim kann man natürlich so sehen wie man möchte, genauso wie die Kinder und Jugendliche dir dort drinnen leben. Wenn man sich allerdings einmal die Frage stellte, Warum, dann gibt es viele Antworten auf die Fragen. Es müssen nicht immer die Kinder und Jugendliche sein die daran schuld sind. Viele Kinder und Jugendliche sind Waisen die niemand haben wollte, die kein Glück hatten eine Familie zu gewinnen und die dann in einem Heim ihr zuhause gefunden haben, bei anderen wiederum gab es bei den Eltern ziemlichen Krach und Gewalt oder es gibt in der Schule und dem Umfeld Probleme. Nicht immer muss alles schlecht gelaufen sein, in dem Leben der Kinder und Jugendlichen. Für viele ist das Heim ein Zufluchtsort und die letzte Möglichkeit ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, und aus dem Umfeld wo Sie sich vorher befanden heraus zu kommen.
Egal ob man in einer Familie oder in einem Heim lebt, jeder Mensch lernt und wird reifer. Man macht Fehler und probiert so manche Situation/Sachen aus, die vielleicht nicht super waren. Doch auch daraus lernt man, und wie das Sprichwort heißt:
„ Aus Fehlern lernt man“.
Ich finde dass jeder Mensch etwas Besonderes ist und es egal ist woher er kommt und welche Hautfarbe er hat. Jeder Mensch ist einzigartig. Es gibt beispielsweise Menschen die schlau sind und solche die es nicht sind. Es gibt welche die können auf das Gymnasium gehen und solche die auf eine Hauptschule gehen. Das Beste aus seinem Leben zu machen versucht aber jeder Mensch, und das auf seine eigenen Art und Weise. Bei machen klappt es mit fast keinen Problemen und bei andern dauert es eine lange Zeit weil sie mit vielen Problemen zu kämpfen haben. Diese müssen verschieden Dinge klären und überwinden.
Viele haben z.B. psychische Probleme und brauchen die Unterstützung von professionellen Menschen wie Psychologen oder Ärzten. Für die Betroffenen ist das Leben ein Kampf.
Vor ein paar Jahren wurde bei mir die Krankheit Borderline-Syndrom festgestellt. Das Borderline-Syndrom ist eine ist eine Krankheit die nicht gerade einfach für die Betroffenen Menschen ist. Man hat mit vielen Sachen gleichzeitig zu kämpfen.
Emotional-Instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typus, wurde bei mir festgestellt. Etwas das nicht gerade einfach ist den nicht nur ich sondern auch die anderen Betroffenen müssen sich mit Stimmungsschwankungen, Aggression und Depressionen auseinander setzten. Für mich war die erste Zeit nach der Feststellung der Diagnose nicht einfach, den ich konnte und wollte diese Diagnose nicht akzeptieren. Anfangs dachte ich, das jeder Mensch Aggressionen und Depressionen hat also warum bin ich nun krank und die anderen gesund. Eine Frage die mich lange Zeit beschäftigte. Ich habe mich dann nur widerwillig in eine Klinik begeben. In der Klinik lernte ich mit mir und der Krankheit umzugehen und diese auch zu akzeptieren. Es hat sehr viel Kraft und Zeit gekostet mit der Krankheit umgehen zu können. Mittlerweile kann ich damit umgehen und ich bin immer noch der gleiche Mensch und mein Umfeld respektiert und akzeptiert mich so wie ich bin.
Man verändert sich zwar mit der Zeit doch es ist gut sich zu verändern den dieses gehört zum Leben dazu. Für mich war eine Veränderung eingetroffen als ich mit 18 Jahren aus dem Heim ging. Ich suchte mir meine eigene Wohnung, versuchte die Vergangenheit hinter mir zu lassen und mit neuer Kraft in die Zukunft zu blicken, das gelang mir auch. Ich wurde ruhiger und packte Sachen ganz anders an wie als ich noch in dem Heim lebe. Mit der Zeit wurde mir so richtig bewusst was es eigentlich hieß, alleine auf sich gestellt zu sein und auch zu wohnen. Früher dachte ich das eine eigene Wohnung cool ist und man endlich das mache kann wonach einem ist. Doch da hatte ich mich ziemlich getäuscht.
Ich musste Dinge lernen die ich zuvor nie machen musste, angefangen mit Miete und Rechnungen zahlen. Nun musste ich zusehen wie ich mit meinem verdienten Geld den Monat auskomme, und das war manchmal nicht einfach, den nicht nur Rechnungen mussten gezahlt werden, sondern man brauchte ja auch noch Lebensmittel, Hygieneartikel und dann ging halt ab und zu auch mal was in der Wohnung kaputt das ebenfalls bezahlt werden musste.
Ich begriff zwar so langsam was es hieß alleine zu wohnen und alleine auf sich gestellt zu sein Aber das gehört auch zu dem Leben eines Menschen dazu. Unterstützung bei meinem neuen Leben bekam ich von meiner Familie und meinen Freunden worüber ich damals sehr dankbar und froh war. Wieder bemerke ich wie wichtig es ist eine Familie und Freunde zu haben. Wahrscheinlich hätte ich das ganz alleine gar nicht geschafft. Nach einem Jahr zog ich aus der Wohnung aus, und zusammen mit meinen
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