Mein Weg Mit Salvadore Dali (Museumbesuch)
von
Private Suicide
1
Mein Weg Mit Salvadore Dali
*Ein Teil sind Kunstwerke aus Dalis Museum in Gerona welche ich wild durcheinander zusammengeworfen habe. Zwischendurch finden sich meine Gedanken wieder.*
Ich befinde mich in einem Korridor. Siehst du die Menschen ohne Gesichter? Ihre Venen gefüllt mit blauem Blut? Sie suchen das Mädchen mit den kaleidoskopischen Augen. Sie sitzt an dem gebrochenen Schreibtisch. Die Last ihrer Gedanken war zu massiv. Wusste sie zu viel oder zu wenig? Wusste sie dass sie zu viel oder zu wenig wusste? Oder dachte sie darüber nach was sie nicht wissen konnte? Diese Frage war wie eine Maske aus Gips. Sie lag auf ihrem Gesicht und ich schwöre auf meine neuen ich sah den Künstler darin. Den Künstler ohne Haut. Den steinernen Willen ohne Muskeln…
Dann sah ich SIE. In langen weißen Mänteln! SIE haben sich erhängt. Es waren die Figuren ohne Augen. SIE hingen leblos in dem Raum. SIE blickten in verschieden Richtungen. SIE WAREN DER TOD. Lang und weiß und leer. Seelenlos und leblos. Und doch besessen. Die weißen Hände nah am Körper. Ihre Berührung bedeutete den Tod. Und SIE sangen. SIE sangen zusammen mit der Stille. Eine Frau spielte dazu. Sie spielte auf dem Flügel aus Gips. Den Begleiter der Hölle. Mit Tränen aus Wachs. Die Frau mit dem offenen Brustkorb spielte die stumpfe Melodie. Ihr Herz tropfte die blutige Farbe. Der Schmerz, der Angst war zu groß. Sie wusste dass, das aufhören den Tod bedeutete…
Plötzlich war es still. Die Töne hatten sich geeinigt mit den Farben. In Eintracht hingen sie nun vor mir, vereinigt den Künstler, den Musiker der Farben, und Gott. Wie ein toter Allmächtiger vor meinen Augen gekreuzigt. Die genialen, wahnsinnigen Pupillen auf mich gerichtet. Dann lächelte er. Als würde mich der Künstler auffordern zu ihm zu kommen und mir anzusehen was seine Kunst mit ihm gemacht hat. Wie sie ihm, seine verstümmelten Gliedmaßen gebrochen hat. Wie sie seine Lebensenergie auszog. Selbst nach seinem Tod. Seine Kunst hielt ihn fest. Sie konnte ihn nicht loslassen und er konnte sich nicht befreien. Er wusste dass seine Kunst jeden zerstörte. Sie würde mich auch fesseln. Ich musste weg. Doch die reinen Töne der Farben, klammerten sich an mir fest. Auf einmal sah ich dir Töne und hörte die Farben. Was er die Erleuchtung oder das Verderben. Ich rannte. Es war wie ein realer Traum. Meine Füße versanken im Gelee. Und dann stand ich vor dieser schwarzen, verunstalteten Schönheit von Figur mit einer schwarzen Kugel in der Hand. Diese Kugel des Gleichgewichts an einer Schnur hängend und sich nicht bewegend. Das Museum, die alte Villa der bösen, künstlerischen Freiheit zerdrückte meinen Körper. Ich verlor das Gleichgewicht! Ich viel…
Als ich die Augen aufmachte, war mein Blich starr. Ich saß in einem Käfig. Meine Knochen guckten aus dem hautlosem Fleisch und mein Gesicht war starr…
Jetzt war ich ein Teil von diesem unheimlichem Haus. Diesem unheimlichem Museum. Diesem unheimlichem Kunstwerk.
1
Kommentare
Lexa schrieb am 2006-10-18 16:37:46:
Sie weiss , dass sie nichts weiss und dennoch, mehr als die Meisten. Der Tod irrelevant für die, die den Anfang
nicht scheuen, das Ende zu leben.Die Hitze ihrer Wangen schmelzt den Wachs und befreit die Elemente.
Die Kunst pulsiert unfähig auch nur irgend ein Universum von Träumen zu zerstören. Auch Kunst ist Teil der Macht,
werfe es in die Waagschale des Trug und Scheins.LG Lexa
Kommentar hinzufügen