Mein armes Deutschland
von
Hildegard Grygierek
Deutschland aus Dir komme ich.
Und so runtergekommen wie Du bist, (die paar Meter osteinwärts machen da
auch nichts wett) möchte ich abhauen.
Dir hab ich mal mein Ja-Wort gegeben und nun würde ich mich am Liebsten
scheiden lassen. Eine Scheidung kostet viel Geld....und Nerven. Leider
besitze ich weder noch. Freilich bezeichnest Du Dich als wohlhabendes Land,
Du hast ja auch Nerven!
Das ist nicht mehr mein Deutschland. Das ist nicht das Land in dem ich mich
bis zu meinem 21. Lebensjahr vom Staat beschützt fühlte - als der Staat noch
mein Vater war.
Mein Vater ist gestorben.
Richtig fürsorglich haben zwar die Staatsmänner noch zu keiner Zeit regiert,
aber so schroff wie es heute zugeht.....
Ich gebe gerne zu, wenig Ahnung von der Politik zu haben, aber eins weiß
ich, nichts- aber auch nichts geht hier mit rechten Dingen zu und nichts
geht mehr.
Ins Leben schickte mich Oma damals mit ihrem Leitspruch: "Mädel, das
einzigste was du über Politik wissen solltest - wähle nie die SPD. Die
können mit Geld nicht umgehen."
Oma wird schon gewusst haben was sie damit meinte, sonst hätte sie nicht bis
zu ihrem Tode stur an ihrer Meinung festgehalten. Im Grabe würde sie sich
umdrehen, wüsste sie von einer Mondlandung.
Keine Arbeit - kein Geld. Daran hat sich bis heute nichts geändert, das
scheint der Lauf des Lebens zu sein. Nur, wer kann da noch Schritt halten,
wenn unentwegt Maß gehalten werden muss. Die Kunst zu Leben, sollte es
passender heißen, denn ein großer Teil sind mittlerweile denkfeste
Lebenskünstler. Keine Arbeit, in einer Zeit wo man alles kaufen kann?! Und
das tun sie auch, die ungeschützten und mediengeschädigten Jugendlichen. Auf
geizgeil werden sie getrimmt - und glauben "in" an den Schwachsinn. Aber
sind die Alten besser? Wenigstens werden sie noch Herr ihrer Schulden, oder
haben was auf die hohe Kante legen können.
Was werde ich später mal auf der hohen Kante haben? Gerne würde ich auch
Rückhalt beiseite legen - von was? Keine Arbeit - kein Geld. Einen Tritt von
hinten gibt es allerhöchstens.
Dann diese Ängste, ob ich mir -wenn der Zahn der Zeit nagt und das tut er-
die "Dritten" leisten kann. Was wenn ich ganz und gar den Durchblick
verliere und eine Brille zum unerschwinglichen Luxusartikel wird. Das ist
sie längst, ich weiß, aber immerhin gibt es noch Fielmann und den viel zu
geringen Krankenkassenanteil. Und auf Sicht? Wir werden sehen.
Der Blick in die Zukunft sieht jedenfalls nicht rosig aus. Alt werden dürfen
wir nicht, krank werden erst recht nicht und zum Sozialfall auf gar keinen
Fall. Was denn dann? Arbeitslos! Ist das alles?
Dürfen wir überhaupt noch was in unserem angeblich demokratischen Land..
Von Demokratie kann hier, in Deutschen Landen kaum die Rede sein, was
erklärt, warum nur noch hinter vorgehaltener Hand Äußerungen fallen - oder
durch die Blume.
Dann diese "Vorschriften" - wo sie absolut überzählig sind! Aber wie will
Vater Staat sein verwirtschaftetes Staatssäckel voll kriegen, wenn er nicht
das Taschengeld seiner Kinder einteilt. Schön, dass Papa Staat wenigstens
ein Auge auf die Hinzuverdiener wirft und auf "Aller" Sparbuch. Glücklich,
der, der einen kontrollierten Job hat -sei er noch so mini.
Meine Güte, herrschen hier besteuerte Zustände!
Als ein Muster von Land stellt sich Deutschland bestimmt nicht dar, bzw.
will es sich offerieren - wer aber genau hinschaut, erkennt dass sich die
BRD nur noch durch ein Exempel auszeichnet - durch ein Rechenexempel:
Vollgestopft mit reichen Machthabern - geteilt durch Arm und Reich- ergibt
mittellos (m)ein armes Deutschland!
Kommentare
sabi_schreibt@gmx.de schrieb:
Zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz...
ich bin cool @t-online.de schrieb:
Das ist endlich mal ne richtig gute geschichte zum pennen... echt LANGWEILIG!!!!!!!!!!!!!!!
reicheltrobert@gmx.net schrieb:
Du deine geschichte ist echt gut aber der sin einer Guten Nacht Geschichte hat sie wohl um 180 c. verhauhen. Sorry
Ansonsten echt super.
hm schrieb:
Ich weiss nicht recht... wenn man schreibt sollte man wenigstens auf dinge wie 'wovon' statt von was achten, also es gibt echt Brüche im Lesefluss. Nett fand ich den Übergang von Brille zu Blick in die Zukunft. Ganz gut, aber nichts zum einpennen ;-)
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