Meine abenteuerlichen Reisen: Das Ruderboot
von
srwes
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Meine abenteuerlichen Reisen : Das Ruderboot
Das Ruderboot,in welchem ich und Anneliese saßen,geriet plötzlich in einen
fürchterlichen Wasserstrudel.
Als ob jemand am Meeresboden einen Stöpsel gezogen hätte,dachte ich.
Nur die Kunst, gut das Gleichgewicht zu verlagern, was ich bei Totenkopfaffen
im südlichen Afrika beobachtet hatte,ahmte ich jetzt nach, um das Boot ruhig zu halten.
Ich sah wie Lina mit halb ausgeführte Saltos versuchte, das hereingeschwappte Wasser
wieder aus dem Boot zu befördern.Nur die Weitsichtigkeit, eines herbeigeeilten
großen Tintenfisches, bewahrte uns davor, vollends in die Katastrophe zu schlittern.
Der Tintenfischhatte die Gefahr, in der ich und Lina uns befanden erkannt und durch
kräftiges Schlagen seiner Tentakeln, eine große Luftblase unter dem Strudel erzeugt.
Ein letzter Blick in die aufgehende Sonne und das Ruderbootwurde vom Wasserstrudel verschluckt.
Doch nur Sekunden später befanden wir uns in der vom Tintenfisch geschaffenen Luftblase.
Mit geheimer Zeichensprache, die Lina in den Sümpfen Sumatras gelernt hatte,gab sie
dem Tintenfisch zu verstehen,dass seine Hilfe sehr dankbar angenommen wurde.
Vorbei an allerlei unbekannten und farbenprächtigen Meeresbewohnern, sanken wir
langsam aber immer tiefer dem Meeresgrund entgegen.
Mitsamt des Bootes waren wir nun also gefangen in der Luftblase.
Ab und an musste Lina mit Zeichensprache, kleinen Delfinen, welche mit uns spielen
wollten,klar machen,dass sie nicht zu nah an die Hülle unserer Luftblase heranschwimmen
sollten,da sie sonst wahrscheinlich platzen würde.
Je tiefer wir sanken um so mehr erschienen verschiedenfarbige Lichter um uns herum.
Die Meerestiere erzeugten so genug Helligkeit um das Dunkel der Tiefsee aufzuhellen.
Ich hatte Lina in meine Arme genommen und sie nach den Hauptstädten europäischer Länder
abgefragt um so ihre Angst vor der ungewissen Lage zu nehmen.Wie tapfer sie doch war.
Ich kannte sie ja erst 43 Tage und fast 9 Stunden.
Wir hatten jegliches Zeitgefühl verloren und schliefen erschöpft ein.
Nur einige Stunden später, riss uns eine heftige Erschütterung aus dem Schlaf.
Ein riesiger Zitterrochen hatte sich vor unser Luftblase aufgebaut und attackierte uns mit
Stromstößen.
Noch hielt die Hülle,aber wie lange noch.
Wir wurden regelrecht durchgeschüttelt,da plötzlich verschwand der Rochen.
Irgendetwas musste ihn aufgeschreckt haben.
Nur kurze Zeit später, hatte wir den Meeresboden erreicht.Die Luftblase hatte gehalten.
Das war die wichtigste Botschaft in diesem Moment.
Lina sah in mein trauriges Gesicht und tröstete mich mit einem rückwärts gesungenem
Lied aus ihrer Kindheit.
Als wir gerade dabei waren : "Ich sehe was, was du nicht siehst", zu spielen,da sahen
wir,wie um uns herum das Wasser anfing,vor Hitze zu brodeln.
Jetzt wurde es auch in der Luftblase heiß.
Das Ende schien gekommen.
Doch,dann schoss und ein gewaltiger Wasserstrahl, der aus dem Meeresgrund unterhalb
unser Luftblase entwich, in Richtung Meeresoberfläche nach oben und nahm uns mit.
Wie Astronauten beim Raketenstart drückte es uns in das Boot.
Geschätzte 2 Minuten später, tauchten wir wieder an der Meeresoberfläche auf.
Die Luftblase zerplatzte und das Boot in dem wir saßen,schwamm wieder auf dem ruhigen Ozean.
Mit aller Kraft paddelten wir zurück an Land.
Lina und ich waren glücklicherweise unverletzt und froh überlebt zu haben.
Einen Tag später, gab es dort, wo uns das Meer wieder ausgespuckt
hatte, einen kleinen Ausbruch eines Unterwasservulkans.
Ich war mir sicher,dass irgendwo schon das nächste Abenteuer wartete.
Ende
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