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Kategorien > Grusel > Horror

Memento Mori

von harald hacker

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Memento Mori !!!

Ihr Atem ging schwer, sie lag auf den knien, ihr Schweiß gedrängtes langes braunes Haar hing ihr wie eine alte Perücke herunter. Ihr Blick traf nur Steine Sand und Dreck, sie drehte, immer noch schwer atmend, ihren Kopf in die Richtung, wo das tiefe röchelnde ja fast wie von einem Hund knurrendes Geräusch herkam und sah in die tiefbraunen Hasserfüllten gequälten hilflosen Augen ihres Mannes. Dunkelrotes Blut lief ihm vom Haaransatz über die Stirn entlang der Wangen bis zum Kinn und tropfte in den gleichen Dreck in dem sie eben noch blickte. Er zitterte vor Erregung, Wut und Angst. Seine stark behaarten Arme waren vermischt mit Blut Erde und Dreck. Die Sonne brannte unbarmherzig auf ihre geschundene Haut. Langsam drehte ihr Mann seinen Kopf und sah in ihre tränenreichen himmelblauen Augen, wie konnte dies alles nur geschehen? Was hatten sie getan? Ihr leben war ein schweres aber auch schönes leben. Ihr Dorf lag in einem Tal das von Hügel umrahmt war. Dichte Wälder wuchsen bis hoch über die Hügel, so das man den Eindruck hatte, man wäre von Bergen umgeben. Und so nannten sie auch ihr Dorf, Bergen. Sie trieben Handel mit allerlei Dingen, ihr Mann hieß Helmar und verstand sich hervorragend in der Viehzucht, er hatte mehr als einhundert Schafe dessen Wolle sehr begehrt war, weil er sein Vieh hütete wie kein anderer. Bei regen trieb er die Schafe in den Stall, sie bekamen reichlich Futter, mal wurden sie auf die Weide außerhalb des Dorfes getrieben, wo alle möglichen Gräser wuchsen, mal fütterte er sie mit selbst angebauten Gemüse, und Wasser hatten sie genügend vom nahe gelegenen Bach. Ihr Fleisch war zart und sehr nahrhaft. Er schlachtete gerade so viel das sie gut leben konnten, aber seine Herde nie in Gefahr geriet zu klein zu werden. Und sie nannte man Heilerin, ihr eigentlicher Name war Marie, sie hatte die große Begabung Krankheiten zu heilen. Von überall kamen Menschen um bei Marie Rat und Hilfe zu holen. Mit allen möglichen Kräutermixturen, dessen Anwendungen sie von klein auf von ihrer Mutter und sie wiederum von ihrer Mutter gelernt hat. Sie lebten gut und in Frieden. Bis jetzt. Was ist geschehen? Heute Morgen kamen diese Männer in ihr Dorf geritten, bewaffnet bis auf die Zähne, dahinter eine Kutsche mit Verziehrungen aus Gold und Eisen. Das Wappen eines großen Adlers prangte an der Seite wie ein übergroßes Schild. Geführt wurde diese schwer bewaffnete Armee von dem Mann der ihnen dies hier alles gerade antat. Sie ritten mit erhobenen Schwertern durch ihr Dorf und erschlugen jeden der alt und unbrauchbar war. Sie waren auf der Suche nach Männern und Frauen, um sie als Sklaven zu halten. Vor ihrer Hütte machten sie halt, sprangen von ihren Pferden und stürmten in ihr Haus. Sie schlugen auf sie und ihren Mann ein. Ihre Tochter Selma wurde von einem Mann an ihren roten Haaren festgehalten. Ihren Arm bogen sie ihr hinter den Rücken hoben sie auf die Schulter und trugen sie schreiend und sich wehrend aus dem Haus. Marie schrie und weinte, und spürte unendliche Trauer, Angst, Hass und Ohnmacht. Beide wurden an ihren Armen mit einem starken Strick festgebunden und hinter den Reitern bis zu ihrem Anführer gezogen. Sie konnten nicht so schnell rennen wie diese Männer ritten, so das sie nach wenigen Metern ihr Gleichgewicht verloren und den Rest des Weges auf dem Rücken geschliffen wurde. Die Männer schlugen mit Lederriemen auf sie ein, so stark das sie der Ohnmacht und dem Todeswunsch näher war, als dem Leben. Das einzigste was sie noch bei Bewusstsein hielt, war der Wunsch und die Hoffnung ihre Tochter Selma beistehen zu können. Sie hörte diese durchdringende Stimme eines Fremden. Sie verstand nicht den Grund, aber seine aggressive kalte Stimme verstand sie wohl. Sie wusste das sie dem Tode geweiht waren, und wieder schrie die Stimme über ihr "Los Männer, sammelt alle ein die man gebrauchen kann, Alte und Kranke können wir nicht gebrauchen. Schlachtet sie ab wie wertloses Vieh!" Ihr Blick wandte sich diesem Mann entgegen, da stand er breitbeinig neben ihr. Sie sah ihn in seinen festen gebundenen Lederschuhen, seinen aus Kuhleder hergestellten Umhang, darunter schimmerte eine Art Rüstung aus schwerem Eisen die seine Brust verdeckte und in der Mitte wieder diesen großen Adler wie ein Schild abbildete. Sein Kopf war umhüllt von einem sehr großen Helm, der sein Gesichtsfeld freigab. Seine Nase war breit und dominant, seine Wangenknochen stachen hervor und er hatte einen kräftigen Bart das sein Gesicht umschloss. In seiner rechten Hand hielt er ein Schwert an dessen Scheide getrocknetes Blut klebte. Doch das schlimmste und beängstigte an ihm waren seine Augen. Man sah in ihnen keinerlei Regung, kein Zorn, kein Hass, keine Wut, sondern nur kalte Gleichgültigkeit gepaart mit Ungeduld, die pernofizierte Boshaftigkeit. Ihre Blicke trafen sich, sie sah ein kurzes blitzen in seinen Augen. Ein Tritt in Ihr Gesicht ließ sie wieder in diese nebelverhangene unwirkliche Welt voll Schmerz und Hoffnungslosigkeit zurückfallen. Sie hatte ihn erst kommen sehen, als ihre Nase ein fürchterliches Geräusch von unwiederbringlicher Zerstörung in ihrem Hirn eine Art Explosion erzeugte. Blut, ihr Blut spritzte wie ein mit Wasser voll gefüllter Ballon in alle Richtungen und sie fiel wieder zu Boden, in den Staub, der ihr einst so schönes Gesicht zerschürfte. Wutentbrannt und voller Hass stürzte sich ihr Mann Helmar auf den Anführer, der mit dieser gewaltigen Kraft und dieser Schnelligkeit eines am Boden liegenden Mannes nicht gerechnet hatte. Wie eine Dampfwalze drückte er den Anführer zu Boden und schloss seine Hände um seinen Hals. Der Anführer versuchte ihren Mann von sich zu drücken, er schlug auf ihn ein, doch alle diese Bemühungen aus dem Würgegriff sich zu befreien, waren sinnlos, mit hassverzehrtem Gesicht drückte Helmar nur noch fester zu. Seine Gesichtsfarbe änderte sich von blass über rot auf blau und nur noch ein krampfhafter röcheln, der Versuch Luft zu holen, war zu hören. Ihr Mann legte sein ganzes Gewicht, seine ganze Kraft in seine Hände, so das an seinen Armen jede Sehne, jede Ader hervortrat, doch plötzlich verkrampfte sein ganzer Körper, seine Augen schienen aus seinen Augenhöhlen zu fallen, seine Hände umklammerten noch immer den Hals, doch der Griff lockerte sich, seine Adern tauchten wieder unter die Haut, sein Blick war starr, sein Körper erschlaffte, seine Lungen ließen, wie von einem platten Reifen, die Luft entweichen ohne neuen Atem zu holen, er fiel links zur Seite, während der Dolch langsam aus seinem Körper trat, zuckte kurz und blieb reckungslos liegen. "Helmaaar" schrie Marie mit hoffnungsloser stimme, die Gewissheit das ihr Mann tot war doch sie es nicht glauben wollte, spiegelte sich in diesem einen Ruf nach ihrem geliebten Mann wieder. Hustend und schwer nach Atem ringend wischte sich der Anführer, den jeder Herr nannte, mit der rechten Hand, während seine linke Hand seinen Hals rieb, das blutverschmierte Dolchmesser an der Kleidung des

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Kommentare

Sandra schrieb am 2008-06-07 10:58:37:
guut
Gerlinde schrieb am 2007-09-09 17:54:28:
Zur Kategorie HORROR würde ich diese Story nicht unbedingt zählen!
Bonita schrieb am 2007-09-09 17:52:45:
Gute geschichte, aber da sind ein paar Rechtschreibfehler (Groß- und Kleinschreibung)!
Petra schrieb am 2007-08-08 05:37:36:
hast du schon mal ein Buch veröffentlicht ? Echt geil !!
hacker1965@googlemail.com schrieb am 2007-08-07 12:05:15:
Dies ist das erste Kapitel ( unbearbeitete Version ) einer Geschichte an der ich seit 6 Monaten schreibe. Mittlerweile sind es acht Kapitel ( 84 Din A 4 Seiten ). Wobei die Geschichte ab Kapitel zwei in der heutigen Zeit spielt ( Reinkarnation )Ich habe diese Plattform erst vor kurzen entdeckt und bin sprachlos wie viel gute Autoren es gibt. echt klasse Geschichten. Gruß Hacker

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