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Kategorien > Psycho > Verzweiflung

Mondschein Sonate

von Michael Behofsics

1

Die Nacht war klar und die Luft rein und kühl.
Frederic stand auf der Ballostrade und lauschte seinen Gedanken.
Er genoss die Nacht und die Farbenspiele, die der Mond mit den Baumwipfeln und den Sträuchern tief unter ihm begann.
Er ergötzte sich an dem Anblick den die tanzenden Schatten ihm boten, hin und her, wie ein verliebtes Pärchen im Freudentaumel der Glückseligkeit.
Er sehnte sich nach den Liebkosungen der Wolken, wie sie auch den Mond liebkosten.
Plötzlich wurde er wütend.
Er stieg von der Ballostrade, riss die Tür auf und stürzte in den Wohnraum.
Wild und hemmungslos ließ er der Wut und dem Verlangen nach Zerstörung freien Lauf.
Frederic packte eine Vase und schleuderte sie gegen einen Spiegel.
Er nahm einen Sessel und zerschmetterte ihn an der Wand, dann nahm er ein abgebrochenes Sesselbein und ging zügig um den Tisch herum zu seinem Bett.
Er starrte kurz auf die Feinsäuberlich zusammengefaltete Decke und den frisch aufgeschüttelten Polster, dann stach er mit dem Sesselbein darauf ein wie auf seinen größten Widersacher. Wieder und wieder und wieder.
Schnaubend und keuchend ließ Frederic das hölzerne Mordinstrument fallen.
Erschöpft sank er auf die Knie und kroch zu dem zerbrochenen Mannshohen Spiegel.
Als er sein Gesicht in einem Stück Glas wiedererkannte erschrak er.
Es war Glutrot angelaufen, seine Augen glänzten dem Wahnsinn nahe.
Frederic vergrub sein Gesicht in den Händen und begann zu schluchzen.
Als er sich schluchzen hörte stieg erneut diese unbändige Wut in ihm empor.
Er ballte die Faust so fest dass die Haut um seine Knöchel weiß war, dann zerschmetterte er auch dieses Stück Glas, sprang auf, beförderte den kleinen Beistelltisch mit einem Fußtritt durch den Raum und riss mit Bloßen Händen Stücke aus dem Sofa.
Er sprang über das Sofa und eilte wieder zur Tür.
Mit einem Tritt verschaffte er sich Zugang zum Balkon und verfluchte lautstark
diese Wunderschöne Herrlichkeit die ihn verzweifeln ließ.
Dann sackte er erschöpft auf dem kalten Steinboden zusammen und schlief ein.

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Kommentare

Zora schrieb am 2007-03-03 19:25:46:
Eine wundervoll, erschreckende Erzählung.
Wunderschön geschrieben.
Phoebe Caulfield schrieb am 2007-03-01 20:44:54:
hey Michael,
du bist dann wohl einer dieser destruktiven menschen oder wie?? *g*
hmm dann werde ich jetzt mal konstuktiv kritisieren: deine geschichten sind mir zu kurz!
ich will doch so gerne mehr wissen! also warum und wieso und überhaupt und bla!!
(hmm aber vielleicht sind sie dann nicht mehr so wirkungsvoll !?!?)
naja probiers auf jeden fall mal aus und schreib bloß weiter so gut!
how rhyne!
Gaaaaaaaaaanz liebe konstruktive Grüße und so
PC ... (pc klingt doof... schreiben wir doch lieber: phoebe caulfield ;)

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