Moonalou 2
von
Merisana
Moonalou flog zurück in die Stadt um endlich als sichtbarer Halloween Geist in ihrer ersten Nacht auf der Erde ihren Schabernack treiben zu können. Sie suchte zuerst auf Plätzen und Parks nach Kindern mit Halloween Masken, sie fand aber weder Menschenkinder noch andere Halloween Geister. Was war nur passiert ? Jetzt fiel ihr ein, dass sie die ersten Stunden der Nacht nur über das Land geflogen war und sich erst sehr spät um einen Kürbis gekümmert hatte. Sie bekam ein sehr schlechtes Gewissen, da sie außerdem den Geisterfunk abgestellt hatte, der sie mit ihrer Mutter und den Geisterlehrern verbinden sollte, wenn sie in ihrer ersten Erdennacht Schwierigkeiten haben sollte. Jetzt wollte sie ihn aber nicht mehr anstellen, da sie ein schlechtes Gewissen hatte und sicher mit ernsten Verwarnungen und Aufforderung zur sofortigen Rückkehr in die Geisterwelt rechnen musste.
Sie flog jetzt langsamer und aufmerksamer durch die Straßen, aber außer einigen schnell heimwärts strebenden Erwachsenen sah sie keine Menschen und schon gar keine Kinder mehr. Das konnte doch nicht alles gewesen sein ? Was sollte sie ihren Freundinnen und Freunden in der Geisterwelt berichten ? Dass sie nur über das Land geflogen war ?
Sie hatte aber einen außergewöhnlichen Kürbis gefunden und den wollte sie unbedingt noch einem Kind zeigen. Aber erst einmal musste sie ein Kind finden.
Die Straßen waren leer, aber viele Fenster an den Häusern waren noch hell. Sie flog zu jedem erleuchteten Fenster und hoffte noch Kinder zu finden. Aber sie sah nur Erwachsene, die lasen oder vor dem Fernseher saßen.
Sie wollte auch diese Suche gerade aufgeben, als sie ein seltsames Geräusch hörte. So etwas hatte sie noch nie gehört. Sie flog zu einem Fenster, wo nur ein schwacher Lichtschein war und da war das Geräusch wieder und jetzt ganz deutlich. Sie sah angestrengt durch die Gardine und da war ein Kind, ein Junge, aber woher kamen diese seltsamen Laute ?
Sie wollte unbedingt in das Zimmer, aber mit dem Kürbis kam sie nicht hinein. Wenn der Kürbis nicht gewesen wäre hätte sie ohne Schwierigkeiten durch die Scheibe huschen können.
Sie nahm allen Mut zusammen und klopfte ganz vorsichtig an die Scheibe. Der Junge hörte sie nicht, also klopfte sie fester und da endlich wurde der Junge aufmerksam. Er stand auf und kam ans Fenster. Als er Moonalou sah, bekam er erst einen Riesenschrecken, aber nur sehr kurz. Die Neugier war stärker. Er öffnete eine Fensterseite und husch war Moonalou im Zimmer. Sie tanzte auf und ab und hin und her, dass dem Jungen ganz schwindelig wurde. Plötzlich blieb Moonalou vor ihm stehen und sah ihn aufmerksam an. Was läuft da für Wasser aus Deinen Augen und was war das für ein Geräusch, das ich da gerade gehört habe ? fragte sie. Ich habe geweint, weil ich nicht Halloween mit meinen Freunden feiern durfte, ich bin nämlich krank und meine Eltern lassen mich nicht bei der Kälte auf die Straße.
Was ist Weinen ? fragte Moonalou, das kenne ich nicht. Wir Geister können nur lachen und fröhlich sein, deswegen werden wir auch sehr alt und bleiben gesund.
Wir weinen, wenn wir traurig sind und wenn uns etwas weh tut ! Aber Du, warum kannst Du fliegen ? Bist Du ein Geisterjunge oder ein Geistermädchen und wie heißt Du ? " Mein Name ist Moonalou und ich bin ein Mädchen. Den Namen Moonalou hat mir meine Großmutter gegeben, weil ich in einer Vollmondnacht geboren bin und meine Großmutter Lou heißt. Meine Großmutter stammt nämlich aus Irland und dort heißt Mond - Moon; und wie heißt Du ? " Ich heiße Henrik, so hieß mein Großvater und der wohnt in Dänemark.
Moonalou und Henrik saßen auf der Bettkante von Henrik und erzählten und erzählten. Plötzlich hörten sie Schritte und Henrik konnte gerade noch das Fenster aufmachen, Moonalou huschte hinaus und er sprang in sein Bett und zog die Bettdecke hoch über seinen Kopf.
Die Mutter von Henrik wollte noch einmal nach ihm sehen und Fiebermessen. Als sie das offene Fenster sah und Henrik ziemlich aufgeregt erzählte, dass ein Halloween Mädchen bei ihm war, das Moonalou hieß bekam sie große Sorgen und wollte schon einen Arzt rufen, weil sie glaubte ihr Junge würde fantasieren . Sie schloss das Fenster und zog die Gardinen zu.
Moonalou konnte nun nichts mehr sehen und beschloss nach Hause zu fliegen. Aber vorher wollte sie unbedingt den Kürbis zu der netten Frau zurückbringen. Sie flog jetzt zielstrebig zu dem Haus am Waldrand und legte den Kürbis auf den Tisch woher sie ihn auch genommen hatte. Jetzt erst merkte sie, dass sie furchtbar müde wurde und sie dachte bei sich, ein bisschen ruhe ich mich noch aus und dann fliege ich nach Haus. Sie rollte sich ganz in den Kürbis ein und war im selben Moment eingeschlafen.
Plötzlich ging die Lampe über der Terrassentür an und die nette Frau kam noch im Bademantel und zersausten Haaren mit dem Dackel heraus. Moonalou erstarrte fast vor Schreck und dann huschte sie so schnell sie konnte aus dem Kürbis und flog in den nicht mehr ganz dunklen Wintermorgen. Jetzt erst merkte sie, dass im Osten ein ganz leichter Schimmer des nächsten Tages heraufzog. Eine große Angst befiel sie und so schnell sie konnte flog sie zu den Toren der Geisterwelt . Sie kam, als sich der letzte kleine Spalt schloss und starrte voller Entsetzen auf die Felsentore, die jetzt ein ganzes Jahr verschlossen blieben.
Das war passiert, was sie nie und nimmer gedacht hatte. Sie war allein auf der Erde und niemand hörte sie. Da fiel ihr der Geisterfunk ein, sie schaltete ihn ein und hörte sofort die Stimme ihrer Mutter und aller anderen Halloween Geister. Ihre Mutter rief nur: Moonalou, flieg nach Irland, Du hast noch eine Stunde Zeit, dann kannst Du in Irland vielleicht noch durch das Tor in die Geisterwelt fliegen und brauchst nicht allein auf der Erde bleiben. Flieg Moonalou, flieg !!!
Moonalou flog sofort los und mit den Stimmen ihrer Mutter und Freundinnen und Lehrer nahm sie den Kampf mit der Zeit auf und flog in Nordwestlicher Richtung nach Irland.
Fortsetzung folgt
Kommentare
elbin@gmx.de schrieb am 2007-01-20 21:18:33:
Tolle Geschichte
Lexa schrieb am 2006-11-06 00:03:49:
Es ist eine hübsche Geschichte und überhaupt nicht kitschig, weiter so. LG Lexa
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KeKz schrieb am 2006-09-04 18:16:21:
liebe merisana!!!ich finde die geschichte sehr schön und freue mich für dich das DEINE geschichten sooo gut ankommen...nur enttäuscht es mich das MEINE geschichten nich beachtet werden!!!:( naja nicht jeder hat so viel glück wie du!!!!mach weiter so!!!!!!!!!!!!!ich freu mich so für dich...wenn jmd hier mal ein zitat lesen will von epikur was ich kommentiert habe dann gehe er doch bitte mal auf suchen und tippt:"KeKz" ein,danke im vorraus!!!^^ wissen sie es muss ihnen ja nicht gefallen sie können mich kritisieren ich bin dafür immer offen...ich weiß,dass ist warscheinlich nicht gerade passend,da ich ja ein kommentar für merisana hinschreiben muss,aber ich finde keinen anderen ausweg mehr um meine sachen mal ans tageslicht zu bringen...ich will sie nur darauf aufmerksam machen,dass es hier welche gibt-(nicht auf mich bezogen)-aber es gibt hier welche die sich bemühen und sie würden doch nie hier irgendetwas reinsetzten wovon sie nicht glauben das es "lesbar" ist!!!ALSO an alle hier die diesen kommentar lesen:ich will damit sagen das alle ein recht auf respekt und zuneigung haben!!!wir wollen doch alle nicht das welche niedergemacht werden oder keine chance bekommen anerkannt zu werden...gebt denen eine chance die hier sachen hinschicken und lasst sie wissen das die welt nicht grausam und leer ist,sondern gebt ALLEN und damit meine ich auch wirklich ALLEN eine chance!!!!MfG anna
haha schrieb am 2006-08-29 16:02:24:
du hast ja keine ahnung
ellen schrieb am 2006-08-25 14:46:21:
Ich finde Kindergeschichten oder Märchen sind auch etwas für die Großen. Ich denke das man ab einem gewissen alter wieder für Geschichten offen ist. Mir hat sie sehr gut gefallen.
Selorien schrieb am 2006-08-01 01:03:05:
Wieso schreiben da einige die Geschichte wäre kitschig? ^^ Es ist eine KINDERGESCHICHTE und nebenbei
auch sehr gut gelungen und einfallsreich. Mach weiter so, eine von den wenigen Geschichten bei der mir nicht
die Augen fast zugfallen sind (:
Miss X schrieb am 2006-07-13 19:29:41:
Ich find sie auch TOTAL kitschig!!!! Einfach kitschig!!!
john schrieb am 2006-05-13 12:18:42:
Diese Geschichte ist sehr ausfürlich und schön.
PS.:Das ist auch sehr süß!!!!!!
john schrieb am 2006-05-13 12:16:57:
das ist doch voll kitchisch
Gloria schrieb am 2006-04-30 23:12:12:
Richtig GUT ! Bin auf weitere Geschichten gespannt.
Liebe Grüße, Gloria
a@b.com schrieb:
Schöne Geschichte. Wirklich einfach schön.
Nur solltest Du vielleicht darauf achten Deine Fortsetzungen auch in eine Rubrik zu schreiben.
Vielleicht kannsts Du das für Teil 1 und 2 noch nachträglich arrangieren?
lo la li lalli schrieb:
ich liebe geschichten das war eine die mir gefählt
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