NEBELLICHTER -Teil 2 (C) by Daniel Saß 2003
von
Daniel Saß
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5 Jahre sind seit damals vergangen, und ich bin mittlerweile mit 81 Jahren wirklich mehr scheintot
als allesandere.Meine Grenzenlos schlimmen Rückenschmerzen lassen mich fast täglich mehrmals in einen ohnmachtsnahen Zustand fallen, und als mein Hausarzt letztens meinte,Mr. Rain, Augen zu und durch, das ist halt ihr Alter, und spritzen kann ich ihnen auch nicht mehr als drei die Woche verabreichen, da hätte ich Ihn mit meinen alten klauen entweder fast erwürgt, oder mit meinem Stock erschlagen. Seit einem Jahr lebe in einer kleinen Altbauwohnung in Waco /Texas. Ich habe es am Red Riever nicht mehr ausgehalten. Jede Nacht die gleichen Alpträume und Erinnerungen an diese kleine schlampe Clarice. Ich hoffe, der Teufel hat sie schon tausendmal auf dem Rost gebraten, aber Clarice traue ich auch gut zu , das es durchaus auch umgekehrt sein könnte. Ich nehme starke Tabletten seit damals, und die Panikatacken, welche mich jedesmal heimsuchen wenn ich ein ca. 9 Jahre altes Mädchen mit langen blonden Haaren sehe werden trotzdem immer stärker, und äußern sich durch starkes zittern der Beine und Arme, Schweißausbrüchen, und lautem Schreien. Ich sitze in meinem Ledersessel und blicke verträumt aus dem Wohnzimmerfenster, auf die weiten von Waco. Meine Wohnung liegt im 8. Stock, und ich danke Gott jeden Tag dafür daß es hier einen funktionstüchtigen Fahrstuhl gibt, der zwar schon älter als ich zu sein scheint, aber hauptsache er fährt. Wenn ich über die Weiten von Waco schaue, erblicke ich endlos sandige große und kleine Hügel, kleine Wäldchen, und direkt vor meiner Tür eine große Bullenherde. Wie Sie schon merken, verehrter Leser, dieses Haus passt von der Größe nicht in diese Gegend, es erinnert zu sehr an Großstadt. Doch hier ist es ländlicher und ruiger wie es woanders kaum sein kann. Die ganzen Hügel und sandigen Wege erinnern manchmal daran, dass man eher auf dem Mars leben würde, als in Waco. Ich öffne mir grade eine schöne kühle Dose Bier, als ich in der weite des dunklen Abendhimmels dunkle Wolken aufziehen sehe. Sie wirken wie ein Gebirge aus dunkelblauen Wattebäusche, welche am Himmel kleben. Die bereits untergegangene Sonne hat einen kleinen noch nicht erloschenen Feuerstreifen am abendhimmel hinterlassen, der wirkt, als habe ein kleiner Engel mit einem Pinsel aus orang-roter Farbe versucht am Himmel zu malen. Ich höre wie die Rinderherde schnaupt, und mit den Hufen schapt. Sie werden immer unruig, wenn ein Unwetter aufzieht, aber so unruig habe ich sie noch niemals erlebt. Ich will grade den Blick vom Fenster abwenden, und nach meiner Bierdose greiffen, als sich ein lauter Schrei meiner Kehle entringt. in den tiefdunklen Wolken erkenne ich ganz schwache Lichter glühen, sie sind kaum zu erkennen, aber sie leuchten in verschiedenen Farben. Rot orang Blau Grün Lila weißlich in tausend verschiedenen Farben. Die Lichter sind nicht groß. Vieleicht wie ein Tennisball, und genau so rund. Hat der Teufel etwa die Pforten aufstehen lassen, das Clarice erneut fliehen konnte ? Oh Gott, großer Gott bitte nicht, alles nur das nicht, bitte bitte ! Für den bruchteil einer Sekunde überlege ich mich aus dem Fenster zu stürzen. Jetzt ist die Wolkenwand, welche von einem leichten Schleier aus Nebel umhüllt wird, dierekt über der Rinderherde. Blitzschnell öffnet sich die Wolkendecke, und drei orang leuchtende Blitze schießen hervor, und verursachen beim Aufschlagen auf der Erde ein Meer aus Funken, bevor dise in bruchteiln von Sekunden sich in eine explosionsartige feuerwolke verwandeln. Blitzschnell steht das ganze Rindergehege liechterloh in Flammen. Ich wusste nie das Rinder so schreien können. Einige rennen brennend durch den zerstörten Zaun hindurch, bevor Sie irgendwo in der Landschaft brennend Tod zusammenbrechen. Und irgendwie haben die Lichtschatten der Feuer in der dunklen Landschaft sogar was romantisches, so grausam es auch klingen mag, ich weiß. Die Wolkendecke reißt noch weiter auf, und eine große orangene Leuchtkugel rast auf mein Fenster zu, und durchschlägt dieses blitzschnell. Ich drehe mich um, und sehe, wie die Glaskugel unversehrt auf dem Fußboden aufgeschlagen ist. Plötzlich bekommt die kugel risse, und zerspringt. Noch ehe die Kugel völlig zerfällt, springt Clarice aus ihr hervor. Hi Süsser, lange nicht mehr gesehen was ? zischt Sie. Ich will mein Vorhaben verwirklichen, und aus dem Fenster springen, doch Clarice hat meine Absicht erkannt, und mich mit einem Fußtritt in den Magen auf die Knie gezwungen. Aber nicht doch, wo wir immer soviel Spaß hatten willst du jetzt die Fliege machen ? Die Würmer fressen noch früh genug an dir, sagt Sie mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Zitternd kniehe ich noch immer vor ihr. ich beginne wie verrückt loszuheulen. Bitte bitte bitte laß mich doch endlich in ruhe, es tut mir leid, daß ich dich damals im Baumhaus so erschrocken habe, oh grosser Gott es tut mir so unentlich leid,bitte, Clarice bitte bitte !!! Ich kann nicht mehr flehen oder sprechen. Ich kann nur noch wie wahnsinnig am ganzen Körper zittern und heulen. Plötzlich glüht mein Gesicht vor schmerzen. Clarice hat mir mit ihrem Stiefel in den Mund getretten. Ich spucke Blut, und drei meiner teilweise noch echten Zähne mußte ich auch einbüßen. Mein Mund glüht vor Schmerzen , als würde ich auf flüssiger Lava lutschen. Mit letzter Kraft versuche ich mich aufzurichten, doch ein kräftiger Tritt zwischen die Beine verhindert dies. Ich beginne mich zu erbrechen. Ich taumel zwischen Bewustlosigkeit, grenzenlosen Unterleibsschmerzen, und einem kleinen Fünkchen Hoffnung in Richtung Wohnzimmertisch. Mir gelingt es den großen schweren Glasaschenbecher zu greiffen, doch ehe ich mich aufrichten kann, ist Clarice blitzschnell hinter mich gesprungen, und hat mich in den Würgegriff genommen. Vergiss es alter Mann, du wirst mich nie besiegen können, und dabei bin ich doch bloß ein kleines Mädchen, höhnt Sie mir in das rechte Ohr. Wieder unter Tränen flehe ich : Dan mach doch, los bring mich um, aber erlös mich von den Qualen, tausendmal bitte Clarice ! Nein zischt Sie in einem fast beruigenden Ton.
Nun beginnt Sie mit einem Feuerzeug vor meinen Augen rumzufuchteln. Die Flamme wird immer heißer und heller , und ein unentlich starker Schmerz durchzuckt meinen Körper, als die Flamme an meinem Auge gierig nach Nahrung leckt. Wo um Gottes willen bleibt den bloß die ersehnte Ohnmacht, oder besser gleich der Tod ? Wo ist Gott, oh Gott wo bist du bloß, warum schickst du keinen schönen Engel welcher diese kleine verdammte Drecksschlampe in Stücke reißt ? Wiso hören michmeine Nachbarn nicht ? Weil Sie alle Tod sind höhnt Clarice. Sie lässt mich los, und meine Hände vor meine Augen gepresst falle ich mit meinem Oberkörper zur linken Seite auf den Boden, und bleibe dort wimmernd liegen. Mein Blick fällt zum wohnzimmerfenster. der klare weiße Vollmond steht am schwarzen Nachthimmel, verschwindet kurz hinter einer kleinen Wolke und taucht wider auf. Mein Blick fällt auf den
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