Nacht
von
Himmbeerkeks
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Ich rannte, wusste nicht wohin. Er war hinter mir her, ich weiß es. Aber wo sollte ich hin? Es war dunkel. Die Stadt erschien anders. Ich kannte mich nicht mehr aus, es war alles so dunkel, nicht wie bei Tageslicht. Manchmal schaute der Vollmond zwischen den dicken, grauen Wolken hervor, dann erkannte ich, wo ich gerade lief. Er war hinter mir her, ich hörte ihn, seine Schritte, seinen Atem. Ich wusste, dass er da war, aber ich sah ihn nicht. Ich war ihm doch erst vor kurzem entkommen.
Er hatte mich in der Puppenkiste gefangen gehalten. Nach vier langen Wochen endlich die Erlösung, ich konnte mich befreien und fliehen. Aber was jetzt? Ich war ihm entkommen, aber er war immer noch hinter mir her, er ließ mich nicht so einfach gehen. Doch ich hörte schon die Musik. Sie war mein einziger Ausweg. Dann die Lichter und die vielen Menschen. Ich hatte es erreicht. Ich hoffte bloß, dass er mich in den Massen von Max09 nicht so schnell wieder fand.
Nun konnte ich nicht mehr rennen, es waren zu viel Menschen. Ich ging in den Massen unter. Nach einiger Zeit ließ ich mich an einer Bar nieder. Ich brauchte eine Pause, ich brauchte Zeit um durchzuatmen. Ich vertiefte mich in Gedanken, wie ich am besten nach Hause kommen würde. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Total erschreckt drehte ich mich um, bereit jeden Moment loszuschreien. Aber es war nicht sein Gesicht, es war mir fremd. Die Miene war schön, aber hart, freundlich, aber besorgt. Es war ein Polizist. Das schockte mich jedoch so sehr, dass ich trotzdem schreien musste. Dadurch lenkte ich sehr viel ungewollte Aufmerksamkeit auf mich, dass auch er wieder auf mich aufmerksam wurde. Ich sah ihn, wie er mich grinsend anschaute, seine Augen leuchteten, als ob er gerade ein schönes Schmuckstück besichtigte. Ich dachte nur noch an eines „RENN!!!“. Ich rannte, rannte um mein Leben. Vorbei an dem Polizisten, der mich verdutzt ansah. Vorbei an der Bar, an den Besuchern, die mir verwundert hinterher schauten. Aber ich rannte, das war das einzige, was jetzt für mich zählte und ich hoffte, dass er mir nicht mehr folgte, aber ich traute mich nicht mich umzudrehen, zu groß war meine Angst. Ich rannte Richtung Ausgang, dann war ich herausen. Am Rathausplatz blieb ich stehen, ich konnte nicht mehr rennen. Ich wusste, dass er da war, aber als ich mich umdrehte, war keiner zu sehen.
Von der Angst getrieben lief ich trotzdem weiter Richtung Dom. Ich hatte Glück, er war nicht abgeschlossen. Es war der perfekte Platz um sich zu verstecken, hier würde er mich nicht finden. Drinnen war es dunkel, man konnte die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Ich ging in den hinteren Teil des Doms, dort fühlte ich mich am sichersten. Auf einmal hörte ich eine Tür zufallen und meine Angst wuchs wieder an. Aber ich redete mir ein, dass es die Tür gewesen sei, durch die ich gekommen war. Einen kurzen Moment hörte ich Schritte, dann war es wieder ruhig. Wieder redete ich mir ein, dass ich unter Verfolgungswahn litt. Aber mein Gefühl sagte mir, dass er immer noch hinter mir her war. Ich kam an einer Statue vorbei, sie kam mir irgendwie bekannt vor, aber ich redete mir ein, das käme davon, dass ich schon öfter im Dom gewesen sei. Ich betrachtete sie noch kurz und ging dann weiter. Dann ein Geräusch, ich konnte nicht zuordnen, von wo es kam, aber es kam mir genauso bekannt vor wie die Statue. Dann spürte ich nur noch einen Stich an der linken Halsseite. Ich höre ein mir bekanntes Lachen und ich sah sein Gesicht vor meinen geschlossenen Augen. Dann die Sirenen …
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Kommentare
agosis@yahoo.de schrieb am 2010-06-20 21:45:40:
eine schöne story aber mir fehlen da ein bisschen die informationen. wenn du willst kannst mir auch ein kommentar schreiben zu meiner geschichte ,, das rezept einer mörderin,,
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