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Kategorien > Fantasy > Vampire

Nachtjägerin

von Anariel, die Nomadin

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(Wieder eine Geschichte, die aus dem dunkel der Nacht zu mir kam. Eine Kurzgeschichte diesmal, obwohl sie ein ende hat, an das man leicht wieder anknüpfen könnte. Tatsächlich weiß ich noch nicht, was ich damit mache.
Wie dem auch sei, ich hoffe, sie gefällt euch die Geschichte über die Nachtjägerin.

Mit liebem Gruße
Anariel, die Nomadin.)



Nachtjägerin


Ich erwachte, langsam, genüsslich und fühlte mich sofort wohl. Ich öffnete langsam meine Augen, nur einen kleinen Schlitz weit, gähnte und begann mich wie ein Katze langsam zu strecken. Es war stockfinster in meinem Schlafzimmer, das war es eigentlich immer und musste auch so sein. Ich hatte nun wirklich nicht vor mich im Schlaf rösten zu lassen.
Nun drehte ich mich auf die Seite, tastete nach der kleinen Lampe neben dem Bett. Die rotleuchtenden Zahlen meiner Digitaluhr blinkten mich mit vier Nullen an.
Nanu? War etwa heute der Strom ausgefallen gewesen?
Endlich fand ich den Schalter und die kleine 20 Wattbirne ging an. Obwohl so schwach blendete mich das Licht doch erst einmal. Unwillig kniff ich die Augen zusammen.
Außer meinem großen Bett und dem Nachttisch enthielt mein Schlafzimmer eigentlich nur noch einen großen Kleiderschrank, einen Bodenspiegel und eine große Voliere. Aus eben dieser blinzelte mich nun Ebrona, meine Eule mit großen Augen vorwurfsvoll an. Zu Früh, schien sie zu sagen, viel zu früh.
Langsam erhob ich mich, gähnte nochmals herzhaft und streckte mich erneut. Dann tappte ich barfuss zum Fenster und zog die Jalousie ein kleines Stück weit auf. Tatsächlich, es war noch zu früh. Die Sonne war noch nicht untergegangen.
Interessant! Eigentlich gehörte ich zu den Langschläfern. Also hatte mich wohl etwas geweckt, aber was?
Ich lies die Jalousie wieder zurück rollen und kehrte zu meinen Bett zurück. Auf dem Weg dorthin öffnete ich Ebronas Zuhause, doch die kleine Eule machte keine Anstalten heraus zu kommen. Ebrona konnte sich frei in der ganzen Wohnung bewegen, nur zum schlafen zog sie sich in den riesigen Käfig zurück.
“Nun dann eben nicht, Süße. Spiel ruhig beleidigt.” Ich musste lächeln als mich die Eule nur schlaftrunken anblinzelte.
Bevor ich mich wieder auf dem Bett setzen konnte lies mich ein leises Geräusch aufhorchen. Meine Augenbrauen wanderten nach oben. Konnte das wirklich sein? War da jemand dumm genug in meine kleine Villa einzubrechen?
Ich schlüpfte schnell in meine Sandalen, die ich im Haus trug, griff mir meinen Morgenmantel und verlies mein Schlafzimmer. Neugierig folgte ich dem Geräusch und fand schließlich seinen Ursprung. Des Tags sind überall in meinem Heim die Jalousien heruntergelassen, doch nun stand ich vor meinem Wohnzimmerfenster, dessen Jalousie hochgestemmt worden war. Das Fenster war aufgebrochen. Aus dem Esszimmer kamen die leisen Geräusche und ich folgte ihnen. Dann stand ich lange mit schräggelegtem Kopf im Türrahmen und beobachtete den Eindringling, wie er die Schänke durchsuchte. Ein böses Lächeln umspielte meine Lippen. Langsam bekam ich Durst.
Plötzlich hielt er inne und drehte sich erschrocken um. Der Mann sah gar nicht schlecht aus, jedenfalls für einen Menschen. Jung, vielleicht fünfundzwanzig, muskulös, mit dunklem Haar und braunen Augen. Er sah mich einen Moment überrascht an, dann zog er seine Pistole. Bevor er sie auf mich richten konnte, hatte ich bereits meinen Platz verlassen. Innerhalb eines Wimpernschlags stand ich dicht vor ihm und hatte sein rechtes Handgelenk fest gepackt. Verblüfft blinzelte er, dann verzerrte sich sein Gesicht vor Schmerz. Ich verdrehte das Gelenk und schließlich hörte ich das leise Knacken, als es brach. Die Waffe entglitt seinen nun kraftlosen Fingern und er drohte in die Knie zu sacken. Blitzschnell drehte ich mich unter dem Arm hindurch und verdrehte ihm somit den Arm auf dem Rücken. Mit ein wenig nachhelfen meinerseits sank der Mann nun wirklich auf die Knie. Nun griff ich mit der rechten Hand zu, versenkte sie in seinen Haaren und riss seinen Kopf zurück. Er fürchtete sich, ich konnte sein Adrenalin riechen. Oh wie ich es liebte, wenn sie Angst hatten!
Jetzt begann er sogar leise zu betteln. “Bitte...bitte...” Das war einfach nur Musik in meinen Ohren. Ganz nahe kam ich mit meinen Lippen an sein linkes Ohr. “Weißt du,” flüsterte ich, “man muss schon ziemlich dumm sein um in das Haus eines Vampirs einzubrechen.” Mit diesen Worten festigte ich meinen Griff, zog seinen Kopf etwas zur Seite und schlug meine scharfen Zähne in seinen Hals. Er zuckte und versuchte sich zu wehren. Doch das lies bald nach, langsam wurde er ruhiger und wurde schlaff in meinem Griff. Jetzt bekam er die erotisch-lähmende Wirkung meines Bisses zu spüren und eigentlich war es nun sogar unnötig den Mann noch weiter festzuhalten. Das heiße, süße Blut erfüllte meinen Mund und stachelte meine Gier, meinen unbändigen Hunger noch mehr an. Kurz nach dem Aufwachen ist der Durst immer am heftigsten und das erste Opfer der Nacht überlebt für gewöhnlich nicht. Über die vielen Jahrhunderte, die ich nun schon existierte hatte ich gelernt mich selbst dann zu kontrollieren. Das machte die ganze Sache noch interessanter.
Aber dieses Mal würde ich mich nicht zurückhalten. Dieser Mensch war in mein Heim eingedrungen, dafür würde er nun sterben. So trank ich weiter und weiter und spürte voller Lust, wie der Körper immer schwächer wurde. Ich konnte hören, wie sein Herzschlag immer schwächer und langsamer wurde und mit dem letzen Schlag lies ich ab von ihm.
Man musste den Zeitpunkt gut abpassen. Es war nicht gut über den Tod des Opfers hinaus zu trinken. Zu leicht konnten sie einem dabei mit sich reißen. Hörte man aber zu früh auf überlebten sie vielleicht und wurden zu einem Ghul, also so etwas ähnliches wie ein Zombie. Sehr unangenehm und lästig obendrein!
Natürlich konnte man das unterbinden, indem man sein Opfer vom eigenen Blut trinken lies und es dadurch zu einem Vampir machte. Aber dann hatte man den Neuling am Hals. Man musste Jungvampiren erst Kontrolle beibringen, denn sonst töteten sie instinktgetrieben und willkürlich, was auch geschah wenn man sie alleine lies. Das zog natürlich ungewollte Aufmerksamkeit auf unsereins. Außerdem waren zu viele Vampire an einem Ort auch nicht gut, die Konkurrenz drückte dann gewaltig und es kam zu Kämpfen mit unseresgleichen.
Natürlich konnte man auch auf Nummer sicher gehen und sein Opfer nach begangener Tat einfach den Kopf abreißen. So jemand stand gewiss nie mehr wieder auf. Oder man trank sie einfach nicht leer und lies sie am Leben, das ging natürlich auch. Jene lebten einfach ihr Leben weiter und entweder vergaßen sie was geschehen war oder sie getrauten sich nicht darüber zu sprechen, aus Angst, das man sie für verrückt halten könnte. Wenn doch einer redete, dann hielt man ihn meistens für verrückt.
Ich persönlich war immer der Auffassung das es schlicht eine Sache der Übung ist.
Ich richtete mich auf und leckte mir die letzen Blutstropfen von den Lippen. Ebrona hatte nun doch

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Kommentare

Anariel schrieb am 2007-07-30 20:26:41:
Hallo Sonnenwoelfin,

freut mich, das dir meine Vampirin sympatisch ist und dir die Geschichte gefaellt.
Nun wie gesagt, es kam vor allem wegen dem Wiedererkennungswert rein, denn Dracula ist nun mal Dracula. -grins-

Ich kann dir auch verraten, das bereits ein neues Abenteuer meiner Nachtjägerin in Arbeit ist. Eines bei dem sie doch etwas ins Schleudern gerät....mehr wird nicht verraten.

LG Anariel
Sonnenwoelfin schrieb am 2007-07-15 20:36:36:
Wieder eine Vampirin die mir seeehr sympathisch ist ;) Ich finde auch nicht das die Sache mit Vlad, dem Pfähler und Van Helsing nicht abgedroschen ist sondern bei einer Vampirgeschichte dazugehört ;) schließlich ist dracula der berühmteste Vampir überhaupt und eine Verbindung zu ihm find ich nicht schlecht. Auf jeden fall weitermachen! :D

lg
wölfin
Anariel schrieb am 2006-12-28 09:56:24:
Hihi, Lucia.-g-

Diese beiden Sachen habe ich auch tatsächlich nur wegen dem Wiedererkennungswert reingetan. Soll heißen, damit auch wirklich jeder kapiert um was es geht.-fg-

Ok, mit der Gruppe Van Helsing wird meine Hauptperson,Sabrin, wohl noch öfter aneinander geraten, aber Darcula wir defenitif nicht mehr, bzw nur noch ein einziges Mal in dieser Geschichte auftauchen, das muß ich erst noch entscheiden.-g-
Anariel schrieb am 2006-12-01 04:46:10:
Hallo RisingSun,

nun ich hoffe, ich konnte meiner Vamirin ihre unberechenbare, unheimliche Bedrohlichkeit erhalten. Und ich hoffe ebenso, das ich ihr die Aroganz geben konnte, die ein Wesen fühlen muss, wenn es schon länger als zweitausend Jahre lebt und Menschen als Beute betrachtet.
Ich danke dir, stimmt es heißt Vlad nicht Flat.

Mit liebem Gruße
Anariel
Lucia schrieb am 2006-11-29 19:03:50:
Wieder einmal echt tolle Story und Stil! Hm, als Kurzgeschichte würde sie genauso gut passen wie als Fortsetzungsserie. Ich wüsste wirklich nicht, was ich da machen würde... Allerdings finde ich das Dracula und die Van Helsings ein wenig ... abgegriffen, das kennen viele von woanders, denk ich.

Lg,
Lucia
RisingSun schrieb am 2006-11-29 15:26:23:
Ach, was ich eben vergessen habe: Ich glaube, Dracula heißt Vlad Dracul, nicht Flat.
RisingSun schrieb am 2006-11-29 15:25:49:
Ungewöhnlich, aber sehr schön.
Zwar gibt es inzwischen viele Autoren, die Vampire als beinahe normale Menschen darstellen, aber nur wenige schaffen es, dass ihr Bild des Vampirs trotzdem sehr bedrohlich und unberechenbar ist. Eine Fortsetzung würde ich auf jeden FAll lesen.
Anariel schrieb am 2006-11-23 20:04:39:
Hallo Maria,

freut mich, das sie dir gefällt.
Vielleicht lasse ich sie wirklich noch mehrer Abenteuer erleben, mal sehen. Ideen sind genug da. Diesmal werde ich aber eher eine Serie an Kurzgeschichten daraus machen und keine Fortsetzungsgeschichte.

Mit liebem Gruße
Anariel
Fantasy-girl schrieb am 2006-11-23 19:30:25:
Wow ich bin begeistert einfach toll.Bitte schreib weiter.
maria schrieb am 2006-11-21 20:09:14:
Deine Geschichte ist so spannend!!!
Ich würde mich freuen, wenn deine
Sabrin noch weitere Abenteuer erleben
würde!!!

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