Nachtschattengewächs
von
Hermione
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Er war ein Gott.
Sah er sein Ebenbild im Spiegel, dann kräuselten sich seine schmalen Lippen zu einem boshaften Lächeln.
Sein braunes, lockiges Haar reichte bis zu den Beckenknochen, und es war sein ganzer Stolz.
Er war blass; seine Hautfarbe bildete einen wunderbaren Kontrast zu seinen dunklen Augen.
Bestimmt hätte ihn niemand älter als siebzehn geschätzt, doch der Schein trug: er hatte bereits das zweiundzwanzigste Lebensjahr erreicht.
Er liebte das andere Geschlecht über alles, und die Frauenwelt begehrte ihn sehr.
Die Creme de lá Creme riss sich förmlich um ihn, und er genoss es.
Er war ein Nachtschattengewächs, schlief tagsüber und fing nachts an zu leben.
Wenn er erwachte, legte er seine schwarze Hose an, meistens ein schwarzes Spitzenhemd und zog zuletzt noch seine Kniehohen Doc Martens an; perfekt war der Goth.
Fast perfekt: er schminkte seine Augen, was eine edle Erscheinung aus ihm machte.
Dann verließ er seine Wohnung, die voll gestopft war mit Kerzen, Totenköpfen und anderen merkwürdigen Dingen.
Sein langer, dunkler Mantel wehte im kühlen Nachtwind; er fühlte die Blicke der Menschen auf sich ruhen.
In der Disco dann, saß er an der Bar und hielt Ausschau nach ihr.
Dem auffälligsten Mädchen, dem lebendigsten von allen…
Bald hatte er es gefunden.
Und so wie er es bisher bei allen gemacht hatte, lud er sie auf einige Drinks ein, füllte sie so sehr ab, bis sie kaum noch gehen konnte und verließ zusammen mit ihr das laute Gebäude.
Dann führte er sie weit fort von allen Menschen, ließ die Zivilisation hinter sich, fühlte den eisigen Vollmond in seinem Nacken; der nahe Wald war dicht, und einsam.
Seine Schritte waren kaum auf dem mit Laub bedeckten Boden zu hören, ihre schon.
Langsam ließ er das Mädchen auf den Boden gleiten, und machte sich über ihren lüsternen Blick lustig.
Er wusste, was sie von ihm erwartete, was sie wollte, aber darauf war er nicht aus.
Trotzdem riss er ihr die Kleidung vom Leib, als würde diese brennen, und kniete sich über sie.
Zärtlich küsste er ihr Schlüsselbein, wanderte dann zu ihrem Hals, leckte darüber und biss sie leicht.
Als das wollüstige Weib auch noch darüber kicherte, verstärkte er seinen Biss und wartete, ob ihr das auch gefiel.
Sie mochte es, also machte er weiter.
Seine Hände pressten ihre Arme auf den Boden, dann biss er noch einmal in ihren Hals.
Seine Küsse wanderten den Hals empor, ihr Kinn entlang und fanden schließlich ihre Lippen.
Er beendete den innigen Kuss rasch, lächelte die ihm Unterworfene an und strich ihr über die Wange.
Dann warf er völlig unerwartet den Kopf zurück, gab ein unheimliches Zischen von sich, und schlug seine Zähne in ihren Hals.
Der Biss war so heftig, dass das Mädchen aufschrie, sich wehren wollte, aber zu betrunken war und der Kraft des Mannes nicht trotzen konnte.
Gleich darauf füllte sich sein Mund mit dem warmen Blut, und er trank es gierig.
Die Frau unter ihm zuckte wild, und es raubte ihm die Nerven.
Mit voller Kraft schaffte er es, ihr die Halsschlagader zu durchtrennen, und wenige Sekunden darauf war sie tot.
Nachdem er seinen Durst gestillt hatte, kroch er von ihr, fischte einen kleinen Dolch aus seiner Tasche, schnitt ein Pentagramm in das Fleisch ihres Bauches und lächelte zufrieden.
Ein Stück darunter öffnete er ihren Bauch, holte ihre Leber und ließ diese in seiner Manteltasche verschwinden.
Dies würde ein Festessen geben.
Vielleicht würde er seine Eltern ja dazu einladen – und wieder spiegelte sich ein selbstzufriedenes Lächeln auf seinen Lippen…
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Kommentare
Keller schrieb am 2007-04-23 14:47:51:
Die Geschichte zu einfach geraten
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