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Kategorien > Alltag auf meiner Art > Gelegenheit

Nächte von denen man sich nichts verspricht und de

von Michael Behofsics

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Nächte von denen man sich nichts verspricht und der Morgen danach

Ich weiß noch ich bin gerade verlassen worden und hab mich daraufhin besoffen.
Meine Stimmung war im Keller, was mich nicht gerade zu sprühender Konversation animierte. Das machte aber nichts, zum Glück konnte Ich einfach mit ein paar Leuten dasitzen und trinken ohne mir Mühe geben zu müssen jemanden zu unterhalten oder selbst unterhalten zu werden. Das Bier und der Whiskey und der Vodka taten ihr übriges.
Natürlich kann man einen Abend nicht stillschweigend verbringen wenn man in Gesellschaft ist, das heißt es ginge schon, aber davon wird man verrückt. Damals habe ich beschlossen nicht mehr alleine zu trinken. Das endete immer übel. Entweder verletzte ich mich irgendwie, oder was viel schlimmer war, ich telefonierte. Jemand wie ich sollte kein Telefon besitzen. Nachdem ich etwa zwei Liter Wein in mich hinein geschüttet hatte und noch ein paar Biere getrunken hatte, griff ich zum Telefon und rief zum Beispiel meine Ex an. Das hatte wüste Schimpftiraden zur Folge, weil es für gewöhnlich zwischen Drei und Fünf Uhr morgens war,
und ich blieb selbst meistens auch nicht gerade höflich. Jedenfalls, saßen wir so in der Bar und tranken, vier Typen. Und nur einer Solo, Ich. Das war natürlich schon beschissen genug, aber sich dann noch anhören zu müssen dass das alles nicht so Schlimm sei, oder dass sie genau wüssten wie es mir ginge. Naja das stimmte wahrscheinlich alles, aber in meinem Hinterkopf hämmerte immer der Gedanke, dass die ja auch später zu Ihren Freundinnen unter die Decke kriechen würden, und vor dem Einschlafen vielleicht noch die Federn quietschen lassen.
Tja und so ging der Abend dahin, es war frustrierend, der Alkohol hielt wenigsten was er versprach. Nach einigen Runden war ich auch schon so weit bedient, dass mir alles am Arsch vorbei ging und ich von Lokal zu Lokal zog. Für gewöhnlich sagte es mir nicht zu in überlaufenen Läden zu hocken und mich ständig an rempeln zu lassen weil kein Platz da ist. Und diese Nacht war da keine Ausnahme, aber manchmal ist es doch eine gute Gelegenheit um Bekanntschaften zu machen. Nur war mir nicht nach Bekanntschaften, und schon gar nicht wollte ich mich von irgendeiner Schnepfe langweilen lassen die sich unter guter Unterhaltung eine romantische Komödie vorstellt. Mir graute vor dem Gedanken. So ließ ich die Musik über mich ergehen, schnorrte Geld für Bier und Whiskey zusammen und machte mich irgendwann Stock besoffen auf den Heimweg. Ich freute mich darauf meinen Kopf im Polster zu vergraben und bis Mittag zu schlafen, und gerade als ich am Einschlafen war klingelte mein Handy. Ohne auf das Display zu sehen hob ich ab.
„Hey!“ begrüßte mich eine leicht lallende Tanja viel zu laut.
„Hey was gibt’s?“ frag ich.
„Meine Fahrgelegenheit hat sich rar gemacht, kann ich bei dir pennen?“
„Sicher,“ sag ich „wann bist du da?“
„Ich steh vor der Tür.“
Also zog ich mir ein T-Shirt an und ließ Sie rein. Kaum hatte ich die Tür offen, drückte Tanja mir eine Flasche Bier in die Hand und einen Kuss auf die Lippen.
„Na wie geht’s? Hab gehört du bist wieder Solo?“ fragt sie.
„Yeah.“ Sagte ich und köpfte die Flasche.
„Na dann Cheers.“ Wir stießen an, auf den langsamen quälenden Leidensweg der sich Leben schimpft.
Wir tranken und redeten und küssten uns und redeten weiter. Als wir die Flaschen gekillt hatten schaltete ich das Licht aus. Als ich sie im Arm hielt und Ihre Haut auf meiner Spürte, bekam ich einen Steifen. Sie konnte es fühlen und drückte ihren Arsch an meinen Schwanz. Ich fing an Ihre Brüste zu streicheln. Kurz machte ich mir sorgen das mir der Ständer zusammenfällt, ich hatte doch schon einiges gebechert, aber als sie ihn nahm und ihn bei ihr rein steckte war er Steinhart, und blieb es auch. Aber es war ein Kampf, ich stieß drauflos als wäre es der letzte Fick meines Lebens, und hoffte insgeheim dass er das nicht war. Bald fing sie auch an zu quietschen und zu schreien. Das motivierte mich, und als sie gerade richtig abging und zuckte und sich wand kam es mir. Es war gut und dauerte bestimmt eine ganze Minute.
Mein Schwanz flutschte aus ihr raus, sie drehte sich noch einmal um und küsste mich, dann schliefen wir ein.
Erst gegen Elf Uhr wachten wir auf weil mein Handy klingelte, ich hob nicht ab, sondern griff mir meine Zigaretten, zündete zwei an und reichte Tanja eine.
Während wir rauchten sagten wir nichts, ich rekapitulierte den vergangen Abend und kam zu dem Schluss dass er gar nicht so übel war. Ich hatte niemanden beleidigt oder attackiert, hab mich mit Erfolg voll laufen lassen und hatte unerwarteter Weise sogar noch Sex.
Tanja setzte sich auf.
„Ich geh mal Duschen und aufs Klo, ich glaub ich sitz' auf einem Liter Sperma.“
Ja, der Abend hatte was, und als ich im Kühlschrank noch ein paar Dosen Bier sah, kam ich zu dem Schluss dass dieser Morgen auch nicht für die Katz war.

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