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Kategorien > LINGUISTI > Fantasy

Necro-Reader 3.Band

von Leinad Linguisti

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Höre den Schrei! (3. Band der Necro-Reader-Reihe)


5.Teil: Der Dämonenjäger


I.

Davidson nahm die Hand zurück. Ich hörte seinen Atem. Ein schnelles Luftholen. Er dachte nach. Sein nächster Satz enttäuschte mich am meisten.
„Ich hatte gedacht, dass du nicht weißt, was die Zeichen bedeuten.“
„Du hast mich belogen. Wie lange jagst du meinesgleichen schon?“
„Etwa sieben Jahre. Zu dieser Zeit wurde mein Vater vom Fürsten der Finsternis in den Tod getrieben. Ich schwor Rache.“
„Der Fürst? Welchen Grund sollte er haben?“
„Er hatte Angst vor meinem Vater, warum weiß ich auch nicht.“
„Du hast mich belogen“, wiederholte ich noch einmal. Wie lange willst du das noch fortsetzen?“

„Du bist nicht mindern verlogen, Ben. Aber das liegt wahrscheinlich in deiner Natur.“
„Bringst du mich jetzt um?“
„Warum denkst um immer, ich wollte dich töten? Hast du Grund zu der Annahme dass ich es wirklich tu?“
„Ich bin ein Dämon und du ein Jäger, es gehört sich so.“
„Also soll ich nur der Etikette wegen auf dich einprügeln und sagen: Stirb Dämon, stirb?“


II.

„Deinen Humor hast du nicht verloren“, sagte ich bissig. Wo ist das Buch?“
„Buch? Was für ein Buch?“
Ich drehte mich ruckartig zu ihm um und verkrallte mich in seiner Kehle. Davidson röchelte und ich stieß ihn mit dem Kopf gegen die Wand. Er wollte mir in die Eier treten, doch ein Schlag gegen seinen Kehlkopf ließ ihn von solchem Blödsinn absehen. Ich stieß seine Beine auseinander und legte mich auf ihn.
„Wo ist es? Wo ist das Necronomicon? Ihr habt es ich weiß es.“
Es war ein Schuss ins Blaue, der mit einem Volltreffer endete.
„Woher weißt du davon“, fragte er mich schockiert? Es existieren keine Aufzeichnungen darüber.“

„Ich bin beauftragt worden es zu suchen und zurück in die Bibliothek zu bringen. So schlau das FBI auch sein mag, kein Sterblicher kann dieses Buch sehen. Ein Dämonenjäger dagegen könnte es vielleicht.“
„Schlauer Dämon“, witzelte Davidson. Willst du jetzt ein Leckerli?“
„Verarsch mich nicht“, wütete ich. Ich bin nicht zu Scherzen aufgelegt. Wo ist es?“
„Im Hauptquartier, aber dahin zurückzugehen wäre blanker Selbstmord. Du würdest nicht in einem Stück hinauskommen.“
„Das habe ich auch nicht vor. Du wirst mich dort wieder hineinbringen.“
Ich berührte Davidsons Brust und die Häarchen richteten sich auf. Ich spürte eine Säule in meinem Bauch und sah ihn scheinheilig an.
„Sag mir nicht, dass du grad einen Ständer gekriegt hast?“
III.

Der Spezial Agent grinste unschuldig.
„Kann nichts dafür. Du machst mich halt an. Wie wäre es, wenn ich mal oben liege?“
„Keine Chance.“
Davidson nickte, als habe er das erwartet. Dann schob er seinen Oberkörper vor und rammte mir seinen Kopf gegen die Stirn und der war hart. Waren sicher Steine drin? Ich keuchte und ließ seine Hände los, dass war das Zeichen für ihn sich auf mich zu stürzen. Wir landeten beide auf dem Boden. Ich geriet ins Schwitzen. Der Mann hatte die Kraft eines Herkules und das Stehvermögen eines Ochsen. Zu Schade, dass wir Feinde waren.

Blut sammelte sich in meiner Mundhöhle und ich spie es aus. Davidson wischte sich den Schweiß von der Stirn.
„Schon müde“, neckte ich ihn.“
Der Agent zeigte mir den Mittelfinger.
„Ganz sicher nicht, Höllenbrut.“
Er griff auf den Nachttisch neben sich und hielt mir seine geladene Waffe gegen die Stirn. Nicht schon wieder die Leier, stöhnte ich innerlich.
„Hast du keine neuen Tricks auf Lager?“
„Nur noch einen.“
Er berührte die Linien auf seinem Bauch. Sie glühten auf und verströmten einen magischen Schein. Ich zischte. Dass sie magischen Ursprungs waren hatte ich nicht gedacht.


IV.

Davidson lächelte mich an, während die Linien weiteres Licht aussandten.
„Du siehst so überrascht aus, Spermafresse. Das ist die Spezialfähigkeit des Sinclair-Clans.“
Ich lächelte zurück.
„Ich wundere mich nur, dass auf deinen Eiern keine Zeichen sind, Trottelvisage.“
Die Magie der Symbole schwächte meinen Körper.
„Gleich wird es vorbei sein, Dämon. Dann kannst du dem Fürsten der Finsternis wieder den Arsch küssen.“
Ich stöhnte. Langsam tat es wirklich weh.
„Wer sagt, dass ich das tun will. Ich würde viel lieber dir den Arsch küssen.“
„Dafür ist es jetzt zu spät.“
Ich setzte meinen Hundeblick auf. Ein Blick dem so mancher Mann erlegen war, mit blutigem Ausgang.
„Aber ich dachte du liebst mich“, fragte ich ihn erschüttert? Das kannst du doch nicht machen.“

Die von mir beabsichtigte Reaktion trat ein. Davidson schien sich nicht mehr sicher zu sein. Die Magie schwächte ab. Mein Glück. Mit einem gellenden Schrei warf ich mich auf ihn und verbiss mich in seiner Schulter. Der Spezial Agent jaulte auf und versuchte mich wie einen räudigen Hund abzuwerfen. Meine Zähne sanken tiefer in sein warmes Fleisch. Blut spritzte mir in den Mund. Davidson schlug und trat mich, doch ich ließ nicht locker.
„Lass endlich los, du Wixxer“, bluffte er mich an.“
Er gab mir einen Kinnhaken. Meine Zähne knackten. Reflexartig ließ ich seine Schulter frei, aber nicht ohne vorher noch ein großes Stück Fleisch mit rauszureißen.
„Sag mal spinnst du“, pflaumte er mich an. Du bist doch irre.“

Ich wischte mir über den Mund. Blut war nicht gerade meine Lieblingsnahrung, aber ich glaubte kaum, dass mein Agent mich woanders dran ließ.
„Was erwartest du von einem Dämon? Dein Fleisch ist übrigens sehr salzig. Hast du Angst?“
„Ich schlage dir einen Waffenstillstand vor.“
Die Nachricht überraschte mich jetzt so gar nicht.
„Weil ich mächtiger bin als du?“
„Nein, weil du grad eine Minibombe an deiner Fresse kleben hast und ich nur ungern aufräume.“
Ich hörte das Piepen und wollte nach dem Sender greifen.
„Das würde ich nicht tun, wenn ich an deiner Stelle wäre.“
Ich ließ die Hand zurückfahren. So gefährlich sah das kleine Ding gar nicht aus.
„Du bluffst.“
Davidson hob eine kleine Fernbedienung auf.


V.

„Teste mich. Der Sprengsatz ist stark genug um dir die Eingeweide rauszureißen und ich glaube kaum, dass eine Banshee ihre Gliedmaßen heilen kann.“
Mir trat der Schweiß aus allen Poren. Dieser Dreckskerl. Schon wieder war ich in die Enge getrieben. Sollte ich es auf einen Versuch ankommen lassen. Immerhin würde ich als Held der Hölle gefeiert werden. Doch ich war ein Feigling. Ich ließ die Schultern sinken.
„Also gut du hast gewonnen. Was willst du?“
„Deine Hände auf dem Rücken, deinen Körper auf dem Boden kniend und meinen Schwanz in deinem Mund.“
Ich dachte erst, dass es ein Scherz sei, doch die Art wie Davidson mich ansah ließ nur den Schluss zu, dass er von meiner Blastechnik begeistert war.
„Vergiss es.“
„Dann nur deine Hände auf dem Rücken.“
„Vergiss es.“
„Was schlägst du dann vor?“
Ich sah ihn an und dachte nach. Dann grinste ich breit.
„Du kannst mir auch mal einen blasen.“
„Ich hab was Besseres.“


VI.

Wenn Sex der Himmel auf Erden sein sollte, befand ich mich im Luxuszimmer. Davidson war so zärtlich. Zwar belauerten wir beide uns noch immer gegenseitig, aber das verging schnell,

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