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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Nemesis

von Stefanie Kreis

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Schweres atmen drang weit in den verlassenen Park hinein, der außerhalb der schon seit langer Zeit zerstörten Stadt lang. Mit seinem kalten Antlitz blickte der Vollmond auf die dunkle Welt nieder. Die übrig gebliebenen Schnneereste blitzen weiß im Schein des Bewachers der Nacht. Die wenigen Menschen die in den Häusern lebten, verkrochen sich zusammengekauert in die wärmste Stelle ihres Lagers. Die Alten saßen noch in Decken gehüllt vor dem Feuer und erzählten den Jüngern von schon längst vergangenen Zeiten. Vor den großen Völkerkrieg. Selbst diese konnten sich nur schwach daran erinnern, wie das Leben damals war. Sie konnten sich nur auf die Erzählungen ihrer Eltern verlassen. Mit großen Augen lauschten die Jungen den Worten der Alten und versuchten sich die Welt damals vorzustellen. Auch die Frau die gehetzt aus dem Lager lief lauschte schon vor Jahren als kleines Kind den alten Leuten über die Zeit vor der Zerstörung der damaligen Zivilisation. Damals gab es alles im Überfluss. Nahrungsmittel konnte man sich in einem großen Laden kaufen, aus langen voll gefüllten Regalen. Autos konnten fahren und jemanden schnell von einem Ort zum anderen bringen. Jetzt standen sie wie stumme Skelette auf einem Haufen und ihre Vergangenheit ließ sich nur erahnen. Wärme kam aus einer Heizung und Lampen spendeten Licht. Für alle die diesen Geschichten lauschten war es eine Traumwelt in dem Überfluss und Bequemlichkeit herrschte. So genannte Fernsehapparate konnten sie sich nur schwer vorstellen. Im Gegensatz zu ihren Wohnungen waren die damaligen wahr Paläste. Heute musste man sich Kleidung selbst herstellen, nirgends gab es große Häuser die damit gefüllt waren. Faszinierend war der Gedanke das Wasser aus langer Rohren kam und man sie nur öffnen brauchte. Doch diese längst vergangene Zeit lebte nur in den Erinnerungen, Erzählungen und der Träumen der Menschen weiter, denn ihr Leben sah härter aus. Die Menschen waren zu einer Gemeinschaft zusammen gerückt, denn man brauchte sich zum Überleben. Nachrichten von anderen Gemeinschaften kamen nur selten. Die lange Wegstrecke schaffte man nur zu Pferd. Mit Geschichten über den großen Krieg erschreckten die Alten die jüngere Generation, aber sie fanden es wichtig dass diese aus den Fehlern von damals lernten. Viel Blut befleckte damals die Erde und der Wind war erfüllt von Wehklagen und Schmerzensschreien. Die Explosionen konnte man kilometerweit hören. Eiskalt lief es den Zuhörer den Rücken hinab, als wären sie damals dabei gewesen. Die Gräueltaten ließen die Alten nicht aus die die Menschen untereinander begingen. Mit Tränen in den Augen hörten die Jungen zu und schämten sich ihrer Selbst. Unvorstellbar war das damals Geschehene. In der damaligen Zeit hieß das Töten „Dezimierung der Menschheit“. Der Konflikt zwischen den Völkern artete unkontrollierbar aus. Riesige Staudämme wurden gesprengt, dabei überfluteten die Wassermassen Städte und die Menschen ertranken darin. In den Himmel regende Häuser stürzten über die Menschen ein. Die meisten Verwundeten starben ohne Rettung dahin. Krüppel und Kinder sichten dahin und meistens übernahm die Natur den Todesboten. Sehr viele Menschen kehrten in den Schoß Mutter Natur zurück. Jahre lang herrschte Krieg und machte weder vor Landesgrenzen noch dem Meer halt. Wie beim Dominospiel setzte nur ein Stein eine lange Kettereaktion in gang. Was von dem Traumland übrig blieb war nichts. Das Wissen was man noch besaß gab man an die nächste Generation weiter. Einige Versuche gab es die alte Ordnung wieder aufleben zu lassen die doch alle misslangen. Die kalte Hand des Winters griff wieder nach den Menschen und wie viel den Winter überleben würde konnte niemand sagen.
Die Frau entfernte sich immer weiter vom Lager und lief einen schmalen Pfad entlang. Die klirrend Kälte ließen die Tränen gefrieren die ihr die Wange hinab liefen. Durch ihr dünnes weißes Kleid konnte sie die Kälte auf ihrer ganzen Haut spüren. Ihr Haar wehte wie ein Banner. Schnell trugen sie ihre Füße zu ihrem ersehnten Ziel. Die Freude die sie empfand ließ sie die Kälte vergessen. Vergessen waren all die Jahre der Furcht, der Entbehrungen und der harten Arbeit auf dem Feld. Endlich wusste sie wieder wer sie war. Solange lag die Erkenntnis in ihrem Gedächtnis vergraben. War die Zeit ihrer Buße nun vorbei? Auf der Anhöhe angelangt ließ sie ihren Blick über die Landschaft schweifen. Die kalte Atemluft brannte in ihrer Lunge und ihre Hände liefen blau an. Ungeduldig wollte sie weitergehen, doch sie erschrak hinter ihr stand ein er. Es war nun soweit. Er stand nicht weit von ihr entfernt und wartete auf sie. Jede Faser ihres Körpers erkannte ihn wieder. „Komm mit mir nach Hause.“, sagte er und streckte ihr die Hand entgegen. „Wieso habt ihr den Krieg zwischen den Menschen zugelassen? Warum habt ihr ihn nicht verhindert?“, fragte sie und ging auf ihn zu. „Du redest also immer noch für die Menschen und willst sie beschützen. War es nicht schon Strafe genug als Mensch leben zu müssen? Bist du den nicht einsichtig geworden?“ „Ich weis jetzt warum du mich als Mensch leben ließest.“ „Du weist es, dann sag es mir.“ „Menschsein ist nicht einfach von der Geburt bis zum Tod. Viele Tage der alltäglichen Erschöpfung und Wehmut habe ich durchlebt, aber auch glückliche und fröhliche Stunden an die ich mich gerne erinnere. Das Leben machte meinen Erfahrungsschatz reicher und ich bin froh darüber gelebt zu haben. Aber ich muss gestehen dass du Recht hattest. Das Urteil welches du fälltest war richtig gewesen, auch wenn es viel Leid bedeutete. Zuviel Schutz und Behütung ist nicht gut. Sie mussten lernen alleine mit ihren Konflikten zurecht zu kommen, aber ich bin sicher das sie aus ihren Fehlern lernten und lernen werden. So viele wertvolle Leben wurden ausgelöscht. Einfach so. Es tut mir weh wenn ich darüber nachdenke.“ „Wie du sagtest sie mussten lernen auf sich selbst aufzupassen und endlich reifer zu werden. Ein Kind kann kein Kind auf ewig bleiben es muss wachsen aus sich selbst heraus. Ich habe das vertrauen das sie sich selbst wieder Neues errichten werden. So ein Prozess kann nur untergroßen Opfern gelingen und sie haben ihr Opfer selbst gewählt. Ihr Leben. Sie haben sich selbst zerstört und sie werden sich selbst wieder erheben.“ Sie nahm seine Hand: “Menschen hielten sie sich nicht für klug und doch verdeckte diese Klugheit ihre Dummheit. Sich selbst schadend durch Hass, Rache und Neid. Wie ein kleines Kind. Verstehe nur jemand wie sie sich gegenseitig töten konnten. Verstehen sie nicht wie wertvoll das Leben ist und das sie doch alle gleich sind.“ „Sie sind getrennt durch ihre eigene erschaffene Denkweise. Das konnte nicht gut gehen. Der eine wollte die Vormachtstellung und war über alles erhaben, viel weiter entwickelt in verschiedenen Dingen. Und die Anderen hinkten hinterher. Durch die Natur des Menschen wie Neid, Arroganz waren ihr Untergang.“ „ Viele Fehler hat er, das weiß ich Azrael. Du könntest noch viel mehr aufzählen, doch auch du

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Kommentare

Anariel schrieb am 2007-04-04 19:47:27:
Sehr schön geschriebene Geschichte, die mir vom Thema auch gut gefällt.

Gäbe sicher nen tollen Epilog für einen längeren Roman ab, ist aber auch Kurzgeschichte schön zu lesen.

Mit liebem Gruße
Anariel

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