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Kategorien > Fantasy > Sehr ungewöhnlich

Nicht wirklich empfehlenswert

von Schattenschalk

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Elenia Silaris war ihr Name. Ihre Freunde nannten sie
Eli. Eli hatte einen Stein gefunden. Der Stein
glitzerte im Tageslicht. Er war aufwändig bearbeitet.
Der perfekte Octagon-Schliff hatte kleine Treppen in
den roten Stein gepflanzt. Das Kind betrachtete die
schöne Farbe. Ihre drei Finger strichen über das glatte
Material. Nicht der kleinste Einschluss war zu
erkennen. Er war riesig, wog annähernd 250 Gramm. Als
sie genauer hineinsah, erkannte sie etwas schwarzes,
waberndes, was im Kern zu pulsieren schien.
Plötzlich eine Stimme hinter ihr.
"So etwas nennt man einen Rubin. Es diente dazu,
die Menschen zu schmücken. Es ist wertlos. Wirf es wieder weg!"
Die Kleine drehte sich zu ihrem Vater. legte den Kopf
schief und lächelte ihn an.
"Och bitte, Papa. Ich möchte ihn behalten. Er ist
so schön. Darf ich? Bitte, bitte."
Der Vater seufzte und tat resignierend.
"Na schön, Eli. Aber lass ihn nicht rummliegen. Du
weißt wie gerne dein verrückter Haskarie Mineralien
frisst. Nachher bekommt er wieder Durchfall."
Eli machte ein böses Gesicht.
"Ama ist nicht verrückt. Er spielt nur gerne.
Hättest du dein Werkzeug weggeräumt, hätte er es nicht gefressen."
Jetzt seufzte der Vater tatsächlich resigniert.
"Du bist schon wie deine Mutter."
Trotzdem lächelte er, als er sich umdrehte und ging. Im
Hintergrund ging wieder der Maschinenlärm los, als ihr
Vater sich an die deffekten Drosselklappen begab.

Doch, so wie immer, vergaß Eli auch diese gutgemeinte
Warnung. Sie hatte den Stein neben ihre Schlafstädte
gelegt. Ganz leise hatte sich Ama in den Schlafraum
geschlichen. Seine lange Zunge tastete sich verstohlen
zu dem roten Edelstein, fing ihn ein und schluckte ihn.
Ganz leise schlich er sich wieder aus dem Zimmer. Seine
starke Magensäure klang wie eine Brausetablette, die
sich in einem Wasserglas auflöste. Plötzlich hustete
der Haskarie heiser. Eli erwachte. Sie sah den
schuldbewußt blickenden Haskarie und ihr Blick wanderte
an die Stelle, wo Sekunden zuvor noch der Rubin lag.
Die lange Speichelspur verriet das Tier. Sich auf ein
Riesendonnerwetter gefasst machend, duckte Ama sich und
rülpste ängstlich. Dann, ganz plötzlich, stieß das tier
auf und erbrach eine Rauchwolke. Die Wolke
manifestierte sich und eine unheimliche Gestalt erwuchs daraus.
Die Gestalt war über zwei Meter groß, hatte zwei lange
Hörner, einen muskelbepackten roten Körper und eine grollende Stimme.
"Endlich", donnerte es. "Endlich wieder
frei. Nach all der Zeit, des Eingespertseins. Ihr
törichten Sterblichen habt wirklich gedacht, dass ihr
mich, den Fürsten der Finsternis, für immer in diesem
Rubin bannen könnt? Hahahahahahaha! Ich habe euch eines
besseren....... Was ist denn das? Iiiihh, ist das gruselig!"
Der Teufel besah angewidert die ungewöhnliche Gestalt,
die in der runden Schlafschüssel lag und ihn aus einer
Vielzahl, facettenartiger Augen ansah. Das kleine Wesen
hatte eine schleimige, braune Haut und roch so intensiv
nach Zwiebel, dass dem Teufel schlecht wurde. Die
Hundegroße, weiße Made, die ihn feindselig anrülpste,
machte es auch nicht gerade erträglicher. Erschrocken
sprang der Teufel zurück.
"Hallo! Ich bin Eli. Ist dein Materietransporter
defekt? Von welcher Rasse stammst du? Brauchst du Hilfe?"
Die Stimme der Kreatur klang wie reißendes Papier.
Des Teufels Augen blickten verwirrt umher.
"Wo bin ich? Warum fühle ich keine Menschen?"
Eli stand auf. Ihre fünf tentakelartigen Beine
klatschten schwer auf den metallischen Boden.
"Geht es dir nicht gut? Du bist an Bord unseres
Kluftspringers. Menschen? Wieso Menschen? Sprichst du
von der ausgestorbenen Rasse, die einst diesen
Museumsplaneten bevölkerte?"
Der Schock wollte erst einmal verdaut werden. Der
Teufel ließ sich schwer in ein unbequemes Sitzmöbel
fallen und sprach zu sich selbst.
"Ausgestorben? Aber wieso? Was ist passiert?"
Eli trat an eine wabernde Konsole. Behende spielten
ihre dreigliedrigen Hände an einigen Schaltern.
Ein holographisches Bild endstand mitten im Raum und
zeigte verwaschene Bilder von alten Fotos und kurzen
Filmausschnitten. Menschen waren dort zu sehen. Sie
arbeiteten, vergnügten sich am Strand, liebten sich.
Eine Computergenerierte Stimme, ähnlich der von Eli,
nur tiefer, sprach. "Die humanoide Rasse, Homo
Sapiens, oder Menschen, wie sie sich selbst nannten,
existierten nur eine relativ kurze Zeit. Sie galten als
höchst aggressiv und extrem gefährlich. Ihr
kriegerisches Potential war so groß, dass der
interstellare Rat, einer späteren Eingliederung, in die
soziale Handelsfamilie, nicht zustimmen konnte. Zu groß
waren die Befürchtungen, dass sie sehr schnell andere
Rassen überfallen und auslöschen würden. Durch ihre
Fähigkeit, extrem schnell Technologien in
Kriegsmaterial umzuwandeln, stellten sie eine ständige
Bedrohung für sich und andere Arten dar. Ein Durchflug
durch das terranische Sonnensystem war strengstens
untersagt. Dennoch wagten sich einige, abenteuerliche
Naturforscher unter die Menschen und bezahlten diesen
Leichtsinn mit dem Leben. In der Mitte des 21
Jahrhunderts (terranische Zeitrechnung) begann der so
genannte dritte Weltkrieg. Ausschlaggebend waren der
weltweite Rohstoffmangel, eklatante
Lebensmittelknappheit, planetare Übervölkerung, globale
Erwärmung. Die mächtigste Nation, die vereinigten
asiatischen Staaten, die sich aus China, Japan und
Taiwan zusammenschlossen, wurden inzwischen von
Großkonzernen aufgekauft und geleitet. Währenddessen
brachen in Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika
und den arabischen Ländern massive Hungersnöte aus. Die
globale Erwärmung hatte die Polkappen geschmolzen,
einen nicht unbedeutenden Teil des Festlandes
überflutet und große Mengen der weltweiten
Süßwasservörrate verseucht. Durch die massive
Massenveränderung des Planeten geriet er aus der
Umlaufbahn und die Temperaturen schwankten zwischen
-44,87°C und +66,12°C. Dadurch starben die meisten
Tierarten aus, Bestäubende Insekten blieben aus und so
trugen die Obstbäume keine Früchte mehr. Alle
Bemühungen, der menschlichen Wissenschaftler, diesen
Prozess umzukehren, schlugen fehl. Überall brachen
Aufstände aus. Regierungen wurden gestürzt und durch
extremistische Vereinigungen ersetzt. Es ist leider
nicht bekannt, wer die erste nucleare Waffe zündete.
Aber es löste eine weltweite Kettenreaktion aus.
Inzwischen hatten selbst die so genannten Zwergstaaten
Atomwaffen, die nun zum Einsatz kamen. Das
Zerstörungspotential hatte ausgereicht um die Erde
komplett zu entvölkern und sie über viele Jahrhunderte
unbewohnbar zu machen. Ende der Aufzeichnung"
Das holographische Bild verschwand im Nichts und alles
wurde wieder dunkel.
"Das ist aber jetzt blöd", kommentierte der
Teufel. "Ich hätte es wissen müssen. Diese Idioten
haben sich selbst das Licht ausgeknippst. Wäre ich da
gewesen, hätte ich was dagegen getan. Ganz gleich, ob
der Boss mir die Hörner gestutzt hätte.

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Kommentare

Ianthraghor schrieb am 2010-02-15 01:23:25:
ich finde sie geschichte sehr interessant und einfallsreich ich finde du solltest die geschichte sozusagen nocheinmal neu auflegen und außführlicher und weiter schreiben
lg
Frau Sonnenschein schrieb am 2008-12-07 10:02:30:
sehr interessant.... Du hast mich unterhalten und ich hätte gerne noch weitergelesen. Du hast tolle Ideen. LG
petra.muljici@gmx.de schrieb am 2008-11-03 19:15:09:
Oh ja Gimliy....gebe Dir vollkommen Recht....von manchen menschlichen Spezi´s kann selbst der Teufel noch lernen
Gimliy schrieb am 2008-11-01 20:53:19:
Hi, also diese Geschichte ist wirklich was besonderes. Auf der einen Seite lustig und auf der anderen wirklich todernst. Mir hat sie zum nachdenken verholfen. Ich finde wir sollten uns Sorgen machen, wenn sogar der Teufel von soviel Zerstörung und Gewalt entsetzt ist.
gruß: Gimliy

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