Nikolaus - mein neuer Freund
von
Lonelygirl
In einem Land in unserer Zeit lebte ein Mädchen, welches den Namen Paulina trug. Sie war ein ziemlich stilles Mädchen, mit dem eigentlich niemand sprach - außer ihre Freundin Felix. Felix war eigentlich nur ein Spitzname, denn ihr richtiger Name war Felicitas. Aber nun wieder zu Paulina: Paulina war nicht besonders hübsch, schlau oder etwa beliebt. Nein, sie war wirklich nichts davon. Wenn sie einmal Glück hatte, verlief ein Tag ohne Hänseleien oder Ähnliches, aber auch dies geschah sehr selten. Aber mit Felix war sie meistens zusammen. Sie einmal ohne Felix zu treffen war genauso eine Besonderheit wie ein Tag ohne Hänseleien. Leider war Felix nur die Schulfreundin von Paulina, denn sobald es zum Unterrichtsende geläutet hatte, stand Paulina wieder alleine da. Dann gab Paulina sich wieder ganz ihren Tagträumen hin. Sie wünschte sich schon seit Ewigkeiten, reiten zu lernen. Leider waren ihre Eltern nicht sehr reich, ihre Mutter war sogar arbeitslos, sodass ihre Familie einfach nicht das Geld dafür hatte. Also musste Paulina sich damit begnügen, ihr ganzes Zimmer mit Pferdebildern zu gestalten und sich monatlich eine Fachzeitschrift zu kaufen, deren Inhalt sie auch sofort verschlang. Keiner außer Felix und Paulinas Eltern wusste von dieser Leidenschaft für die herrlichen Tiere. So ging es nun also schon seit etwa drei Jahren, dass Paulina ihre Begeisterung für die freundlichen Vierbeiner entdeckt hatte. Sie mochte zwar auch alle anderen Tiere, aber keines Gefiel ihr so sehr wie Pferde. Leider konnte Felix diese Begeisterung weder teilen noch verstehen. Im Gegenteil, sie versuchte sogar, Paulina von ihrer Leidenschaft abzubringen. Deshalb hörte Paulina nach einer Weile einfach auf, Felix von dem Inhalt ihrer Pferdezeitschriften zu erzählen, da Felix und sie ja sowieso wieder anfangen würden, sich zu streiten. Sie fing auch an, an sich selbst zu zweifeln, hatte Hemmungen, Felix ihre Sorgen anzuvertrauen und traute sich auch nicht mehr, ihren Kummer bei ihren Eltern loszuwerden, da die ja schon genug Sorgen hatten. Als Felix der Klasse dann auch noch von Paulinas Pferdeliebe erzählte und alle darüber lachten und sie damit aufzogen, kündigte Paulina , verletzt und traurig, Felix entgültig die Freundschaft und zog sich in ihr Schneckenhaus zurück, redete mit niemandem mehr ein Wort, außer wenn sie direkt gefragt wurde.
Ein paar Monate später las sie in einer ihrer Fachzeitschriften für Pferdefreunde eine Annonce, in der Pferdeliebhaber gesucht wurden. Alles Weitere würde man später bei einem gemeinsamen Treffen festlegen. Da dachte sich Paulina, dass man sich dort ja per Anruf melden könnte. Das könne ja nie schaden. Gesagt, getan. Sie erreichte den Mann, der die Anzeige in die Zeitung gesetzt hatte und sie machten einen Treffpunkt aus. So kam es, dass Paulina am Freitagnachmittag hübsch zurecht gemacht zum ausgemachten Treffpunkt in einem Cafè ging. Dort wollte sie sich mit dem Mann treffen, der ihr möglicherweise helfen konnte, ihrem Traum ein Stückchen näher zu kommen.
Der Mann war schon vor Paulina im Cafè und erspähte auch gleich die suchende Paulina. Als erstes erzählte Paulina ihm, dass sie keine praktischen Kenntnisse mit Pferden hatte, aber der Herr verzog keine Miene. Ihn schien es gar nicht zu stören, dass er sein Pferd vielleicht einem Laien anvertrauen würde. Er zeigte Paulina ein Foto von Nikolaus, seinem Pferd. Paulina staunte nicht schlecht, als ihr von dem Bild aus ein glänzender brauner Hannoveranerwallach entgegenschaute. So ein schönes Tier hatte sie nicht erwartet. Sie konnte sich kaum von dem Anblick des schönen Tieres losreißen, was auch der Herr, dessen Name übrigens Mielan war, wohlwollend zur Kenntnis nahm. Herr Mielan wollte Nikolaus Paulina aber auch persönlich vorstellen und lud sie ein, doch gleich mit ihm mitzufahren. Auf der Fahrt könnten sie ja auch weiter erzählen. Paulina konnte so viel Glück auf einmal gar nicht richtig fassen. Sie hatte nicht gedacht, dass es Herrn Mielan nicht stören würde, dass
sie keine praktischen Vorkenntnisse mit Pferden hatte. Sie hatte sich schon ausgemalt, wie Herr Mielan ihr wegen der fehlenden Vorkenntnisse absagen würde und wie sie selbst darauf reagiert hätte.
Da dieser Fall aber nicht eingetreten war, fuhren Paulina und Herr Mielan gemeinsam in seinem Auto zu einem etwas abgelegenem Reitstall. Herr Mielan erklärte Paulina, dass Nikolaus zwar sein Pferd war, er es hier aber untergestellt habe, weil er in der Nähe seines Hauses keine Möglichkeit habe, Nikolaus eine große grüne Koppel mit Artgenossen zu bieten. Außerdem besuchte Herr Mielan Nikolaus fast jeden Tag, um ihm kleine Leckereien vorbeizubringen und sich um ihn zu kümmern.
Als Herr Mielan und Paulina aus dem Auto ausstiegen, wurde Herr Mielan freundlich begrüßt und Paulina wurde keineswegs dumm von der Seite angesehen oder bekam irgendwelche doofen Kommentare zu hören. Sie wurde im Gegenteil herzlich begrüßt. Herr Mielan führte Paulina durch den Stall zu einer rieseigen Koppel. Am Horizont konnte sie als winzige Punkte einige Pferde wahrnehmen. Herr Mielan sagte zu ihr: " Aufpassen, jetzt wird `s etwas lauter als vielleicht gewohnt." Herr Mielan wartete gar nicht groß Paulinas Reaktion ab. Er pfiff zweimal laut und schrill. Paulina war wirklich nicht auf einen so lauten Pfiff gefasst gewesen, aber als Herr Mielan auf die Punkte am Horizont deutete, wusste sie, warum der Pfiff so laut sein musste. Er diente dazu, Nikolaus zu signalisieren, dass er zum Zaun kommen sollte. Er reagierte auch ohne langes Zögern und kam im gestreckten Galopp zu Herrn Mielan. Für Paulina schien es trotzdem eine Ewigkeit zu dauern, bis sie Nikolaus in seiner ganzen Schönheit durch den Zaun hinweg bewundern konnte. Er sah noch schicker aus als auf dem Bild - irgendwie wahnsinnig elegant und er hatte so sanfte Augen. Herr Mielan fragte Paulina, ob sie wisse, wie man ein Pferd füttert und Paulina sagte ja. Sie durfte diesem wunderschönen Pferd sogar eine Mohrrübe geben. Herr Mielan nahm Nikolaus an Strick und Halfter und Paulina öffnete ihm das Tor. Er hatte einfach herrliche Gänge, dachte Paulina sich.
Als die drei im Stall angekommen waren, zeigte Herr Mielan Paulina, wie man ein Pferd richtig putzt. Paulina wusste schon ein wenig aus ihren Zeitschriften, sodass sie schnell begriff, wie jedes Teil des Putzkastens zu benutzen war. Bei der linken Seite von Nikolaus half Herr Mielan Paulina noch beim Putzen, aber die rechte Seite durfte sie ganz alleine säubern. Als Nikolaus dann am Ende in Licht der durch das Stallfenster fallenden Sonne glänzte, waren sowohl Paulina als auch Herr Mielan sehr stolz. Nikolaus schien die Situation noch nicht ganz zu gefallen, denn er begann, ganz aufgeregt mit den Hufen zu scharen. Da fiel auch Herrn Mielan ein, dass sie noch irgendetwas vergessen hatten. Er überlegte und ..... Ach, Nikolaus wollte schmusen und noch einen Apfel. Das Schmusen übernahm Paulina natürlich liebend gern, nachdem Herr Mielan ihr gezeigt hatte, wo der Wallach es am liebsten hatte. Es war richtig zu sehen, dass Nikolaus die Streicheleinheiten genoss.
Als Nikolaus wieder auf der Koppel war, lud Herr Mielan Paulina in die Gaststätte über der Reithalle ein und fragte sie, ob sie mal wieder kommen möchte. Paulina brauchte gar nichts zu sagen, ihre strahlenden Augen verrieten alles. "Soll ich dich dann am Montag um 16Uhr bei dir zu Hause abholen oder kannst du am Montag nicht?" fragte Herr Mielan und Paulina antwortete schnell: "Nein, nein, ich kann am Montag. Die Uhrzeit ist mir egal. 16Uhr ist klasse." "Am besten ziehst du dann eine Leggins und ein älteres T-Shirt an. Mal sehen, was wir dann so alles anstellen. Ach ja, Turnschuhe wären auch nicht schlecht - am besten nicht so neue." Paulina hatte schon so eine klitzekleine Vorahnung, was Her Mielan mit ihr am Montag vorhatte. In einigen ihrer Zeitschriften hatte sie gelesen, dass man alle diese Sachen anziehen sollte, wenn man anfing zu reiten. Sollte das wirklich wahr sein? Paulina zeigte die Freude über das eventuelle Reiten lernen lieber noch nicht so deutlich. Vielleicht täuschte sie sich ja. Es war überhaupt auch sehr unwahrscheinlich, dass sie schon beim zweiten Treffen mit Herrn Mielan und Nikolaus das Reiten ausprobieren durfte. Sie würde es ja sehen.
Als Herr Mielan und Paulina mit ihrem Eisbecher, den sie in dem kleinen Lokal der Reithalle bestellt hatten, fertig waren, führte Herr Mielan Paulina noch ein bisschen herum. Er zeigte ihr die Sattelkammer, in der sich da eigentliche Miteinander der Reiter abspielte, denn hier wurde immer viel gelacht und Neuigkeiten ausgetauscht. Dann waren da natürlich noch die Stallgasse und die anderen Koppeln, der Padock und die Reithalle. Überall, wo Paulina auf dem Reiterhof hinging, wurde sie freundlich begrüßt. Herr Mielan sagte den anderen, sie würde jetzt öfters kommen und stellte Paulina den anderen vor. Paulina wurde wirklich sehr freundlich aufgenommen - viel freundlicher, als sie es sich je erträumt hätte.
Als Her Mielan zwischendurch einmal zufällig auf seine Uhr sah, erschrak er sich ganz schön, wie spät es war. Es war schon 18.30Uhr und er wusste nicht, wann Paulina zu Hause sein musste. Er wusste noch nicht einmal, wie alt Paulina war. Ehe er es vergaß, fragte er Paulina lieber gleich. Paulina antwortete: " Ich bin jetzt 14 und muss gegen 19Uhr zu Hause sein. Wie spät ist es denn jetzt?" Als Paulina die Antwort hörte, bekam auch sie einen ganz schönen Schrecken. Sie wusste doch gar nicht, wie sie von hier aus nach Hause kommen sollte. Deshalb fragte sie Herrn Mielan: " Fährt hier vielleicht ein Bus oder so?" Herr Mielans Antwort begeisterte Paulina nicht gerade. " Hier fährt zwar ein Bus, aber nur alle Stunde. Bis zur Haltestelle muss man 5 Minuten laufen, aber der Bus ist vor etwa 10 Minuten abgefahren." Was Herr Mielan aber weiter sagte, beruhigte Paulina wieder, denn er bot sich an, sie nach Hause zu fahren. Er musste sowieso in diese Richtung und es wäre für ihn kein großer Umweg, sagte er.
Kommentare
livia schrieb am 2006-07-06 16:15:29:
iCH FINDE DIESE GESCHICHTE NICHT GERADE SPANNEND MAN ERFÄHRT JA GAR NICHT WIE ES WEITER GEHT
gast@unzufrieden-paule.de schrieb am 2006-04-07 20:24:38:
Ich fand es stink langweilig da es noch ein offenes ende hat und keinen sinn ergiebt.
stimmedestodes@gmx.de schrieb:
die geschichte ist an sich voll ok bis auf ein paar kleinigkeiten du hättest villeicht noch ein wenig mehr die gedankengänge von paulina schildern können und vielleicht aiuch etwas mehr auf diesen herrn eingehen sollen zum beispiel warum er gerade paulina nimmt denn es ist ein weniog unrealistisch dass sie die einzigste ist die sich da beworben hat wie gesagt dass ist meine meinung rundumurteil: gut
MfG
Crimegirl
? schrieb:
Ich finde die Geschichte sehr gut geschrieben und na,ja einfach cool.Mach weiter so.
ramona-gratzke@web.de schrieb:
Hi,Wow ganz schön lange Geschichte die Du da geschrieben hast.Aber eins muss man Dir lasse sie ist einfach wunderschön die Geschichte.Meine zwei Daumen sind oben.Mach weiter so!Noch viel Erfolg
google.de schrieb:
rück und pöls sind auch beste freunde
freenet schrieb:
Die Geschichte ist gut.
tom@aol.com schrieb:
supidrupiii :P ... echt spitzeee
paulinchen@aol.com schrieb:
ohhhhh eine soooo tolle geschihte .... einfach traumhaft.... weier so
Polizei-seelsorge@gmx.de schrieb:
einfach zum knuddeln diese schöne geschichte...könntest du ein buch mit schreiben.... eifach supi dupi spitze....höhö .... bin gespannt auf eine neue geschichte von dir ....freu mich schon auf ein wiedersehn
Tex-Ass@hotmail.de schrieb:
Halli hallo hallölle.... ich bin die uschimausi und die uschismausi findet deine geschichte verdammt geilo-peilo! Hoffe du machst weiter so denn du hast echt eine große begabung dafür!... Kannt ja mal deine geschichte an wettberwerbe schicken ;) viel glück!! Uschimausi grüßt ganz herzlich.... adios
tanga-mäuschen@web.de schrieb:
hallo lonelygirl hier ist das tanga-mäuschen .... schöneund liebe grüße von mir würde dich gerne näher kennen lernen ... hast mich wirklich sehr begeistert mit deiner geschichte einfach klasse .... könnten uns ja mal zu ein käffchen bei mir zu hause treffen... schreib mir einfach...dann können wir uns auch mit ein paar geschichten austauschen... hab nämlich auch noch ein paar tolle auflager...schöne liebe freundlich grüßschen...deine tanga-mäuschen
gast@unzufrieden.de schrieb:
Also ich fand sie stinkend langweilig, da sie 1. sehr wenig von Paule preis gibt, 2. Felix angedeutet wird aber das wars auch schon und 3. es immer noch offen ist, wie es weiter geht! Also , das nächste Mal ausführlicher bitte
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