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Kategorien > Fantasy > Fremde Welten

Nimasarel und Adelahn (6)

von Anariel, die Nomadin

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Feuer in den Mahrl



Währendessen liefen die beiden Jahrl so schnell sie konnten durch das Moor. Die mannshohen dünnen Stöcke, die sie bei sich trugen bestanden aus jungem Riesenrohr. Sie waren sehr leicht und flexibel, dabei dennoch stabil. Die feinen Schnitzerein, die ihre Oberfläche bedeckten machten das glatte Material griffig. Diese Stöcke eigneten sich unter anderem gut als Schlagwaffe und die Jahrl verfügten über verschiedene Techniken, diese geschickt und effektiv einzusetzen. Hauptsächlich bestand ihre Aufgabe aber darin, die Wandler bei ihren waghalsigen und akrobatischen Sprüngen zu unterstützen.
Vor Nima setzte Joril mit einem gekonnten Sprung über ein breites Wasserloch hinweg. Die Frau tat es ihm gleich. Vor ihnen erstreckte sich eine breite Wasserfläche mit abgestorbenen und umgefallenen Bäumen. Mit kurzen Sprüngen und trittsicher auf den aus dem Wasser ragenden Holzstücken balancierend überquerten sie diese, wobei sie ihre Stöcke nun dazu benutzten um ihr Gleichgewicht besser zu halten. Normalerweise hätten Nima und Joril solche eine Wasserfläche lieber umgangen, da sich darin gerne Ageris verbargen und unerwartet aus dem Wasser schießen konnten. Aber heute fehlte ihnen die Zeit um nach einem anderen Weg zu suchen und daher nahmen sie die direkteste Streckte. Nachdem sie wieder etwas trockeneren Moorboden erreicht hatten, liefen die beiden nebeneinander her. Der Wind trug ihnen den Geruch von Rauch entgegen. Es war also wirklich so, die Schalfhawiesen brannten!
Der Boden wurde immer trockener und kurz darauf schlossen sich den beiden Läufern weitere drei Jahrl an, die aus eher nördlicher Richtung kamen. Nicht mehr weit entfernt konnte Nima nun auch Rauch ausmachen und entdeckte die Silhouetten von Barad, die am Himmel dahinglitten. Selbst einige Liriahd schwirrten mit ihren großen, libellenartigen Flügeln am Rande des Geschehens herum und sogar einige Abarid waren gekommen. Schließlich waren die Jahrl nahe genug um das ganze Ausmaß der Katastrophe zu sehen. Die Schalfhawiese hatte im Westen Feuer gefangen und brannte nun in ihrer ganzen Breite. Der Westwind, der stets im Spätsommer und Frühherbst auftrat um dann den ganzen Winter lang zu blasen, fachte die Flammen noch an und lies sie hoch hinauf schlagen. Zudem trieb er den Brand immer weiter in das Feld hinein.
Viele Jahrl waren bereits da und taten ihr bestes. Joril, Nima und jene die sich ihnen angeschlossen hatten sprinteten durch die hohen Halme. Kurz hielten sie nur inne um sich ihrer Umhänge zu entledigen, dann liefen sie weiter. Während sich Joril eine Art Paddel griff und sich jenen an der Feuersfront anschloss, nahm Nima eine Sense an sich und half den Jahrl, die die Schneise schlugen. Eine der Jahrlfrauen, die mit ihr angekommen waren hatte sich ebenfalls eine Sense gegriffen und begann hinter Nima mit dem Ernten. Die Abarid füllten fleißig Eimer mit Wasser und reichten diese an die Barad und Liriahd weiter, die das Feuer aus der Luft bekämpften. Eine spannungsgeladene Hektik hatte alle ergriffen. Nima lies ihre Sense geschickt und schnell durch die Halme vor sich sausen und arbeitete sich so immer weiter auf das Feuer zu. Um den geschnittenen Schalfha kümmerte sie sich nicht, da hinter ihr bereits andere warteten um ihn einzusammeln. Wiederum weitere standen mit Harke und Wassereimern bereit um den Boden aufzuhacken und mit Wasser zu tränken. Niemand hatte ihnen gesagt oder erklärt was der einzelne zu tun hatte. Man nahm einfach die nächstbeste Aufgabe an.
Nima arbeitete wie besessen. Wieder und immer wieder lies sie das scharfe Schneidegerät durch den Schalfha gleiten. Schlag rechts, Mitte, links, einen Schritt nach vorne und das selbe wieder und immer wieder. Die Jahrl hatten sich um effektiv arbeiten zu können in einer versetzten Reihe angeordnet. Das bedeutete das jene, die sich links und rechts von Nima befanden drei Schritte hinter ihr waren. In ihrem Rücken hatte sich nun eine ähnliche Reihe gebildet, die sich langsam aber sicher immer weiter von dem Feuer entfernten, was die Schneise immer breiter werden lies.

Der Rauch schlug ihr ins Gesicht und sie spürte bereits die Hitze des Feuers, also lies sie ihre Sense fallen. Irgendjemand reichte ihr ein feuchtes Tuch , das sie sich vor Mund und Nase band und eines der Paddel. Dann stand sie mit den anderen an der Feuersfront und versuchte vergeblich die Flammen auszuschlagen. Der beißende Rauch stach ihr in die Augen und lies sie tränen. Die Hitze versengte ihr das Gesicht, doch wie alle anderen war sie nicht bereit zurück zu weichen.
Plötzlich frischte der Wind auf , fegte mit heftigen Böen in die Flammenwand und trieb diese auf die Jahrl zu. Spätestens jetzt waren sie doch dazu gezwungen zu fliehen. “Feuerwalze! Feuerwalze!” Der Warnruf hallte durch die Reihen. Eschrocken ließ Nima ihr Paddel fallen, wandte sich um und rannte so schnell sie konnte. Eine Feuerwalze war mitunter das schrecklichste was bei einem solchen Feuer passieren konnte. Wenn der Wind plötzlich und stark genug in einem bestimmten Winkel auf die Flammen traf, dann jagte er sie in einer Wahnwitzigen Geschwindigkeit über den Boden. Dies sah dann fast so aus wie eine brechende Welle oder auch wie eine Walze, daher der Name. Feuerwalzen brannten außerdem viel heißer.
Um Nima herum ertönten die ersten Schreie. Nicht jeder war schnell genug und sie hoffte einfach nur, das Joril sich nicht unter jenen befand. In der Mitte der nun schon sehr breiten Schneise blieb sie hustend und keuchend stehen . Angespannt drehte sie sich um und beobachtete die Flammen. Doch die Windböen hatten bereit nachgelassen und die Schneise hielt! Das Feuer kam zum stillstand und würde jetzt einfach ausbrennen. Sie hatten es tatsächlich geschafft! Lauter Jubel brandete auf.
Doch gleich darauf erlosch er wieder. Bereits jetzt sanken viele völlig erschöpft zu Boden wo immer sie auch standen. Nicht wenige von ihnen hatten Verbrennungen davongetragen.
Nima sah sich besorgt um. Wo war Joril? Sie hatte ihn schon ganz zu Anfang aus den Augen verloren. Kurz darauf erspähte sie die vertraute Gestalt von Timara in der Luft. Die Barad kam auf sie zugeflogen und landete geschickt vor Nima. Erleichtert umarmten sich die beiden. “Nima, bin ich froh, dass ich dich gefunden habe.” Die Barad hielt kurz inne und hustete. “Du musst schnell mitkommen. Jorils jüngerer Bruder Jinarel wurde von den Flammen eingeholt. Es sieht wirklich schlimm aus. Joril hat ihn rausgezogen und wurde dabei selber verletzt.” Nimas Augen weiteten sich, dann lief sie auch schon ihrer Freundin hinterher und rief laut nach einer Medizintasche. Nur kurz darauf kamen sie bei den Verwundeten an und fanden Joril vor, der bestürzt seinen Bruder im Arm hielt. Schnell war die Jahrl bei ihrem Freund und untersuchte Jinarel behutsam. Schon nach wenigen Augenblicken erkannte sie bekümmert das sie nicht mehr helfen konnte. Das Gesicht und der Körper des jungen Wandlers wiesen schwerste Verbrennungen auf. Seine Kleidung war

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Kommentare

Anariel schrieb am 2008-07-25 22:04:57:
Auch diese Story liegt derzeit auf Eis,
was aber nciht bedeutet, dass ich sie nicht weiterschreiben würde.
Im Moment habe ich aber hierzu nur Ideen und Fragmente.
Sobald es die Musen zulassen werde ich auch hieran weiterswchreiben.

Mit lieben Grüßen
Anariel
Anariel schrieb am 2007-05-24 20:26:51:
Hallo Su-c,

schön das es dir immer noch gefällt.
Nun diese Art der Beschreibungen werden jetzt sowieso etwas weniger, da man mittlerweile die Mahrl ganz gut vor augen hat. Und langsam aber sicher wird es jetzt dann auch emotionaler.

Nun zu Nimasarel und Adelahn habe ich ein sehr genaues Bild dieser Welt, vor allem von den mahrl vor Augen und dazu eine eher grobe handlung. Ganz anders als bei "Drachentochter", wo ich eine eher vage Vorstellung der Welt dafür aber eine sehr genaue Vorstellung von der Handlung habe.

ich danke dir für das Lob.
Mit liebem Gruße
Anariel
Anariel schrieb am 2007-05-22 03:36:31:
Hmm....entweder die Kommis sind noch nicht aktuallisiert, oder keiner hat hierzu was zu sagen.
Was ich schade fände.

dummkuck
anariel
Mareike schrieb am 2007-05-14 03:00:22:
Hallo,

jetzt habe ich auch diese Geschichte entdeckt. Sie ist ja genausogut wie Drachentochter geschrieben. Und wieder konnte ich es nicht lassen, bis zum derzeitigem Ende weiter zu lesen. Du hast echt großes Talent.
Bitte schreib schnell weiter, bin schon gespannt auf die Fortsetzungen.

LG Mareike
Anariel schrieb am 2007-05-12 06:56:29:
ah...vergessen habe es zu erwähnen...

euch ist sicher aufgefallen, das die Insektenartigen Wesen mit den Libellen flügeln am Anfang der Geschichte Lisaban hießen und nun einen anderen namen haben.
Ich war von Anfang an nicht sonderlich zufrieden mit den Namen, die ich für diese Wesen fand...noch dazu, wo sie eine gewisse Ähnlichkeiten mit den Namen einer Rasse aus einer anderen, nicht von mir geschriebenen Geschichte hatten. Etwas, das völlig unbewusst geschehen ist mir aber nach einiger Zeit dennoch auffiehl.
Nun aber haben diese Wesen ihren endgültigen namen erhalten, mit dem ich auch zufrieden bin.
Heißt die Lisaban vom anfang dieser Geschichte nennen sich nun Liriahd.-grins-

Mit liebem Gruße
Anariel
su-c schrieb am 2007-05-11 18:00:43:
Hey,
Ich freu mich, dass endlich der neue Teil draußen ist =)
Man bekommt wieder wahnsinnig viele Eindrücke und lernt die Mahrl wieder ein Stückchen besser kennen. Allerdings, finde ich, ist manchmal die genaue Beschreibung von Pflanzen/Essen/Stoffen ect auch ein wenig unpassend, da solltest du dich eher auf die Gefühle der Charaktere konzentrieren. Trotzdem ist genau das, das, was mir an deiner Geschichte gefällt. Du musst eine wirklich grandiose Fantasie haben ;)
Jetzt hoffe ich natürlich, dass Nima und Adelahn sich jetzt endlich mal bissl näher kommen =) (Jaa, ich bin hoffnungslos romantisch^^)..
LG su-c

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