Nimm mich mit! Bitte!
von
Seth
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Das Atmen fiel ihm schwer. Seit Wochen war er nicht mehr aufgestanden und heute war er besonders schwach. An seinem Krankenbett konnte er seine Tochter und ihre Kinder sehen. Und da war noch eine Gestalt, die er zuerst nur verschwommen gesehen hatte. Nun jedoch sah er sie deutlich: sie trug einen langen schwarzen Mantel, dessen Kapuze einen tiefen Schatten warf, in dem man gerade noch die Konturen eines Schädels ausmachen konnte. In seiner Hand hielt der Tod seine Sense, wie man es immer auf den Schicksals Karten sah. Endlich! Endlich war er da. Das musste bedeuten, dass es nicht mehr lange dauern würde. Erleichtert sank er ein wenig tiefer in seine Decke. Er spürte wie er mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit immer schwächer wurde, aber es fühlte sich so an, als wäre das alles nur Erinnerung, oder die Erzählung von etwas, was ein Anderer erlebte, nicht sein eigener Tod. Wie durch einen Schleier sah er, wie die Heiler hineinstürzten und seinen Körper folterten, um ihn von all dem zu retten, was für ihn eine Erlösung war. Aber nicht diesmal, nein, nicht diesmal. Diesmal würde er ihnen durch die Finger schlüpfen und endlich gehen.
„Nein“, sagte der Tod, „Sie schaffen es.“ Seine Stimme war kalt und ohne jedes Gefühl. „Du wirst noch zwei Jahre leben.“
Noch zwei Jahre?! Das durfte nicht wahr sein, es durfte einfach nicht. Die letzten zwei Jahre waren die reinste Folter gewesen, ganz zu schweigen von den letzten zwei Wochen. Und jetzt sollte es noch einmal zwei Jahre sein! Das durfte einfach nicht wahr sein.
Er begann zu weinen und der Tod verblasste. Er weinte bis er einschlief.
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Kommentare
Daydreaminggirl schrieb am 2006-10-28 20:28:17:
Schön, nur am Schluss fehlt irgendwie noch was...
FailingBreath schrieb am 2006-10-18 19:42:12:
Du hast einen guten Schreibstil... aber hier fehlt die wirkliche Handlung, das, was mich fesseln sollte ist nicht gekommen...
Lexa schrieb am 2006-10-18 12:54:33:
Traurig und gar nicht tröstend. LG Lexa
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