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Kategorien > Krimi > Kurzer Einblick

Nobelpreisträger VS Dieb

von J P

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Seine Hand tastete an der hölzernen Unterseite des Tisches entlang...Ja, da war er der erhoffte Widerstand. Er drückte dagegen und schon gab die Schublade, die er bereits aufgezogen hatte, ihr Geheimnis preis. Schnell fasst er unter den geöffneten doppelten Boden und nahm das vertraute Päckchen an sich. Mit geübten Fingern schloß er die Schublade wieder und befüllte sie akribisch genau mit ihrem vorherhigen Inhalt. Alles wieder auf Anfang und ganz leise verschwinden. Wie immer. Er schlich zur Alarmanlage, die ohne Probleme von außen anzuzapfen gewesen war und verwischte seine Spuren, so dass kein Techniker feststellen konnte, dass sie in dieser Nacht ausgeschaltet gewesen war. Langsam verließ er das Haus, von außen schlug er noch schnell die Scheibe ein. Die elektronische Burg würde noch 2 Minuten ruhig sein und ihm somit nicht zur Falle werden. Er schwang sich leichtfüssig über die Mauer, die den verwucherten Nachbargarten abgrenzte und verschwand im Dikicht. Ohne Probleme und als ob er im Dunklen sehen könnte durchquerte er diesen Minidschungel. Nicht einer der Stöckchen, Schlingen und Wurzeln, die sicher schon vielen als Stolperfalle zum Verhängnis geworden waren, brachten ihn zum Straucheln. Der Garten endete in einer Hecke, durch die er sich gekonnt hindurch wand. Er stieg direkt in das Auto, das vor ihim hielt. Sirenen gingen los, im Rückspiegel sah er rotes pulsierendes Licht. Ohne ein Wort zu sagen übergab er das Päckchen. Er nahm einen Bündel Geldscheine in Empfang und stieg an der nächsten roten Ampel wieder aus. Kurz, nur einen Augenblick verschwand er in einer Hausernische und schon im nächsten Moment kam er wieder auf die Straße, aber aus dem schwarzen Kampfanzug war eine weite Cargohose, und ein schwarzen Polohemd geworden. Pfeifend zündete er sich eine Zigarette an und steuerte auf die nächste Bar, die sich gleich an der Ecke befand zu. Er trank drei Bier - wie immer....doch etwas war anders. Es war nicht wie sonst, es war ihm nicht egal was er heute getan hatte. vielleicht weil es ihn selbst betraf.....
Während er seinen Gedanken nachhing öffnete sich die Tür. "Ò'Dale. Bei Ihnen wurde eingebrochen, kommen sie schnell´, haben sie den gar nichts gehört? Sind sie schon wieder betrunken?" Er stand auf, eilte zu dem Jungen Polizisten der Ihn mehr als einmal volltrunken auf dem Bürgersteig gefunden hatte und schüttelte den Kopf "nein, ich habe einfach nur gehoft, dass es nicht meine Alarmanlage ist" Die beiden verließen die Bar und fuhren im Streifenwagen zu seinem Haus. "Gott sei Dank sind sie jeden Donnerstag in der gleichen Bar" "Was ist gestohlen worden, ist mein haus verwüstet?" "Nichts offensichtliches....ähm.." der Polizist räusperte sich ".... sie sollten glaube ich weniger trinken, wenn Sie den Nobelpreis nächste Woche noch entgegennehmen wollen..." Bevor er antworten musste waren Sie bei seiner Villa. Er stellte sich allen Fragen, wobei die meisten der Meinung waren es wäre wieder diese ominöse Dieb gewesen, der in den letzten zwei Jahren mehr als ein Gebäude um seine Schätze erleichtert hatte. O'Dale war froh als er seine Ruhe hatte. Morgen würde er den Verlust des Computerchips, der sein Leben erst so turbolent werden hatte lassen der Polzei melden. Seine Zweitarbeit als Langfinger war ihm entschieden wichtiger als Ruhm, Ehre und Genie. Er hatte sich selbst bestohlen, für einen lächerlich geringen Preis die Quelle seines Reichtums verkauft nur um Identität zu wahren.... Ja, das war es. Was nutzte Geld, was nutzten all die Zwänge? Nichts - nur man selbst ist sein eigener Herr. Er warf einen letzten Blick auf sein Haus. Der Gasgeruch war vor der Tür penedrant. Er entfernte sich schnellen Schrittes und kurz bevor er vier Straßen weiter in ein Taxi stieg, wählte er den Fernzünder im Haus an. Der eine elektrische Funke würde sein Nobepreisträgerdasein beenden und die Leiche des Obdachlosen würde sicher nicht auf DNS überprüft werden... Sie lag in seinem Bett. Lächelnd schmiss er sein Handy aus dem Taxifenster. Die Handschuhe flogen in den Fluß während sie eine Brücke überquerten. Wenig später stieg er aus und atmete den Gestank der Slums der Großstadt ein... Ja sein eigener Herr....Hier regiere ich.....

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Kommentare

Nicky schrieb am 2008-01-16 14:54:02:
Wow..Verdammt gut
Jenanan schrieb am 2007-02-27 15:26:01:
Die Geschichte find ich sehr spannend und krass.Weiter so!

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