November
von
Michael Reißig
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November
Nebelschwaden wabern durch das Tal,
wo einst die Sonne ich noch sah,
die uns Herzenswärme spendete,
so wie es immer war.
Ein kalter Wind bläst uns ins Angesicht,
der uns erzittern lässt,
Nässe kriecht auf uns're Haut,
die uns noch gibt den Rest.
Es ist November.
Als die Wiesen saftig grün -
und die Sonne uns beschien,
erklommen wir den Kamm der Leidenschaft,
und tankten dabei sehr viel Kraft.
Jetzt bibbern wir im grauen Tal -
und merken, es ist so fatal,
wir möchten fliehen bald -
aus diesem öden Grau.
Noch regieret der November.
Flocken wirbeln durch die Lande -
und verdecken tristes Grau.
Die Sonne sucht sich ihre Wege,
der Himmel strahlt im tiefen Blau.
Es nahet der Dezember.
Durchschritten das Novembertal,
das uns erschaudern ließ,
vergessen diese Seelenqual,
die uns oft verdrieß.
Freudig grüßet der Dezember.
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