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Kategorien > Vampire > einfach mal so

Nur eine weitere Vampirgeschichte

von Anariel, die Nomadin

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Mein Blick ging in die Ferne, ins Nichts und ich sah auch nicht wirklich etwas. Ich sann über mein Problem nach, darum achtete ich nicht darauf, was ich sah. Doch irgendetwas störte mich auf, irgendwie war etwas seltsam und langsam schärfte sich meine Sicht. Da vor mir, genau dort wo mein Blick hinfiel, da glitzerte etwas im Gras, das Mondlicht schien genau darauf. Stirnrunzelnd trat ich näher und schon stieg mir der süße, metallische Geruch von Blut in die Nase. Unwillkürlich schreckte ich zurück, denn es war menschlich. Ohne das ich es wollte verlängerten sich meine Fänge auf das dreifache und mein Durst flammte aufs neue auf. So stark was er, dass ich einen langen Moment wie erstarrt stehen blieb und einfach nur atmete. Dann kamen die Bauchkrämpfe und ich krümmte mich kurz zusammen. Es dauerte nicht lange, das wusste ich. Schließlich war es nicht das erste Mal, dass ich über dreißig Tage lang kein Blut zu mir genommen hatte. Aber diesmal war es anders, diesmal hatte ich ein echtes Problem. Ich befand mich mitten in der Wildnis und weit und breit gab es keinen einzigen Menschen. Genau das war ja auch das Problem, denn nur menschliches Blut kann mir geben, was ich brauche und ich sollte sehr bald etwas trinken. Für gewöhnlich sollten wir alle drei, oder vier Tage etwas trinken. Dann mussten wir nicht so viel nehmen, dass es unsere Opfer tötete. Sobald aber länger als zwölf Tage zwischen den einzelnen Mahlzeiten vergingen, dann brauchten wir so viel Blut, so dass unser Spender starb. Natürlich hielten wir auch dann länger ohne Blut durch. Wie lange genau, das hing von der Stärke und dem Alter des Vampirs ab. Aber so richtig uralte Vampire schafften es tatsächlich bis zu sechzig Tage ohne Blut. Ganz junge Vampire hielten es hingegen gerade mal sechs bis acht Tage aus.
Ich rechnete kurz nach und erkannte, dass ich wirklich sehr, sehr bald einen Menschen finden sollte, da ich tatsächlich schon fünfundvierzig Tage kein Blut mehr getrunken hatte. Meine Augen weiteten sich erschrocken, doch dann entrang sich meiner Kehle ein ironisches Kichern.
Ich hatte ja auch meine Tage damit verbracht hier in dieser Wildnis herumzuirren, was nicht nur gefährlich sondern mit der Zeit auch ziemlich langweilig geworden ist. Aber ich sollte wohl eher froh sein, dass ich noch existiere, denn diese, meine Existenz wäre beinahe beendet worden. Vor ziemlich genau fünfundvierzig Tagen war ich aufgewacht, in einer Grabkammer, mit einem Silberpfahl im Herzen. Eigentlich war ich nur wieder erwacht, weil ein dummer, gieriger Grabräuber nichts auf die Warnungen, die in dem Sarkophag geritzt waren, gegeben hatte und das böse Silberding aus meiner Brust gezogen hatte. Natürlich nahm ich die Gelegenheit war und saugte diesen dämmern Kerl aus. So zumindest heilte die Wunde schneller, mein Durst war erst einmal gestillt und ich kam schnell zu Kräften. Nur um festzustellen, dass dieser hinterhältige Priester mir nicht nur einen Silberpfahl durch das Herz gejagt hatte, sondern mich auch noch mitten im Dschungel begraben lies. Wenigstens war die Pyramide und die Grabkammer meiner Stellung entsprechen luxuriös und wertvoll. Aber das war es auch schon.
Um nun auf mein Problem zurückzukommen. Ich irrte also schon seit fünfundvierzig Tagen und Nächten in diesem blöden Dschungel herum, fand den Weg zurück nicht mehr, weit und breit gab es nicht eine Menschenseele und mein Hunger trieb mich fast schon in den Wahnsinn.

Nun ich dachte zumindest, es gäbe hier keine Menschen, aber das Blut am Boden vor mir erzählte etwas anderes, auch wenn es schon zwei Tage alt war. Nachdem die Magenkrämpfe endlich aufgehört hatten und ich mich wieder erhoben habe, näherte ich mich erneut dem mittlerweile rotbraunen Fleck Blutes. Es war nicht viel, also hatte der Mensch keinen großen Schaden erlitten. In tiefen Atemzügen nahm ich den Geruch auf, dann lief ich in kleinen Kreisen um meine Entdeckung herum und hoffte zumindest einen Hauch der Spur, die der Mensch hinterlassen haben muss, zu erhaschen. Einen Moment später blieb ich schon stehen, noch tiefer inhalierte ich die Luft. Ja tatsächlich, obwohl schon kalt, so war die Fährte immer noch vorhanden. Erneut flackerte der Durst in meinen Eingeweiden auf, doch diesmal habe ich ihn schnell unter Kontrolle. Ein böses Grinsen breitete sich über mein Gesicht aus und ich folgte der Spur. Kurz erwachte in mir mein Gewissen, denn mir ist bewusst, dass der Mensch, wenn ich ihn denn fand, nicht überleben würde. Aber schnell wurden diese Gedanken von meinem Durst verdrängt. Ich bin eben so, ein Raubtier und Menschen sind meine Beute. Im Endeffekt folgte ich nur meiner Natur und im Moment sagte mir die, dass ich der kaum wahrnehmbaren Spur des Menschen wie ein Bluthund folgen sollte. Ich hoffte nur, dass ich ihn bald fand, denn mein Durst wurde immer schlimmer.

Zwei Tage später folgte ich noch immer der Spur und scherte mich mittlerweile nicht mehr darum, ob es Tag war, oder Nacht.
Im Gegensatz zu vielen Geschichten kann unsereins durchaus am Tage existieren. Wir verbrennen nicht so einfach im Sonnenlicht. Tatsächlich jedoch ist es uns unangenehm, und wir bekommen ganz schnell heftigen Sonnenbrand und das helle Licht schmerzt unseren empfindlichen Nachtaugen doch sehr.. Doch hier im tiefstem Dschungel war das einerlei, die Sonne kam kaum durch die dichte Vegetation und so war alles in ein grüngoldenes Zwielicht getaucht. Mir kam das sehr entgegen, so hielten sich Sonnenbrand und Kopfschmerzen bei mir in Grenzen. Dennoch hatte ich bereits beides. Meine Haut war gerötet und in meinen Schläfen pochte es dumpf. Aber wie gesagt, das war mir im Moment egal, ich war halb wahnsinnig vor Blutdurst und meine Beute nicht mehr weit entfernt. Mittlerweile konnte ich auch sichtbaren Spuren folgen und die wiesen darauf hin, dass es sich um mindestens sieben, oder eher acht Menschen handeln musste. Die Größe der Fußspuren und der Geruch erzählten mir, dass es ausnahmslos Männer waren und dass sie wohl einen Gefangenen geben musste. Ich vermutete es zumindest und dachte, dass das Blut, das ich gefunden hatte, von eben diesem Gefangen stammte.
Nachdem ich mich zwei Stunden versteckt hatte, reckte und streckte ich mich ausgiebig. Die Mittagszeit über ruhte ich immer, denn selbst im tiefstem Dschungel war mir dann das Licht doch zu hell.
Sobald ich fertig damit war meine Muskeln zu dehnen, begab ich mich sofort zu der Stelle, an der ich die Spur verlassen hatte und nehme die Verfolgung wieder auf. Je näher ich den Männern kam, um so einfacher wurde es für meine überragenden Sinne ihnen zu folgen. Ein böses Grinsen zuckte über mein Gesicht, als ich zum ersten Mal die Stimmen der Menschen hörte.
Spanisch, die Männer sprachen spanisch und ich lachte beinnahe auf. Ausgerechnet Spanier, aber eigentlich sollte es mich nicht verwundern. Schließlich waren diese Menschen in meine Heimat eingefallen wie ein Heuschreckenschwarm und zerstörten sie langsam aber sicher. Die Krankheiten, die sie mit sich

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Kommentare

Elisa schrieb am 2011-12-07 11:57:24:
Die Story ist nicht schlecht, aber schon auf der zweiten Seite hatte ich von der falschen Grammatik und den sich wiederholenden Wörtern Kopfschmerzen. Schade um die Geschichte.
Moonless schrieb am 2011-06-03 12:01:47:
Wirklich interessant. Deine Geschichte wirkte auf mich allerdings doch etwas zusammengepfercht. Allerdings dennoch wirklich nicht schlecht. Was mir sehr auffiel, war die Unklarheit zu Anfang, ob es denn nun eine Frau oder ein Mann ist. Aber wie gesagt: interessant.

Die berüchtigte Seite 2 ist wirklich nicht der Renner was die Action angeht, aber genau da sollte einen doch der Eifer packe und weiterlesen. es lohnt sich hab ich festgestellt.

Danke für diese Geschichte
M.
c.schmidt-gc@web.de schrieb am 2011-04-17 22:35:59:
ich fand die geschichte total super, ist echt mal was anderes....
Respekt...mach weiter so....
phil schrieb am 2011-04-17 13:47:48:
Affen geile Geschichte
Aluka schrieb am 2011-01-20 15:41:47:
Ich habe die ersten zwei Seiten gelesen ! Und ich muss sagen was mich diese geschichte nicht wirklich anspricht sie ist für mich Langweilig! !
jenndohren@web.de schrieb am 2010-07-16 17:50:17:
Hi Anariel , ich finde diese geschichte sehr gut. Ich habe sie mir direkt ausgedruck. Wenn ich eine Note dir geben müsste, dann würde ich dir ein 1++ geben. Ich schreibe auch Vampirgeschichten und ich finde deine aber besser. Würde mich freuen wenn du mir mal mailen würdest. Hast du denn auch noch andere Geschichten geschrieben?

Ganz liebe grüße Jenny
selina.zach@web.de schrieb am 2010-06-27 19:22:20:
Ich finde die Geschichte sehr interessant. Mal anders als die vielen Geschichten die ich hier im Internet schon gelesen habe,wo der Hauptteil nur von mystischer Düsternis überzogen ist und viel sexuelles Verlangen ins Spiel gebracht wird. Mann könnte ihr fast den Glauben schenken realistisch zu sein.Vielen Dank für die schöne Abwechslung.
jenny.denhof@com schrieb am 2010-06-06 18:01:36:
gut
linda-hirt@web.de schrieb am 2010-02-19 20:53:55:
ich fand es SUPER dein wortspiel und einfach alles schreib weiter!!!!!
deine
QQQQQQQq
vanessa schuman schrieb am 2009-11-09 18:34:56:
die geschichte ist langweilich ich habe bis zur2 seite gelesen und ich bin eingeschlafen
L e a schrieb am 2009-06-10 20:17:21:
Hallo Anariel,

Deine Geschichte war echt super! Hat mir sehr gut gefallen wie du sie geschrieben hast und ich fand sie sehr interessand auch das ende. Schreibe mehr geschichten, dann wirst du berühmt XD

Gruß lea
Sophia schrieb am 2009-04-14 19:15:27:
Hi!
Klasse Story,sehr gut geschrieben,mit einem guten überaschenden Ende!Die Satzanfänge sind abwechslungsreich,und du benuzt sehr viele Úmschreibungen.Schon mal dran gedacht,das an einen Verlag für Kurzgeschichten zu schicken,oder in einer Zeitung abdrucken zu lassen?
Anariel schrieb am 2009-03-08 22:26:28:
Hallo T J Omar,

vielen Dank für das Kompliment.
Es freut mich sehr, dass ich auch dich mit meiner kleinen Vampirgeschichte begeistern konnte.
Vielen Dank fürs kommentieren.

Mit liebem Gruße
Anariel
TJ Omar schrieb am 2009-03-08 13:31:24:
Hallo Anariel,

Zu deiner Geschichte muss ich sagen: Wow, einfach nur Wow. Das war eine echt grandiose Geschichte. Die Um- /Beschreibungen ist erste klasse. Du hast meinen Respekt.

MfG TJ Omar
Anariel schrieb am 2009-03-08 13:05:31:
Hallo liebe Lilly,
vielen Dank für die Komplimente und den Kommi.
Es freut mich sehr, dass auch dir diese kleine Vampirgeschcihte gefallen hat.

Mit liebem Gruße
Anariel
Anariel schrieb am 2009-03-07 20:05:22:
Nanu, ich hatte doch geantwortet, oder?

Hallo Dragoneye,
es freut mich, dass ich dir eine Leckerbissen bereiten konnte und es ist schön, dass es dir so gut gefallen hat.
Vielen Dnak für das Kompliment und den Kommi.

Mit liebem Gruße
Anariel
Lilly schrieb am 2009-03-06 17:14:47:
Hey,
ich mag deine Geschichte. Ich mag wie du etwas umschreibst / beschreibst ... einfach klasse.
Danke, ich hatte schon lange nichts mehr soooo gutes zu lesen bekommen!
Ganz liebe Grüße
Lilly
Anariel schrieb am 2009-03-06 14:02:33:
Huhu Dragoneye,

es freut mich, dass ich dir einen geistigen Leckerbissen servieren konnte. Schön dass es dir gefällt.-grinst- Schön dass ich es so gut rüberbringen konnte, dass sie Martin nicht nur beißen wollte......

Hmm..ja der Vampirtrip hat mich auch ereilt mit den "Black Dagger", "Weiblich,ledig, untot" und den Geschichten um Sookie Stackhouse.....Schreiben tu ich solche Geschichten eigentlich eher weniger. Aber hier, im Storyparadies, gibts sogar eine zweite Vampirgeschichte von mir:
"Die Nachtjägerin"...also falls Interesse besteht.

Mit liebem Gruße
Anariel
Anariel schrieb am 2009-03-05 16:17:43:
Hallo Eardy,

freut mich, dass es dir gefällt.
Danke fürs Lob.

Klar gibts zu 'Schattenmacht die Fortsetzung,bin fleißig dran am schreiben. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, da ich ja eine Geschichte in einer Geschichte erzählen muss und die sollte, mit dem berühmten Charakter, schon gut sein. Will ihm ja gerecht werden.-zwinker-
Zudem hat sich in der Geschichte nun ne Lücke aufgetan, die ich auch noch füllen sollte.
Du siehst, es kann schon noch etwas dauern.
Aber die Fortsetztung kommt, keine Sorge.;-)

Mit liebem Gruße
Anariel
Dragoneye schrieb am 2009-03-05 12:49:01:
Wieder einmal hast du es geschaft mich zu fangen ;-))

Ich bin seit einem halben Jahr auf den Vampiertrip und ich muss sagen deine Story ist super.
Zum Ende bekam man richtig mit, das sie ihn nicht nur beißen wollte. Laut deiner Beschreibung des Mannes währe mir warscheinlich auch noch was anderes eingefallen ...........

Deine Geschichten sind immer ein wahrer Schmaus.. und diese war besonders lecker ;-))

Liebe Grüße
Drageneye
Eardy schrieb am 2009-03-05 10:41:52:
Hi,
mal wieder eine sehr schöne Geschichte von dir. gefällt mir, wie Alles was ich bisher von dir gelesen habe, sehr gut.
Wie schaut es eigentlich mit Schattenmacht aus? Ist dort eine baldige Fortsetzung zu erwaren?
Ich freu mich schon auf neue Geschichten von dir.
Lieben Gruß
Eardy
Anariel schrieb am 2009-03-04 20:17:34:
Hallo Mareike,

es freut mich sehr, dass dir diese Geschichte so gut gefällt. Ja da am Schluss ist ein Buchstabendreher drin. Den hab ich übersehen.
Hierzu gibts keine Fortsetzung.

Hallo Darla,
schön, das ich auch dich begeistern konnte, mit dieser kleinen Geschichte.
Vielen Dank für das Kompliment.

Huhu the Shadow,
vielen Dank. Freut mich dass es auch dir gefallen hat.

Mit lieben Grüßen an euch
Anariel
The Shadow schrieb am 2009-03-04 17:17:15:
Wie alles von dir, einfach wunderschön geschrieben.

LG The Shadow
Darla schrieb am 2009-03-04 11:56:06:
Das ist eine der originellsten Vampirgeschichten, dihc ich bisher lesen durfte und das mag schon was hießen. Ich hab schon viele, sehr viele gelesen.
Ganz toll, da würde mir auch eine Fortsetzung gefallen.
Von mir gibts hier beide Daumen hoch.

Gruß Darla
Mareike schrieb am 2009-03-04 02:17:41:
Ganz große Klasse.
Ich mag diese Gesichte irgendwie, vor allem das Ende finde ich interessant und wie so oft bei dir, nicht wirklich so erwartet. Aber im letztem Satz hast du dich verschrieben. Ich denke das sollte wohl eher "riechst" heißen.;-)

Gibts es dazu ne Fortsetzung?

LG Mareike

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