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Kategorien > Fantasy > Mond

Omnura Episode 1

von TJ Omar

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Omnura

EPISODE EINS:
AM GRABE DES BRUDERS

Der Friedhof. Ein einsamer, verlassener Ort. Hier ruhen die Toten in Frieden. Vielleicht ist das der Grund, wieso sich einige Leute diesen Ort meiden. Ihn sogar Fürchten. Bei Tage besuchen viele Leute den Friedhof, um ihre Verstorbenen zu betrauern. Noch bei Nacht, wenn die Sonne längst untergegangen ist, traut sich keine menschliche Seele, zumindest keine lebende, in die Nähe des schaurigen Ortes.
Doch eine kniende Gestalt, wohlgemerkt mitten in der Nacht, glaubte nicht an die Gruselge-schichten, die Überall erzählt werden. Dass Tode auf einmal aus ihren Gräbern steigen und die Lebenden terrorisieren. Oder das hier Geister umher spuken. Nein, Narianna glaubte nicht daran. Sie glaubt nur an das, was sie sieht. Und sie sieht den Namen ihres Bruders an einem Grabstein gemeißelt.
Forges Manures
15ter des Sommers des 315sten des Jahres
bis 12ter des Herbstes des 335sten des Jahres
Heute ist der 30ter des Herbstes. Ihr Bruder war schon seit 16 Tagen in einer anderen Welt, ei-ner besseren Welt. Nur das konnte sie hoffen. Das schlimme ist, dass sie nicht weiß, wie er um Leben gekommen ist. Seine Kammeraden von der Garde, wo er fünf lange Jahre war, behaupten, es wäre ein Unfall gewesen. Der Alchemist, der ihn untersucht hatte, behauptet er habe Gift einer seltenen Pflanze in seinem Organismus gefunden. Doch niemand konnte ihr sagen, wie er tat-sächlich ums Leben gekommen ist. Diese Ungewissheit brachte sie um den Verstand.
Sie strich sich die rote Strähne aus dem Gesicht. In Umbronia ist die rote Farbe in der Kombi-nation mit schwarz die Farben der Trauer. Deshalb hat sie sich die rote Strähne machen lassen. Schwarze Haare hat sie von Natur aus. Ein enganliegendes Oberteil aus schwarzem Leder mit einem tiefen Ausschnitt, das jedoch mit einem roten Stoff bedeckt war, bedeckte ihre Busen, und nur ihre Busen. Rote Stiefel mit schwarzem Saum, die nicht einmal bis zu ihren Knien reichte, war mit dem Lendenschurz das einigste, was ihren Körper unterhalb des Bauchnabels bedeckte.
„Mein Beileid, My Lady'', sagte eine tiefe Stimme hinter ihr.
Als sie sich umdrehte, sah sie den Brigade Kommandanten der umbronischen Garde. Er war ebenfalls in den Farben der Trauer bekleidet, nur nicht so freizügig wie sie.
„Ich grüße euch, mein verehrter Brigade Kommandant'', sprach sie die Worte, während sie mit einem Fuß in die Knie ging und den Kopf sengte. So wie man es erwartete, wenn ein so hoher Mann der Garde einen ansprach.
„Du bist keine Gardistin, My Lady. Also steht bitte wieder auf'', bat er die Trauernde Schwester.
Narianna gehorchte ihm.
„Es tut mir Leid, was mit deinem Bruder passiert ist'', entschuldigte sich der Kommandant.
„Braucht es nicht'', entgegnete Narianna höfflich, doch die Trauer in ihrer Stimme konnte sie nicht verbergen.
„Er hat unter mir gedient. Und ich hab für jeden meiner Gardisten die Verantwortung. Demnach hab ich die Verantwortung für den Tot deines Bruders'', sprach der Brigade Kommandant. ,,Aber nur so lange, bis der Mörder geschnappt und vor das Gericht gestellt wird.''
„Mörder?'', fragte sie überrascht.
„Du weißt davon nichts?“, entgegnete der Gardist.
Narianna schüttelte nur den Kopf.
„Nun gut. Soweit wir wissen, wurde dein Bruder vergiftet. Da er zu dem Zeitpunkt in der Ka-serne war, vermuten wir einen Verrat, da kein Außenstehender Eintritt zur Kaserne hat. Also un-tersuchen wir den Fall und bringen den Verräter so schnell wie möglich vor Gericht und verur-teilen ihn'', berichtete der Brigade Kommandant.
„Wenn Ihr den Täter findet, möchte ich es als erste Wissen'', bat Narianna.
„Ich tu, was ich kann, My Lady'', versprach der Gardist.
„Wie ist ihr Name?'', wollte Narianna plötzlich wissen.
„Brigade Kommandant Naruto Kasamati'', gab er ihr zur Antwort. „Wenn Ihr mich auffinden wollt, ich bin von gewöhnlich in der oberen Kaserne im Norden. Um reinzukommen braucht ihr eine persönliche Einladung von mir, die ich Euch soeben erteilt habe, und dieses Amulett'', er holte eine Kette hervor. Das Amulett war ein Kreuz, dass zur Mitte hin verjüngte. Der Rand des Kreuzes war golden, während der innere Teil, fast die ganze Fläche, blutrot war. In der Mitte war ein Blutroter Rubin eingearbeitet.
„Danke, mein Herr'', bedankte sich Narianna. Ehe sie das letzte Wort aussprach, fing die Erde an zu Beben. So plötzlich es anfing, hörte es auch so schnell wieder auf.
„Was war das?'', fragte Narianna halb erschrocken halb überrascht.
„Ich weiß es nicht, My Lady. Aber dass hat nichts Gutes zu bedeuten'', antwortete Naturo Ka-samati. Narianna glaubte in seiner Stimme Furcht heraus gehört zu haben.
Vor Forges Grabstein wölbte sich die Erde zu einem kleinen Hügel herauf. Narianna bekam mit der Angst zu tun. Was passierte gerade hier? Auf einmal war da eine Hand zu sehen. War es möglich, dass ihr Bruder nur Scheintot war, und versuchte aus der Erde herauszukommen? Wenn es dem so sei, wie konnte er achtzehn Tage lang ohne Essen, und vor allem ohne Wasser aus-kommen? Jedenfalls versuchte die Hand um jeden Preis herauszukommen. Als die Hand ein Loch, dass groß genug für einen Mann war, heraus geschaufelt hatte, kamen Haare zum Vor-schein, dann die Stirn, Augen, Nase, Mund, Kinn Hals und zum Schluss die Brust.
„Forges'', rief Narianna entgeistert. Sie lief zu ihm, um ihm aus seinem Grab zu helfen. Ihr Bruder war sehr abgemagert. Nur noch Haut und Knochen.
„Was... ist... passiert?'', fragte der mit einer sehr rauen Stimme.
„Wir alle dachten du wärst Tod'', umarmte ihn seine Schwester weinend. ,,Ich hab dich so ver-misst.''
„Wie.. lange?'', stöhnte er.
„Achtzehn Tage'', antwortete der Brigade Kommandant fest.
„Wir bringen dich zu einem Heiler'', meinte Narianna.
„Nein'', widersprach Forges ihr.
„Was? Wieso?'', war Narianna überrascht.
„In mich ist etwas. Etwas das böse ist'', man merkte, dass es ihm schwer fiel zu sprechen.
„Wenn ich zu einem Heiler gehe, sucht ihn das Böse heim. Dann wird die Welt dem Untergang geweiht sein'', berichtete er weiter.
„Wohin können wir dann gehen? Was können wir dann machen?'', wollte Narianna, immer noch Tränen in den Augen, wissen.
„Ich weiß es nicht'', gestand Forges. „Wir müssen es irgendwie beseitigen.''
„Zuerst bekommst du was zu essen'', sagte Narianna besorgt.
„Ich kann nicht von hier fort. Nur hier bin ich sicher'', meinte ihr Bruder.
„Hallo?'', hörte sie Stimmen, die etwas weiter weg waren. Narianna drehte sich um. Es war ein Pärchen. Vielleicht Mitte oder Ende dreißig. Ihren Kleidungen nach waren sie zwar keine reichen Bürger, aber noch lange keine Bettler. Der Mann trug breite, schwarze Hosen mit einem Arbei-terhemd, während die Frau einen Rock, der ihr bis zu den Knien ging und ein Ärmelloses Hemd. Ihr Ausschnitt war derartig groß, das man erkennen konnte dass sie keinen Büstenhalter trug, deshalb konnte man sehen was in einer halbwegs kultivierten Gesellschaft nicht zu sehen be-kommen

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Kommentare

Jeiy schrieb am 2008-05-19 17:54:50:
Hallo TJ Omar!
Ich hatte bisher leider nur die Zeit dazu den ersten Teil dieser Geschichte zu lesen, aber für einen Kommentar reicht das ja immerhin ^^
Also, ich finde, dass dir der Anfang auf jeden Fall sehr gut gelungen ist. Beschreibungen, Erklärungen, gefühle - es ist alles da! Allerdings geht es dann alles ein bisschen sehr schnell von statten.
Quasi ab dem Moment, wo der Bruder deiner Protagonistin aus dem grab steigt, wird es alles ein wenig hastig und verwirrend. Es sind zwar einige hier der Meinung, dass man den Anfang einer Geschichte nicht zu langatmig gestalten sollte, aber du hättest dir hier schon noch bisschen mehr Zeit nehmen können.
Es passiert einfach alles ein bisschen zu plötzlich und zu viel auf einmal! Es wirkt eben ein wenig verwirrend und zu schnell.
Der Inhalt ansonsten gefällt mir. Scheint sehr vielversprechend zu sein und ich hoffe wirklich, dass ich irgendwann die Zeit dazu finde, auch die übrigen Teile, die du schon reingestellt hast, zu lesen ^^
Mfg
Jeiy
TJ Omar schrieb am 2008-05-15 17:28:10:
Bitte gebt irgentwelche komentare ab

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