One Street Down
von
Jack Pond
1
Ich sehe sie. Ich sehe ihre Gesichter durch die heruntergelassenen Jalousien. Ich spüre wie mir ihre Blicke auf der Haut brennen und sich ihre Köpfe drehen, wenn ich mich zu weit entferne. Die Lichter jedes Wagens glotzen mich starr an. Sie wollen mich fallen sehen. Jede Straßenlampe kommt mir wie ein Suchscheinwerfer vor. Der schwarze Asphalt scheint mit Fallen gespickt zu sein, die jeder außer mir kennt. Jeder Gartenzaun und jeder Grashalm versuchen mich abzuhören. Aber ich rede nicht. Eine Frau kommt mir entgegen. Ich laufe geradeaus weiter. Sie fixiert mich. Unter ihrem grauen Mantel trägt sie ihre Waffe. An ihrer Hand hält sie einen Suchhund. Sie wollen es tun. Doch sie können nicht. Ich sehe die Verachtung, den Abscheu in ihren kalten Blicken.Und ich bemerke die Gewissheit, ihre Überzeugung, dass es bald soweit sein wird. Aus jeder Gasse an der ich vorbeilaufe scheinen Arme zu kommen die nach mir greifen und versuchen mich zu ihnen zu ziehen. Ein richtiges zu Hause habe ich nicht. Jeder Unfall ist zu durchdacht um zufällig zu sein. Die Zaunpfähle zu spitz um nur zur Abgrenzung der Grundstücke zu dienen. Ich bin einer der Letzten, der diese Straße entlang geht. Sie kennen mich nicht. Aber ich weiß, deshalb sind sie so.
1
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.
Kommentar hinzufügen