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Kategorien > Love Story´s > Anderes

One day i fly away

von Ripley

Schneeflocken prasseln tänzerisch elegant anmutig gegen das durch Kerzenschein hell erleuchtete Fenster. Es ist der 1. Dez 2002 um 4 Uhr morgens. Jenes Fenster ist mit sonnengelben Vorhängen drapiert. Am Bodensteht ein ca. 80 cm hoher männlicher Torso aus Keramik. An den Wänden hängen ebenfalls Bilder von Torsen. Justin läßt seinen Tränen umnebelten Blick durch seine Wohnung schweifen. Sie sollte Ihre Festung, Ihre Zuflucht im Sturm des Lebens werden. Doch Sebastian hat es alles zu Nichte gemacht. Er hatte noch Anfang Oktober beim Einzug geholfen. Hatte maßgeblich die Regie beim Einrichten und Dekorieren. Alles in dieser verfluchten Wohnug errinnert Justin an Sebastian. Die Anordnug der Couch, die Bilder, die Schränke einfach alles.......... Gefühle, Errinerungen brechen über ihn wie ein Wirbelsturm. Er droht sich darin zu verlieren und zu ertrinken. NEIN. Noch nicht halt, noch ein paar Stunden aus. Dann ist alles egal. Er drückt seine bis zum Filter gerauchte Zigarette in den übervollen Aschenbecher und widmet sich wieder den Abschiedsbriefen . Zwei muss er noch schreiben, es werden die Schwierigsten. Der Brief an seine Eltern und seine beiden Brüder ging ihm wie von selbst von der Hand. Da er einen misserabelen Kontakt zu ihnen hat und momentan auch keinen wünscht. Vorallem nicht zu seinem Vater. Ein Tyran, ein Dickschädel, ein Ignorant, ein Arsch und ein Penner. Und das sind noch geschmeichelte Komplimente. Unbändige Wut baut sich bei denm Gedanken an seinen Vater auf. Nicht jetzt. Verdränge es.... sagt sich Justin selbst, das hast du ja schließlich über 20 jahre getan. Langsam beruhigt er sich wieder bekommt einen klaren Kopf wird ruhig und gelassen....Er widmet sich dem Brief für Marion zu. Seine beste Freundin seid über 11 Jahren. Ihr wird er sehr weh tun. Aber Marion ist seid einem Jahr mit Dehlia zusammen. Sie wird Marion auffangen. Beide sind Engel von Menschen. Sie machen sich sehr große Sorgen um ihn. Doch wie schlimm es steht davon haben sie keine Ahnung. Da Justin niemanden mehr an sich heran läßt seid dem 26.10. Solang quält er sich damit schon herum. Aber jetzt dauert es nicht mehr lang....

Warum will er Sebastian einen Abschiedsbrief schreiben? Selbst wenn er könnte würde er den Brief nicht lesen, das wusste Justin. Weil die Beiden sich stundenlang über das Thema Suizid unterhalten hatten. Sie hatten so viel endlose Stunden disskutiert. Ewigkeiten kamen einem wie Sekunden vor... Es war teilweise perfekt. Doch nun? Was hatte Justin denn jetzt noch? Freunde ja klar aber die können einem nicht das Geben was einem ein Partner geben kann.... Geborgenheit... Wärme.... Liebe... Sex..... Alltag... Zoffen und Streiten....... WARUM ?!
Sebastian fehlt ihm. Er kann und will nicht ohne ihn. Drei Worte zieren Sebastians Brief, der mit allen anderen ordentlich auf dem Wohnzimmertisch liegen ... an seine Eltern und Brüder... an Dominik seinen besten Freund ... an Marion und Dehlia ... und offen, für jeden lesbar als Oberstes. Wen man die Worte so dort liest, klingen sie seltsam fremd....

.... forever.... in Love...

Während Justin in der Badewanne seinen trüben Gedanken freien Lauf gelassen hatte,und nur körperlich anwesend war hat, er sich eine Flasche Bacardi (Sebastians Lieblingsgetränk) und eine Flasche Sekt eingeflößt. Zur Krönung seine kompletten Paracetamolvorräte (zwei Schachteln)eingenommen, wohl wissendlich was zuviel Paracetamol bewirkt. Anschließend verfasste er noch zwei SMS ..... eine an Marion und eine an Monika (Sebastians Mutter). Er merkte das er schon lange nicht mehr Herr seiner Sinne war. In diesem Zustand schaffte er es tatsächlich noch sich an der linken Hand die Pulsadern aufzuschneiden. Kurz darauf dämmerte er weg....

Benommen bekommt Justin noch mit das jemand eindringlich an der Wohnungstür klingelt und klopft. Selbst wenn er wollte könne er in seinem Zustand die Tür nicht öffnen. Er dämmert weg seiner Freiheit und Erlösung entgegen.................


Kommentare

Maion und Dehlia schrieb am 2008-03-16 10:25:27:
Der Autor verstarb am 27.02.2008
CogitoErgoSummi schrieb am 2006-02-27 19:07:57:
der einleitungssatz ist das beste ;) !
aber deine tipp-/rechtschreib-/zeichensetzungsfehler ermöglichen leider kein flüssiges lesen(was sehr schade ist, dein wortwitz sehr eigen ist....;)
seine emotionen in dieser situation sind zwar seklbstverständlich, doch ich finde, du hättest darauf ruhig genauer eingehen können.

mia_ment@freenet.de schrieb:
Sehr dramatisch, aber auch sehr schön, schreib bitte weiter so interessante geschichten...
Manuela.Krott@grunenthal.de schrieb:
Hi,
klasse geschrieben. Ich hoffe dass hier keine autobiographischen Züge zu sehen sind?
Was ich ein wenig traurig finde, ist das Ende. Freihet für Homosexuelle nur im Tod??? Ich hoffe doch nicht.

Sehr interessante Geschichte, toller Aufbau, der immer mehr über die Person verrät. Klasse.

Liebe Grüße
... schrieb:
super geschichte, aber trauriges ende. liebe grüße

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