PP: Alptraumpoesie
von
Dr.Soltberg
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Paradiespoesie: Alptraumpoesie
Für dich, Hoffnung.
Ich kann mich keinem Leben ohne deine Wärme stellen.
Prolog: Finsternis
Die Finsternis legt sich nunmehr früh über unsere doch so wachen Geister. Die Kälte frisst an der Wärme unserer Herzen. Und Tod überzieht die Fruchtbarkeit unserer Existenz.
Der goldene Herbst scheint längst vergangen.
Der Winter naht. Trostlos, unkreativ, aber doch morbide schön.
Wenn alles um uns herum stirbt, dann ist der Tod unsere Kunst.
Der sterbende Junge, welchem missglückte die Enden für all die Poesie zu schreiben, welche er formulierte, durchwandelt den Schneesturm der blutroten Blätter.
Die Zeit rinnt durch seine schwachen Hände, als das Jahr zu sterben beginnt.
Die Menschen schweigen, als die Gründe einstürzen und die Detonation ihre Existenz erschüttert.
Lasst die Liebe einfach gehen und verschwindet aus der Szenerie. In Einsamkeit können wir nicht hassen. Die Herzen sind zu dunkel um sich angesichts ihres Schicksals zu sorgen. Wir verdienen nicht zu fühlen. So lang zuvor ist es uns entrissen worden, wir sollten beten nicht zu wissen…
Ich drücke deine Briefe immer noch an meine Lippen. Ich kann mich meiner Existenz nicht ohne dich stellen. Doch all das ist gestorben, als du flohst anstatt zu kämpfen. Spar dir die Worte ich bin taub. Wir können nicht genug hassen um zu Lieben. Das Einzige, wonach ich strebe ist dich letztendlich zu verletzen. Last du niemals, was ich schrieb?
1. Das Tagebuch des Poeten
Die Geschichten hinter den Gemälden, welche ich zeichne, sind längst verklungen. Schmeckt ihr nicht den Tod an den Seiten meines Tagebuchs?
Ich sterbe, doch kann ich nicht entsagen, solang ich zuständig bin für das, was ich erschuf.
Die Poesie ist vollendet. Der Vorhang fällt. Verloren in meiner eigenen Welt, liege ich zwischen den Ruinen.
Wo sind all die Wölfe? Wo der versinkende Mond, der Pfad der Hoffnung oder die himmlische Unschuld? Wo sind die Ozeane sternenklarer Flüssigkeit?
Habe ich nicht lang genug für diese Tat gelitten?
Oder ist das Ende nah? Erklingt nun die Ballade vom Engel im Schnee?
2. Der Engel im Schnee
Nackt, in tiefster Mitternachtsmagie liegt der Engel im Schnee. Die gefrorene Schönheit ward zermalmt von den Spuren der Wölfe. Eine Begegnung nur symbolisch, doch so wahrheitsgetreu, eine Erinnerung unendlich alt wird geboren. Der Poet wundert sich.
Er eilt durch den Dryadenwald, begleitet von unzähligen Engelsharfen, welche die markerschütternden Harmonien formen. Er erblickt niemals die ewigen Dämonen. Heute Nacht schließt sich der Vertrag zwischen Künstler und Wildnis. Die Reise beginnt.
Umhüllt von Rauch unter dem Nordlicht einer längst vergangenen Jahreszeit, behauptet sich das Land all seiner Wildheit und Ungezähmtheit. Und der Poet überlegt, ob eine nahende Gezeit den Engel schandvoll schmelzen lassen wird. Unendlichkeiten möge es überdauern.
Das Sakrament der Wildnis.
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Kommentare
Anariel schrieb am 2008-09-22 09:50:17:
Huii, endlich mal wieder was von dir.
Hab mir schon Gedanken gemacht, mein lieber Dr. Soltberg.
Zum Text, jener ist streckenweise ein klein wenig schwer zu fassen. Man hat das Gefühl es liege etwas hinter dne Worten, könne diese Etwas aber nicht so wirklich greifen, weil nur der Verfasser weis, was dieses Etwas hinter den Worten ist. Also beginnt man, als Leser, sofern man ein guter Leser in diesem nicht greifbaren Etwas das eigene Etwas zu finden, das Etwas hinter den Worten, das einem damit auch ansprechen kann.
Ups nu wurd es doch länger als ich dachte.
Gut geschrieben sag ich. ;-)
Miot liebem Grüßen
Anariel
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