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Kategorien > Horror > Schauriges

Pakt mit dem Teufel

von Stubborn

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Wenn Ihnen das Liebste auf dieser Welt genommen wird - würden Sie nicht alles tun, um es zurück zu bekommen? Würden Sie nicht auf den höchsten Berg steigen und im tiefsten Meer tauchen, um es zurück zu bekommen? Würden Sie nicht sogar Ihre unsterbliche Seele aufs Spiel setzen und einen Packt mit dem Teufel schließen? Wenn Sie das, was Sie verloren haben wirklich geliebt haben, dann tun Sie all das und noch tausend mal mehr ohne es als Anstrengung zu empfinden. Glauben Sie mir!
Mein Sohn war nach dem Tod meiner Frau das einzigste, das mich noch am leben hielt. Das Wissen, ihn beschützen zu müssen und ihn aufwachsen zu sehen gaben mir die Kraft weiter zu machen obwohl ich meiner geliebten Claudia am liebsten ins feuchte Grab gefolgt wäre. Unsere Liebe ist so groß gewesen, dass es mir unmöglich erschien, ohne sie weiter zu leben. Ebenso wenig wäre es mir möglich gewesen, zu leben ohne zu atmen. Ja, Claudia war der Atem meines Lebens und ohne sie war ich nur noch ein Schatten meiner selbst, ein Geist. Einzig Antoine hielt mich noch in der Welt, die mir ein Gefängnis geworden war Zwei Jahre nach Claudias Tod starb Antoine in dem schlimmen Winter des Jahres, die Ärzte sagten, sie hätten keine Chance gehabt, ihm zu helfen. Meine ohnehin schon bröckelige Welt brach nun vollends über mir zusammen. Nie hat ein Mann sich mehr gewünscht, der Boden möge sich auftun und ihn verschlingen. Nie hat sich jemand mehr nach dem Tod gesehnt. Ich ging aus um die Gesellschaft von Huren zu suchen, denn in ihrer Nähe sind immer auch Tagediebe und Mörder von denen einer sicher meinen großen Wunsch erfüllen konnte. Einer von dem Gesindel würde mich zu Claudia und Antoine ins Grab legen! Mehr wollte ich nicht, nur den sicheren Tod, gefolgt vom ewigen Schlaf.
Wochenlang passierte nichts. Die Huren hatten mich als neuen Stammgast ihres Gewerbes angenommen und kein Mörder schien den Drang zu haben, mich umzubringen und auszuplündern. Es war wie verhext, hunderte von Menschen die leben wollten, starben und ich, der sterben wollte, lebte obwohl ich es auf meinen Tod anlegte. Der Winter ging um dem zaghaften Frühling platz zu machen, der mir deutlich klar machte wie elend und erbärmlich mein Leben doch war. Jedermann genoss den Sonnenschein, nur ich verkroch mich in meiner Wohnung und kam nur Nachts raus, wie lichtscheues Gesindel. Meine Nachbarn entwickelten eine solche Furcht vor mir, dass sie ihren Kindern verboten vor meiner Tür stehen zu bleiben oder anzuklopfen. Ich hätte ihnen nichts getan, sie höchstens etwas erschreckt, was aber daran lag, dass meine Erscheinung immer finsterer wurde. Des Nachts wandelte ich durch die Straßen wie ein Geschöpf der Dunkelheit und rechnete nicht mehr mit einem Überfall auf mich. Um so erstaunter war ich, als aus dem Schatten vor mir ein großer Mann trat und mich an die Wand drängte. Sein Gesicht konnte ich nicht sehen weil er einen altmodischen Kapuzenumhang trug und die schwarze Kapuze weit ins Geicht gezogen hatte. Aus dem Schatten der Kapuze drang schweres Atmen und langsam wurde mir unheimlich zumute. Was wollte dieser Mann, oder was immer er, es war, von mir?
“Du suchst den Tod, nicht wahr? Aber der Tod ist eine schlechte Geliebte!”
Seine Stimme war rauchig und klang etwas erstickt, so als strenge ihn das sprechen sehr an.
“Ich suche den Tod nicht als Geliebte, sondern als Erlösung von meinem Leben. Und jetzt lass mich vorbei!” Doch er schüttelte seinen Kopf. “Ich kann dich nicht gehen lassen, Dale. Wo ich doch schon so lange auf diesen Augenblick warte. Weißt du, deine Frau und dein bezaubernder kleiner Sohn sind schon bei mir, sie sind in meiner Gewalt.” Ich schüttelte meinen Kopf. Das konnte einfach nicht möglich sein, sie waren doch tot! Aber woher kannte er meinen Namen? “Wer bist du?”, fragte ich, wobei ich nicht verhindern konnte, dass meine Stimme zitterte. Der unheimliche Mann lachte, entfernte sich ein Stück von mir und schlug seine Kapuze zurück. Sein junges Gesicht war schön und von wallenden dunkelblonden Haaren umgeben, er sah aus wie ein Engel, doch er schien von einer dunklen Aura umgeben zu sein. “Meinen Namen willst du wissen? Ich bin unter vielen Namen bekannt. Satan. Beelzebub. Der Teufel. Luzifer. Such dir einen Namen aus, Dale! Welcher gefällt dir am besten?” Ich wich einen Schritt zurück. Sprach ich wirklich mit dem Teufel? Ich sah ihn prüfend an, er sah mir nicht aus wie einer der Teufel aus einem Kirchengemälde aber er selbst hatte gesagt, dass er der Teufel ist. War es also wahr?
“Nun, Dale. Wie willst du mich nennen?”
“Luzifer.”, entschied ich schnell. Es erschien mir unhöflich, ihn Satan oder Teufel zu nennen.
Er lachte gut gelaunt, was jetzt überhaupt nicht mehr erstickt klang, sondern melodisch für einen Mann. Freundschaftlich legte er seinen Arm um meine Schultern und führte mich zielstrebig auf den Eingang einer Kneipe zu. “Luzifer! Eine gute Wahl, mein einzigster Name, der mir gefällt. Er ist nicht so brutal.” Wir gingen in die Kneipe und setzten uns an einen Tisch um etwas zu trinken zu bestellen. Der Kellner brachte unsere Getränke und ging dann schnell. Endlich waren Luzifer und ich allein und hatten die Ruhe, über alles zu sprechen. Ich hatte viele Fragen. Was war mit Claudia und Antoine? Was wollte er von mir? Warum hatte er mich gesucht? Er trank einen Schluck von seinem blutroten Getränk und lehnte sich entspannt zurück. “Deine beiden Lieblinge sind nach ihrem Tod zu mir gekommen weil unser Höchster niemanden mehr aufnehmen will, der ungetauft ist. Dadurch ist es bei mir ziemlich eng geworden, sag ich dir. Für junge Frauen und Kinder ist meine Hölle aber nicht der richtige Ort, Dale. Es geht ihnen da nicht gut. Ich kann dir ein Angebot machen! Ich bringe deine Lieblinge in den Himmel wenn du für, sagen wir mal,300 Jahre mein Gehilfe wirst. Danach darfst du ihnen in den Himmel folgen wenn du willst, oder du bleibst bei mir. Wenn du auf mein Angebot eingehst, musst du allerdings eine Prüfung bestehen die nicht ganz einfach ist. Willst du es wagen, Dale?”
Was für eine Frage! Natürlich wollte ich es wagen. Luzifer sah mich wohlwollend an und nickte.
“Dann folge mir. Aber sei dir gewiss, sobald du mein Reich betreten hast, gibt es kein Zurück mehr.” Das klang zwar bedrohend, aber es war das was ich gewollt hatte. Nun, nicht ganz, aber ein Diener des Teufels zu sein kam dem Tod so nah wie möglich ohne zu sterben. Ich folgte ihm und staunte nicht schlecht, als auf der Straße eine Kutsche auftauchte, die von sechs schwarzen Pferden gezogen wurde und direkt vor uns zum stehen kam. Das alles kam mir so unwirklich vor. Die Sitze der Kutsche waren mit schwarzem Leder bezogen, die Vorhänge vor den Fenstern aus blutroter Spitze und der Fahrer war ein Skelett mit einem grinsenden Totenkopf-Kopf. Ich setzte mich unbehaglich und sah aus dem Fenster, draußen war dichter Nebel der alles umwallte bis man kaum noch etwas sehen konnte. So etwas gab es in dieser Stadt normalerweise gar nicht, wer hat schon von Nebel in

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Kommentare

millie schrieb am 2009-04-21 07:33:44:
Die Geschichte is echt voll geil,total fesselnd!Ich würd am liebsten noch mehr lesen..^^ Willst du nich noch ne fortsetzung schrieben?!wie die zeit in der höle vergeht und wenn er dann endlich in himmel darf,wobei ich mir vorstellen könnte das ers dann gar nich mehr will..xD ich bin echt begeistert von der geschichte!Vielen Dank eh (=
Stubborn schrieb am 2008-01-08 19:13:27:
An Michael Müller:
Diese Geschichte ist innerhalb einer Nacht ohne Überarbeitung entstanden als ich 13 war. Natürlich ist sie nicht druckreif,das weiß ich! Doch sie war ja auch meine allererste Geschichte.
Von konstruktiver Kritik hast du anscheinend noch nichts gehört.
Michael Müller schrieb am 2007-12-16 16:53:33:
Habe mir deine Geschichte durchgelesen und mus sagen das ich sie total schlecht finde, sie ist in einem schlechten Stil geschrieben und lässt sich nicht gut lesen. An deiner Stelle würde ich mit dem schreiben aufhören
mein ich und ich schrieb am 2006-05-16 22:14:53:
hoffentlich schreibst du noch mehr. das ist eine Supergeschichte. Dein Stil gefällt mir auch sehr gut. Ich konnte nicht aufhören zu lesen bis ich fertig war!!!!!
Stubborn schrieb am 2006-05-16 19:04:59:
Vielen Dank! Ja,das ist ziemlich wahrscheinlich. Unheimliches und mysteriöses interessiert mich einfach.
Daniel.Steinwerth@gmx.de schrieb am 2006-05-08 14:26:56:
Guter und flüssiger Schreibstil. Wird es von dir noch mehr in dieser Richtung geben?
PS: Freue mich auch über E-Mails!!!

Gruß

T.W.King

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