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Kategorien > Mysterie > Action

Panik

von Heather

1

Holly öffnete die Augen und musste unwillkürlich blinzeln, denn die endlose Dunkelheit um sie herum war einfach Angsteinflößend. Es machte keinen Unterschied, ob sie nun die Augen geöffnet hielt oder nicht.
Wo war sie nur?
Noch immer noch von dieser Schwärze, die um ihr lag, irritiert merkte sie, dass irgendwas in ihrer Hand lag.
War das eine Taschenlampe?
Vorsichtig tastete sie den Gegenstand ab und fand an einer Seite tatsächlich einen Schalter, durch den ein helles Licht die Dunkelheit verdrängte.
,,Wo bin ich?", murmelte Holly und musste Husten, denn die Luft um sie herum war heiß und stickig.
Erst jetzt bemerkte sie, dass sie flach auf dem Rücken lag und dass sich nur wenige Zentimeter über ihr eine hölzerne Wand befand, durch die sie sich nicht bewegen konnte. Auch ihre Arme hatten durch eine Wand kaum Platz und sie musste feststellen, dass sie in einer Art Kiste lag.
,,Wo bin ich hier?", schrie sie jetzt schon fast hysterisch und klopfte mit den Händen an die Decke bis sie schmerzten und das Blut an ihnen herab lief.
,,Ein Sarg!", schoß es ihr plötzlich durch den Kopf. ,,Ein hölzerner Sarg tief unter der Erde."
Erneut stieg Panik in ihr hoch, doch so sehr sie auch versuchte dich aus ihrem Gefängnis zu befreien, desto klarer wurde ihr, dass es keinen Ausweg gab.
Sie begann wieder zu schreien, doch nach ein paar Minuten gab sie auch das auf, denn das Atmen fiel ihr von Minute zu Minute schwerer. Wieviel Luft blieb ihr noch übrig bis sie jämmerlich ersticken würde?
Sie versuchte sich zu erinnern was geschehen war, doch in ihrem Kopf herrschte nur eine einzige Leere.
Wie nur war sie an diesem verfluchten Ort gekommen? War sie das Opfer eines bestialischen Serienmörders?
Holly verlangsamte ihre Atemzüge und versuchte sich zu beruhigen. ,, Denk nach, Holly!", befahl sie sich selber und schloß für einen Augenblick die Augen, doch sofort stieg wieder Panik in ihr auf, als sie plötzlich merkte, dass etwas über ihren linken Arm strich. Sie schaute auf und begann zu schreien. Eine riesige spinne lief über ihre Hand und bewegte sich jetzt langsam ihren Arm hinauf. Die haarigen Beine der großen Kreatur kitzelten sie dabei und Holly hoffte nur, dass sie nicht beißen würde.
,,Verschwinde!", flüsterte sie mit zitternder Stimme und pustete das Tier an, doch es ließ sich davon nicht weiter beirren. Sie krabbelte immer weiter und hatte schon ihr Gesicht erreicht. Holly zitterte am ganzen Körper und versuchte die Spinne abzuschütteln, was ihr nach einer Zeit auch gelang.
Holly versuchte sich wieder zu beruhigen und sah der Spinne zu wie sie sich in eine der dunklen Ecke am Ende des Sarges verzog. Sie schnaufte kurz auf und schloß dann wieder die Augen. Was sollte sie nur tun?
Auf einmal hört sie klar und deutlich ein Geräusch. Es klang fast wie ein Klopfen, nur dumpfer.
Holly begann wieder zu schreien, in der Hoffnung, dass sie von irgendjemanden gehört wurde, doch niemand reagierte auf ihre Rufe. Es war zwecklos, denn womöglich befand sie sich tief unter der Erde. Lebendig begraben also, wie in ihrem schlimmsten Alpträumen.
Sie merkte wie die Luft knapper wurde und sie immer mehr in Panik geriet. Sie wollte nicht sterben.
Plötzlich hörte sie ein Tropfen, dass eindeutig im Sarg war.
Sie richtete den Strahl ihrer Taschenlampe auf das Ende der Kiste und achtete dabei darauf, dass sie die Spinne nicht zu lange blendete.
Das Tropfen wurde immer lauter und breitete sich, wie ein ohrenbetäubendes Geräusch im ganzen Sarg aus. Erst jetzt sah sie woher dieses Geräusch stammte. Aus der Decke tropfte eine Flüssigkeit, die allem Anschein nach Wasser war.
Holly merkte, wie ihre Füße langsam naß wurden und wie das Wasser immer schneller aus der Decke floß.
Sie begann wieder zu schreien, doch die Luft war einfach so schlecht, dass sie nicht mehr atmen konnte. Um sie herum wurde plötzlich alles schwarz und sie merkte, wie langsam die Kraft aus ihr schwand. Ein letzter kurzer Atemzug und schon hörte ihr Herz auf zu schlagen..........

,,Hey Billy, schau doch mal in Sarg 3 nach! Ich glaube die Kleine hat gerade den Geist aufgegeben!"
Professor McKenzie machte sich auf den Weg zu dem Sarg. ,,Ja du hast recht! Sie ist Mausetot! Sag bitte ihren Eltern Bescheid." Er ging zu seinem Schreibtisch und holte die Liste. ,,Sie ist also Zwei stunden früher gestorben.... Das heißt also durch Panikzufuhr atmet man deutlich schneller.... Aber so schnell?"
Michael kam mit Holly's Eltern wieder. Professor McKenzie begleitete sie zu seinem Schreibtisch. ,,Ich schreibe ihnen einen Scheck aus. Vielen Dank, dass sie uns ihre Tochter als Versuchskaninchen zur Verfügung gestellt haben."
,,Ging es denn auch schnell....", fragte Holly's Mutter besorgt. ,,Ich meine, musste sie leiden?"
Der Professor schüttelte mit den Kopf. ,, Es ging sehr schnell und selbst wenn... sie kann froh sein, dass sie unseren Forschungen beigesteuert hat. Durch die Hilfe ihrer Tochter können wir vielleicht bald neue Entdeckungen in der Verhaltensforschung machen."




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