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Kategorien > Papa > Es tut mir Leid

Papa, ich wollte dich nie alleine lassen!

von Lis

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Ich war immer ein fröhliches Kind! Ich habe oft gelacht! Aber am glücklichsten war ich wenn ich bei meinem Papa war! Damals haben wir noch alle zusammen gelebt, Papa, Mama, meine 2 Schwestern und ich. Ich habe immer geglaubt das wir eine glückliche Familie sind! Doch das war niemals so!

Erst in den vergangenen 2 Jahren wurde mir die Wahrheit über unsere Familie erzählt! Also werde ich die ganze Geschichte erzählen, aus meine Erinnerungen und Erzählungen die mir nach unzähligen Therapiesitzungen gestanden wurden!

Wie schon oben erwähnt war ich ein fröhliches und aufgeschlossenes Kind! Ich war ein Papa-Kind. Mein Papa musste mich ins Bett bringen, mein Papa musste mir vorlesen und mein Papa hat sich um mich gekümmert wenn ich krank war! Sogar das erste Wort das ich sprach war Baba (Papa). Dieses wunderbare Leben führte ich die ersten 8 Jahre meines Lebens.
Eines morgens haben wir zusammen am Frühstückstisch gesessen, wie jeden Morgen saß ich neben meinem Papa. Aber irgendwas war anders. Mein Papa sah nicht glücklich aus. Eigentlich blickte er immer etwas grimmig drein, das war einfach so seine Art, doch an diesem Morgen sah er wirklich traurig aus. Ich fragte ihn ob irgendwas passiert war aber er antwortete mir nicht, auch meine Mutter wollte mir keine Antwort geben. Ich gab auf weiter nachzufragen und ging nach dem Essen mit meiner kleinen Schwester in ihr Zimmer um zu spielen. Nach einer Weile kam unsere Mutter ins Zimmer und setzte uns auf ihren Schoß. Sie sah uns an uns sagt das sie und Papa sich trennen würden und bei wem wir bleiben wollte. Ich verstand gar nicht worum es ging und sagt aus dem Affekt, das ich bei ihr bleiben würde! Sie fing an zu weinen und ging wieder raus.
Meine nächsten genaueren Erinnerungen fangen erst wieder an als wir schließlich in eine andere Wohnung zogen. Erst vor wenigen Monaten wurde mir gesagt das meine Mutter dann einfach mit uns abgehauen ist ohne sich von Papa zu verabschieden! Und wieder verspüren ich diesen riesigen Drang meinen Papa in den Arm zu nehmen und die Zeit zurück zu drehen um alles ungeschehen machen zu können.
Ungefähr zwei Jahre nach der Trennung sind wir wieder umgezogen. In der Zeit wurde meine Sehnsucht zu meinem Papa immer schlimmer. Jeden Abend lag ich im Bett und habe geweint. Nach ein paar Tagen konnte ich meine Mutter dazu überreden bei meinem Vater wohnen zu dürfen, und das tat ich dann auch für ein paar Wochen. Doch weil ich dann auf die OS kam musste ich wieder zu meiner Mutter zurück, sie bestand darauf. Und wieder war ich jeden Tag traurig. So vergingen ungefähr vier Jahre. Der Kontakt zu meinem Vater wurde immer weniger. Heute telefonieren wir höchstens ein Mal im Monat miteinander. Als ich dann 14 war schickte meine Mutter zu einer Therapeuten um die Trennung zu verarbeiten. Zuerst hatte ich nur alle zwei Wochen Therapie, dann jede Woche, dann zwei Mal jede Woche und schließlich wurde mir gesagt das eine ambulante Therapie nicht mehr helfen würde, also wurde ich in eine Klinik überwiesen, in der ich dann 10 Monate stationär behandelt wurde. Mittlerweile bin ich 17 und habe nur noch einmal in der Woche Therapie. Momentan wohne ich noch in einem Betreuten wohnen, damit ich mich nicht zwischen meinem Papa und meiner Mutter entscheiden musste, im Sommer ziehe ich allerdings mit meiner besten Freundin zusammen! Dann kann ich endlich wieder von vorne anfangen!

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Kommentare

franke, sina schrieb am 2010-04-25 22:33:13:
da es keine "geschichte" ist, werde ich nicht auf den aufbau und auf fehler eingehen, denn diese geschichte ist wahr, sonst hättest du mehr ausgeschmückt, mehr emotionen reingeschrieben. aber auf eine nüchterne art merkt man, dass das DEINE geschichte ist...

also wünsche ich dir alles gute in deinem leben
liebe grüße
xxxsinaxxx

ps. ich bin auch ein typisches papa kind, aber ich könnte mich auch nie zwischen meinen eltern entscheiden, da ich beide gleich lieb habe... ich kann das irgendwo verstehen, obwohl mir diese erfahrung erspart geblieben ist.... ich hoffe, dein leben läuft wieder in den richtigen bahnen
Desireekintrup@Web.de schrieb am 2010-04-24 20:25:48:
Traurige Geschichte ich heul jetzt noch. Aber wenn dein Vater reingekommen wär und gefragt hätte wo ihr wohnen wollt, dann hättest du doch gesagt bei ihm, oder?
lela schrieb am 2010-04-24 10:23:51:
hi lis,
kann mich tweety nur anschliesen.
meine eltern sind auch getrennt, und ich lebe bei meiner mutter.
aber für mich gibt es nichts schlimmeres, als meinen vater leiden zu sehen.
war schon immer papa kind...
glg
tweety schrieb am 2010-04-19 21:01:50:
hey lis, echt traurig :-( ich hoffe von jetzt an läuft alles in deinem Leben besser
und mit mehr freude und spaß
lg tweety

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