Per L'Eternita 07
von
Devilangel
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„Essen ist fertig.“, rief Mum von der Veranda. „Na komm Josh. Wir beeilen uns lieber mal, bevor uns die beiden noch alles wegessen und dann behaupten, wir wären zu langsam gewesen.“, sagte ich augenzwinkernd zu Josh. Also machten wir uns auf den Weg in die Küche. Als wir ankamen saßen natürlich schon alle am Tisch. Gina und Laila starrten uns an, als wären wir Außerirdische oder so etwas in der Art. Ich beachtete die beiden einfach nicht und setzte mich an den Tisch, als wäre alles wie immer. Es gab Eintopf. Ich hasse Eintopf und da heute Nachmittag der Notar kommen sollte, hatte Mum Nachsicht und ich knabberte verträumt an meinem Brötchen herum. Gina und Laila hatten natürlich eine Menge zu bemängeln. Das Haus sei heruntergekommen, die Zimmer seien absolut altmodisch, obwohl ich die gemütliche, mediterrane Einrichtung liebte. Dass es eine Villa und noch dazu eine sehr große war, sodass man sich im Notfall aus dem Weg gehen konnte, ließen sie aus. „Dad, und ich bekomme unseren Schrank nicht auf.“, beschwerte sich Gina laut. „Wir werden nachher mal nachsehen.“ Ich musste unwillkürlich grinsen, da ich die ganze Sache auch schon gemacht hatte. Alle sahen mich erstaunt an und ich nuschelte: „Meiner ging vorhin auch nicht auf.“ Mum räumte ab und Josh half ihr dabei, während Georg hoch ging, um den Schrank zu reparieren.
Ich hatte ihm empfohlen ein Brecheisen zu nehmen. Wahrscheinlich würde die Elfe nicht gerade erfreut darüber sein, doch das ließ mich völlig kalt. Schließlich wollte ich nicht, dass sie sich hier wohl fühlten. Im Gegenteil: Mein Ziel war es, sie so schnell wie möglich, wieder loszuwerden! Dennoch wollte ich nicht verpassen, wie Georg sich mit dem Schrank abmühte.
Ich schlenderte Richtung Ginas Zimmer und lehnte mich an den Türrahmen. Georg war gerade dabei das Brecheisen anzusetzen, als Gina aufschrie.
Der Drache am Türknauf hatte sich in Bewegung gesetzt und drehte mit leuchtend grünen Augen seinen Schädel. Georg kratze sich verwirrt am Kopf. „Das ist bestimmt so ein Drehmechanismus.“ Ich pflichtete ihm bei, ließ dabei aber den Drachen nicht aus den Augen. Wahrscheinlich hätten wir da noch ewig gestanden und völlig verblödet auf den Griff des Schrankes geschaut, doch in diesem Augenblick klingelte es und wir stürmten alle in den Flur.
Unten machte Mum auf und begrüßte einen Mann, der mir das Haus verkaufen sollte. Was mich an ihm jedoch irritierte, war sein Erscheinungsbild. Er war sonnengebräunt, wie Schokolade. Und dünn. Schrecklich groß und hager. Dazu blendendweiße Zähne und leuchtend goldene Augen. Seine langen, dunkelblonden Harre waren mit viel Gel und Geduld nach hinten gestylt.
Sein Blick glitt an Mum vorbei und ging gleichgültig an Georg, Gina und Laila vorüber. Als er mich sah, lächelte er freundlich und zwinkerte mir zu. „Miss Feyrinn. Willkommen daheim.“ Ich war so perplex, dass ich ihn einfach nur anstarrte. Dies änderte sich auch nicht, als Josh mich anstieß. Erst als der Mann mir entgegenging und die Hand entgegenstreckte wurde mir klar, was ich zu tun hatte. Ich nahm diese und schüttelte sie. Sie fühlte sich eigenartig warm an und versprühte eine Art positiver Energie. Als ich hoch schaute blickte er mir grinsend in die Augen. Schnell senkte ich den Kopf um nicht rot zu werden. Irgendetwas Seltsames lag in seinem Blick. Etwas Unnatürliches…
„Ja, dann würde ich Sie bitten, Fey, hier zu unterschreiben.“ Fey? Seit wann dürfen mich fremde Menschen bei meinem Spitznamen nennen? „Vielen Dank!“, fauchte ich ihn an und nahm ihm den Kugelschreiber ab. „Und wie darf ich Sie nennen?“ Ich überlegte. „Vielleicht Sun.“ Aus irgendeinem Grund erinnerte er mich an die Sonne. Mum sah mich wütend an und drehte sich demonstrativ um. Sie wuselte in der Küche rum und fragte schließlich: „Wer möchte Tee?“ Josh verzog sich auf sein Zimmer, wo Gina und Laila schon lange das Weite gesucht hatten und Georg lehnte höflich ab. Nur Sun lächelte geheimnisvoll. „Ja bitte. Und heiß!“ Er warf mir einen flüchtigen Blick zu und sagte: „Sehr heiß.“ Irgendwie war er komisch und das gefiel mir gar nicht. Ich klickte mit dem Kuli, während er mir den Vertrag zuschob. „Nun Sun“, reizte ich ihn, „wo soll ich denn unterschreiben?“ Sein Grinsen wurde breiter und Mum schimpfte: „Fey, Hör auf Mr. Summer so zu nennen!“ Ich wollte gerade protestieren, als er plötzlich sagte: „Kein Problem, Madame, mein Vorname ist zufällig Sun.“ Wir starrten ihn alle völlig verblüfft an, bis ich düster murmelte: „Wer hätte das gedacht?“ „Jetzt ist es aber mal genug, Fey!“, schrie Mum. Ich nuschelte etwas Unverständliches, ging ins Wohnzimmer und ließ mich auf die Couch fallen. Sun lief hinter mir her und ließ sich auf dem, mir gegenüberliegenden, Sessel nieder. Genervt verdrehte ich die Augen und sah an ihm vorbei nach Draußen, in den Vorgarten. Dort sah ich Elfen und andere Wesen… „Sind sie nicht wunderbar?“, fragte mich Sun aus dem Nichts heraus. „W-W-Was???“, stammelte ich. „Du weißt was ich meine…“, entgegnete er. „Ich weiß nicht, wovon du sprichst!“, sagte ich schnell. „Oh doch das weißt du! Fey, du brauchst es nicht zu leugnen. Ich weiß über dich mehr, als du denkst!“, antwortete er ruhig. „Du weißt überhaupt nichts über mich!“, schrie ich verzweifelt. „Beruhige dich, Fey! Oder willst du von deiner Mutter wieder Ärger bekommen!?“ „Lass mich in Ruhe! Du weißt nichts über mich!“, versuchte ich noch einmal. Genau in dem Moment, als Sun etwas sagen wollte, erschien Mum im Türrahmen. Ich lächelte sie unschuldig an und schielte dabei verstohlen zu Sun. Auch er hatte ein sündenloses Lächeln aufgesetzt. Ich verdrehte die Augen. Wie konnte man bloß so falsch sein?! Zu meinem Glück hatte Mum nichts bemerkt und zwinkerte mir aufmunternd zu. Dann drehte sie sich um, um wieder in der Küche zu verschwinden. Kam aber kurz darauf zurück um Sun zu fragen, ob er vielleicht noch einen Tee haben wollte. Der aber schüttelte ablehnend den Kopf, mit der Begründung, dass seine Tasse noch voll sei. Ich schüttelte ungläubig den Kopf. Diesen Typen konnte und wollte ich nicht verstehen. Damit waren wir wieder alleine. Um nicht noch einmal zu unserem kleinen Streit zurückzukommen, fragte ich ihn, nun schon zum zweiten Mal, wo ich unterschreiben sollte. Auf diese Weise war das Thema erledigt, ich konnte endlich den Vertrag unterschreiben und wir unterhielten uns stattdessen ein bisschen über meine „Familie“. „Also diese Gina und… wie hieß sie doch gleich? Ach ja genau: Laila, die passen ja überhaupt nicht hierher. Du tust mir echt Leid, solche Schwestern zu haben!“, sagte Sun. „Sie sind nicht meine Schwestern!“, stieß ich gepresst hervor. „Oh! Entschuldigung! Das hatte ich vergessen… Aber wieso wohnen die dann hier?“, fragte er freundlich. „Das geht dich gar nichts an!“, zischte ich. „Man wird doch mal fragen dürfen, oder?“, giftete er zurück. „Sie sind die Töchter von dem Geliebten meiner Mutter. Können wir jetzt über etwas anderes reden oder es einfach sein lassen und in die Küche gehen?“, antwortete ich genervt und in
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Kommentare
andrea schrieb am 2008-10-13 17:34:54:
fortsetzung, pls. :D
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