Pfad der Tränen (2007)
von
Schattenwort
1
Wir kennen uns jetzt eine Woche,
haben diesen Zeit zusammen verbracht.
Doch diese Woche ist vorbei,
jeder muss wieder seinen eigenen Weg gehen.
Du begehst nun deinen Weg der Tränen
zurück in eine heile Welt, in die Realität.
Wir beide wissen, dass es keine Welt mehr gibt,
außer in diesem Subkosmos, in den wir lebten.
Ich folge deinen Weg der Tränen,
solange wie ich es vermag,
doch dann ist der Punkt erreicht,
an dem ich deine Spur verlassen muss,
um in meinen Alltag zurückzukehren
und um meinen Pfad der Tränen zu vollenden.
Jetzt wo wir erst 24 Stunden getrennt sind,
reift eine unbändige Sehnsucht in mir.
Die Sehnsucht zerreißt mich innerlich,
ich kann keinen klaren Gedanken fassen.
Ich will deine Stimme in meinen Ohren hören,
ich will dein Antlitz vor Augen haben.
Ich vermisse die Zeit, die wir hatten,
und das Gefühl, wenn ich dich in den Armen hatte.
Ich muss deine Gegenwart spüren,
ich muss mit dir Kontakt aufnehmen. (Bitte umblättern)
Es ist unglaublich, keine Woche ist es her,
dass sich unsere Wege trennten,
und nun kann ich dich schon wieder sehen.
Ich bin supernervös, überdreht
und kann tagelang kein Auge zumachen.
Keine Sekunde vergeht, ohne an dich zu denken,
ich wache morgens schweißgebadet auf,
nur um festzustellen, dass heute der Tag ist.
Ich folge dem getrockneten Pfad der Tränen,
gelange in die Stadt, wo du wohnst.
Und da kommst du mit deinem Fahrrad,
ich habe dich im ersten Moment nicht erkannt,
denn ich hatte dich nicht so schön in Erinnerung.
Es ist ein unglaubliches Gefühl dich zu umarmen,
deine Stimme zu hören, dich zu sehen.
Dieser Tag wird der schönste meines Lebens.
Am Abend, du bist schon gegangen,
ich sitze mit nem Freund zusammen.
Ich trinke Schwarzbier und Rotbier,
bekomme durch den Alkohol Mut dir zu schreiben.
Ich gestehe dir meine Gefühle
doch ich erhalte nur Ablehnung.
Darum lass uns die Sache vergessen
und so weiterleben, wie es vorher war.
Es ist egal, ich stürze mich ins Glas.
Kühle mein verbranntes Herz über eine Kerzenflamme.
Es ist mir einfach egal, absolut egal,
denn ich bin blau, so richtig blau.
Nur noch der Alkohol spendet mir Halt
und all der erfahrene Schmerz, die Enttäuschung,
ist bedeckt von einem Meer aus Wein.
Es ist mir alles absolut egal.
Nein,… du bist mir nicht egal,…
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