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Kategorien > Action > Fantasy

Prinzessin Ozeana: Kapitel 6

von Silberhorn

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Ehre erweisen und kamen der Einladung deines Vaters nach. Warum, das wollte er mir nicht sagen. Schien aber enorm wichtig für ihn zu sein!“
In letzter Zeit war es immer so, dass der König einige Sachen vor seiner eigenen Frau geheim hielt. Dies gehörte auch zu seinem seltsamen Verhalten, dass er in letzter Zeit an den Tag legte.
„Und was wirst du heute machen, mein Kleiner?“, fragte die Mutter und lächelte wieder.
„Nenn mich nicht immer so!“, beschwerte er sich. Er konnte es einfach nicht leiden, „klein“ genannt zu werden, auch wenn er wusste, dass es seine Mutter nicht so meinte.
„Ich weiß es noch nicht. Vielleicht kommt heute der Schwertmeister und bringt mir neue Tricks bei!“, redete er weiter und blickte sich kurz in den Spiegel, um seine Haare in Ordnung zu bringen. Für sein Alter war Philus schon recht eitel.
„Das könnte ich nachfragen. Es würde dir bestimmt nicht schaden, neues mit dem Schwert zu lernen!“, entgegnete die Königin und erhob sich vom Bettrand. „Nun gut, jetzt muss ich aber wieder gehen. Ich werde nachfragen, ob der Schwertmeister heute für dich Zeit hat. Ansonsten werde ich einen Boten schicken.“
„Danke, Mutter!“ In solchen Dingen wusste seine Mutter genau, was Philus wollte. Sie gab ihm einen flüchtigen Kuss und schritt zur Tür. Dort blieb sie stehen und drehte sich noch einmal um. „Ach ja, dein Lehrer ist hier! Er erwartete dich in Lehrzimmer. Also beeil dich!“
„Ja, mache ich!“ Dann war die Königin fort.
Wie jeden Tag wurde Prinz Philus unterrichtet und auf seine Aufgaben als zukünftiger König vorbereitet. Aber nicht nur das. Er lernte auch noch einige Dinge mehr dazu.
Wie man sich geschickt auszudrücken gedenkt, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel war, wie man mit Zahlen umging und auch, wie man mit Frauen umging. Dieses Thema wand Philus für seine 8 Jahre schon ein wenig spannend. Diese Lehre hatte er oft bei Ozeana angewandt. Er tat ihr nie weh und half ihr in allen erdenklichen Dingen.
Wieder einmal wusste er an sie denken und auch an die Hoffnung, dass sie noch lebte.
Aber dabei war er sich so sicher, dass er seinem Lehrer ein flüchtiges Lächeln schenkte und sich aus seinen Gedanken riss. „Also, was lehrt ihr mir heute?“
Der Lehrer lächelte ebenfalls und erzählte ihm etwas über das alte Ägypten, deren Machthaber sehr geschätzt wurden, auch über die Kriege, die sie führten, dass sie für ihre Zeit bereits sehr vieles wussten, z. B. konnten sie sich bereits an die Sterne richten und hatten eigene Symbole und Bezeichnungen von Sternen, die besonders hervortraten. Dann auch, dass sich Männer und Frauen mit schwarzer Farbe, die Kajal genannt wurde, bei den Augen schminkten, aber nicht nur, um schön auszusehen, sondern auch um Fliegen und andere Insekten davor fernzuhalten. Der Kajal war dazu gut, keine Krankheiten zum Auge zu lassen, die von Insekten übertragen wurden.
Während der Lehrer sprach, hörte der kleine Prinz angestrengt und neugierig zu und blinzelte ein paar mal, weil er so aufmerksam war, dass er manchmal dabei vergaß, seinen Augen durch den Reflex des Augenschließens die Feuchtigkeit zu spenden, die sie brauchten.
Als er geendete hatte, schrieb Philus sich noch einmal alles in einer kleinen Zusammenfassung zusammen und gab es dem Lehrer ab.
Für heute war der Unterricht beendet. Morgen würde es weitergehen und darauf freute er sich schon.
Als er wieder in seinem Zimmer war, um sich etwas zu entspannen, klopfte es plötzlich an der Tür. Philus gab den Befehl, dass die Tür geöffnet werden durfte und ein junger Bote kam herein. „Königliche Hoheit. Eure Mutter sagte mir, dass ihr euch in den Thronsaal begeben sollt!“ Dabei machte er eine tiefe Verbeugung.
„Danke, sagte meine Mutter auch weswegen?“, fragte er noch nach.
„Nein, sie wollte es euch persönlich sagen!“, erklärte dieser und verbeugte sich erneut.
Philus empfand die Verbeugerei als ziemlich lästig. „Ist gut, ihr könnt gehen!“
Der Bote verbeugte sich ein letztes Mal vor ihm und verließ darauf das Zimmer.
„Wahrscheinlich wegen des Schwertmeisters!“, dachte er. Doch das musste sie ihm doch nicht selbst sagen, oder?

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