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Kategorien > Action > Fantasy

Prinzessin Ozeana: Kapitel 7

von Silberhorn

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Warum wird die Königin ihren Sohn Phillus wohl in den Thronsaal rufen- Prinz Phillus hat gar nicht mal so unrecht mit seiner Befürchtung- aber liest selbst!

Kapitel 7
„Ja, Mutter du hast mich gerufen?“, sprach Philus, nachdem er hinter sich das große Tor geschlossen hatte.
„Ja, der Schwertmeister wird heute kommen!“
Genau das hatte sich Philus gedacht. Wie sollte seine Mutter anders sein?
„Du hast mich nur hierher geschickt, weil du mir persönlich sagen wolltest, dass der Schwertmeister heute kommen kann? Oder gibt es noch etwas anderes?“, bohrte Philus nach und stemmte seine Hände in die Hüften. Schon jetzt sah er in dieser Stellung sehr mächtig aus. „Ja, du hast Recht, ich muss dir auch noch etwas anders sagen!“
Philus wollte sie nicht in ihrem Redefluss unterbrechen, so schwieg er.
Die Königin bat ihren Sohn näher zu kommen und sich zu ihr an den großen Tisch zu setzten.
Sie holte einmal tief Luft und fuhr dann fort. „Ich dachte, dass du wissen solltest, warum wir eigentlich dieses Land übernommen haben und warum wir die Königsfamilie vernichten mussten!“
Philus versteifte sich. Sein ganzer Zorn kam wieder in ihm hoch, doch er versuchte ihn wieder unter Kontrolle zu bringen und seufzte laut aus.
„Ja, das sollte ich wirklich, denn ich habe keinen blassen Schimmer!“, sprach er mit ernster Stimme und legte dabei seine Unterarme am Tisch ab, während er unter dem Tisch sein Bein über das andere schlug. „Ich kann und will es immer noch nicht verstehen, warum ihr gerade die Leute umgebracht habt, mit denen wir vor zwei Jahren den Friedensvertrag unterzeichnet haben!“, hielt Philus seine Meinung über die Metzelei aufrecht. In seiner Stimme konnte man trotz der Unterdrückung Wut heraushören.
„Das kann ich auch verstehen, aber lass mich erklären…!“ Die Königin holte einmal tief Luft, streckte ihren Rücken durch und wandte ihren Blick wieder zu ihrem Sohn.
„Weißt du, das Königreich ist sehr groß geworden, seit den letzten Jahren. Alles sah gut aus und der Frieden hielt auch lange an, bis an jenem Tag…“
„Bis zu welchem Tag?“
Die Königin biss sich einmal in die Lippe und unterließ dies sogleich wieder, weil sie keine aufgerissenen Lippen haben wollte. Doch das schlechte Gewissen plagte sie noch immer, also legte sie all ihre Kraft in ihren Blick und sah den Prinzen durchdringend an.
„An jenen Tag kamen die großen Fürsten und Grafen zu uns in den Thronsaal und beschwerten sich, dass der König der Waler ihnen ihr Land wegnehmen möchte, weil sie keinen Beitrag zu den Lohnsteuern des Königs geben wollten. In Walerheim ist es so, dass jeder Bürger des Landes, auch die Reichen, einen gewissen Beitrag an den König zu bezahlen haben. Doch die Fürsten und Grafen weigerten sich strickt dagegen, weil sie der Meinung waren, dass das Bauernvolk für sie schon bezahlen würde und sie dem König bereits vieles von der Ernte gewonnenem Getreide gaben. Daraufhin wurde der König zornig und drohte ihnen, dass sie ihr Land verlieren würden!
Als dein Vater die Situation erkannte, versuchte er sich, aus allem heraus zu halten und bat die Fürsten und Grafen wieder zu gehen und das zu tun, was der König von Waler von ihnen verlangte, weil sie es sich ohnehin leisten konnten, im Gegensatz zu den armen Bauern im Lande. Außerdem unterstellte dein Vater ihnen, dass ihr Beitrag nichts mit dem Beitrag der Bauern zu tun hatte, weil sie sich alles selbst bezahlen und zahlen mussten und sie nicht auch noch für andere zahlen können.
Daraufhin verließen sie wutentbrannt und völlig perplex den Thronsaal. Damals konnten wir noch nicht wissen, was weiter geschehen würde!“ Die Königin hatte sich während sie erzählte, im Stuhl zurückgelehnt und starrte nun gedankenverloren an die gegenüberliegende Wand. Ihr Gesichtsausdruck war unergründlich. Doch der kleine Prinz wollte die ganze Geschichte noch zu Ende hören, also drängte er seine Mutter, weiter zu sprechen.
„Was ist dann passiert?“
Die Königin seufzte und fuhr fort. „Ein paar Tage später kamen sie wieder, jedoch waren es nicht mehr so viele wie beim letzten Mal. Einer von ihnen, ein Fürst, der uns seinen Namen nicht nennen wollte, kam näher heran und erklärte deinem Vater, dass er dem König zwei Möglichkeiten gab, ihnen zu helfen. Er sagte noch dazu, dass er seine Entscheidung weise entscheiden sollte.
Der König gewährte ihm, näher treten zu dürfen und hielt ihm sein Ohr hin. Nachdem der Fürst geendet hatte, war dein Vater kreidebleich!“ Die Königin seufzte erneut und blickte zur Seite. „Er hat mir bis jetzt nicht gesagt, was der Fürst ihm ins Ohr geflüstert hat, aber danach war er wie verändert! Er nickte dem Fürsten nur zu, der ihm sogleich ein falsches Grinsen entgegenbrachte und sich dann zum Gehen abwandte.
Am selben Tag noch, stellte dein Vater eine sehr große Gruppe aus den besten Soldaten des Landes zusammen. Ich fragte ihn, warum er in Friedenszeiten wie diesen eine solch mächtige Armee zusammenstellte, doch er blieb schweigsam und wurde bei meiner Frage sogar wütend! Ich kannte den Mann nicht mehr, denn ich einmal aus Liebe geheiratet habe!“
Bei diesen Worten glitzerten ihre Augen und Philus bemerkte, dass sie sich Mühe gab, die entstehenden Tränen zurückzuhalten. Philus wollte seine Mutter nicht so traurig sehen und stand auf. Er legte seiner Mutter einen Arm um die Schulter und drückte sie an sich. Diese focht immer noch einen harten Kampf gegen die Tränen aus. Unbeirrt fuhr sie fort.
„Weißt du, ich verstand einfach sein Handeln nicht! Ansonsten hat er immer alles mit mir besprochen doch jetzt…
Bereits am nächsten Tag schickte er sie fort in Richtung des Landes Walerheim. Ich hegte einen leisen Verdacht, wollte es mir aber nicht eingestehen. Als er dir dann auch noch verboten hatte, aus dem Schloss zu gehen, wurde mein Verdacht leider bestätigt!“
Nun wandte sie wieder ihr trauriges Gesicht auf den Jungen vor ihr, der besorgt in ihr Gesicht blickte und sie beim Erzählen nicht unterbrach. Doch nun runzelte Philus die Stirn.
„Heißt das, du wusstest, dass ich…?“
„Ja, ich weiß es schon seit dem ersten Mal!“, bestätigte sie seinen Gedankengang und schenkte ihm ein kurzes Lächeln, eher es wieder zu der traurigen Miene von vorhin wurde.
„Du bist ein schlechter Lügner, Philus, außerdem wollte ich dich daran nicht hindern, weil du endlich jemanden gefunden hattest, mit dem du spielen konntest. Noch dazu die Prinzessin des Nachbarlandes….!“ Philus beobachtete, wie sich die hellen Augenbrauen der Königin in die Höhe zogen und dann wieder senkten. In dieser Geste lag ein kleiner gewisser Hohn, doch der Prinz wusste, dass sie momentan keine Erklärung forderte. Nicht in dieser Situation- ein andermal. Deshalb schwieg er und gab seiner Mutter mit einem Nicken zu verstehen, dass sie fortfahren sollte.
„Später, als die Truppe bereits nicht mehr in Sichtweite war, forderte er mich dazu auf, alle wichtigen Sachen einzupacken, für den Fall, dass wir siegreich aus dem Kampf gehen würden! Ich tat zwar, war er mir beauftragt hatte, hatte

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Kommentare

Gimliy schrieb am 2008-08-10 22:08:41:
Nun, ich gebe eigentlich fast immer possitive Kommentare ab, aber hier muss ich ein besonderes Lob aussprechen! Deine Geschichte ist so wahnsinnig toll, so spannend, so mitreißend. Ich würde es dir gönnen, wenn du es einmal als Buch veröffentlichen könntest. Das hat sehr hohe Qualität!
Mach auf jeden Fall weiter!!!
Ganz liebe Grüße: Gimliy

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