Projekt H
von
Eichhörnchen
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Es war pechschwarze Nacht, als Doktor Zeugarus den letzten Stich an seinem Meisterwerk tat. „Es ist vollbracht!!“ schrie er in sein riesiges dunkles, nur von ein paar großen Kerzen beleuchtetes Labor. Blitze ließen den Himmel in schwarze Scherben zerbrechen und erleuchteten für Sekundenbruchteile die riesige Fensterfront des alten Gebäudes. „Ich habe einen Gott erschaffen“ schrie der Doktor mit einem irren Lachen im Gesicht und der Donner grölte Beifall. Mit hektischen Bewegungen sammelte er merkwürdig aussehende Instrumente von mehreren Operationstischen, die scheinbar ohne Ordnung im Raum verteilt standen. Sein weiter blutiger Kittel folgte hastig seinen Bewegungen. Er steckte lange Nadeln in das Objekt auf dem Tisch, die alle durch dünne Drähte zu einem wirren Netz verbunden waren. Dann nahm er zwei elektrisch geladene Zangen, die an eine Batterieähliche Apparatur angeschlossen waren und heftete sie an verschiedene Stellen des Fleischberges, der vor ihm auf dem Tisch lag. „Dr. Schmerz entriegeln sie den DNA- Transmitter und vernetzen sie die Ovalschwellenplasmamaschiene mit dem Lichtgeschwindigkeitsumwandler.“ doch sein Befehl verhallte nur im Raum und ein mit vertrockneter Haut überzogenes Skelett das ein langes Schwert in der Brust aufrecht an die Wand gepfählt hatte ließ seinen vertockneten Schädel auf den Boden fallen, wo er krachen zersplitterte. Erschrocken fuhr Dr. Zeugarus herum „nein“ schrie er. Verschwindet, „er gehört MIR“ er wandte sich wieder seiner Arbeit zu und als er sich erinnerte dass er Dr. Schreck ermordet hatte, weil dieser sich seinem Wahnsinn in den Weg gestellt hatte, entriegelte er den DNA-Transmitter und vernetze die Ovalschwellenplasmamaschiene mit dem Lichtgeschwindigkeitsumwandler eben selbst. Er wusste dass seine Feinde ihn belauerten, überall in jeder dunklen Ecke saßen die kleinen Spione der Schattenmänner und leckten ihre kleinen spitzen Zähne. Bei aller Angst und Vorsicht hatte er aber eines nicht bedacht. Den Zufall. Und während er angestrengt den DNA-Transmitter und die Ovalschwellenplasmamaschiene mit dem Lichtgeschwindigkeitsumwandler vernetze durchschlug ein vom tobenden Sturm mitgerissenes Tier die Fensterfront und wurde durch die Wucht des Stoßes bis zum Tisch des Versuchsobjektes geschleudert. Langsam streckte die Kreatur, vom Doktor unbemerkt ihren kleinen krallenbesetzten Arm und zog sich an der blutbefleckten Operationsdecke auf den Tisch. Der Doktor hatte inzwischen den DNA-Transmitter und die Ovalschwellenplasmamaschiene mit dem Lichtgeschwindigkeitsumwandler vernetzt und justierte gerade noch ein paar letzte Feinheiten. Dann legte er seine zittrige Hand auf den riesigen Hebel und legt ihn mit einem Schlag um. Ein blauer Blitz erhellte den Raum und der vom Wahnsinn ergriffene Doktor erblickte die Kreatur, die ihn aufgerichtet von dem riesigen Kadaver auf dem Versuchstisch anstarrte. Es war ein Eichhörnchen. Die Augen des Tieres funkelten und ein schriller Schrei entfuhr seinem kleinen Maul, als der Strahl des DNA-Transmitters der mit der Ovalschwellenplasmamaschiene und mit dem Lichtgeschwindigkeitsumwandler vernetzt war es traf. Ein lauter Knall und folgte ein riesiger Rauchberg stand da wo gerade noch der Versuchstisch gewesen war. Der Doktor erhob sich langsam hinter seinem Schreibtisch, der mit Papierstapeln bedeckt war, die allesamt mit seltsamen Zeichen überzogen waren. „nicht schon wieder!“ schrie er. „ mein Psychoagressionsunterdrücker war nur für das ehemalige Versuchsobjekt programmiert. Die zusätzliche Persönlichkeit des Eichhörnchens wird eine Anomalie im DNA-Umwandler produzieren und einen Mutanten erschaffen!“ ein leises Gurgeln war aus der Rauchwolke zu hören, die langsam über den Boden das ganze Labor überflutete. Es gab einen lauten Knall, dann folgte ein zweiter „ O nein, es zerreißt die Titanfesseln!“ flüsterte der Doktor. Langsam erhob er sich hinter seinem Schreibtisch. Ein riesiger Schatten zeichnete sich durch die Rauchwolke ab und mit einem Ruck schoss ein Kopf hervor, ganz mit rotbraunem Fell bedeckt und stieß einen tiefen Schrei aus. Der Doktor war gelähmt „Was habe ich getan? Ich habe ein Monster erschaffen!“ es folgte ein ohrenbetäubender Knall. Der Operationstisch wurde aus der Wolke geschleudert und wurde über den Doktor in die Tiefe des Laboratoriums geschleudert. Ein Schatten sprang aus der Rauchwolke und verschwand in der Dunkelheit. Staub senkte sich und von der hohen dunklen Decke dröhnte eine unmenschliche heisere Stimme „ Vater, ich liebe dich, Vater“ und mit einem Sprung landete das Ungeheuer vor den Doktor. Es war ein riesiges Eichhörnchen. Der Schreibtisch zerbarst bei der Wucht des riesigen Körpers. Ihre Gesichter waren sich jetzt ganz nah. Der Doktor rang mit weit aufgerissenem Mund nach Atem. „Vater“ rief das riesige Hörnchen „Warum hast du mich verlassen“, bevor es den Doktor mit seinen beiden Pfoten packte und mit seien riesigen Nagezähnen das Fleisch vom Körper riss, während es ihn drehte wie einen gebratenen Maiskolben.
Das Monster hatte sein Mahl beendet und sah durch die riesige Fensterfron hinaus auf den dunklen Wald „Zuhause“ keuchte es. Mit einem Sprung flog es durch die Luft. Das Mondlicht glänzte auf seinem rotbraunen Fell, als es die Fenster durchbrach und die Stützpfosten zerfetzte. In einem langen Bogen folgte ihm sein buschiger Schwanz. Schon barg die Nacht das furchtbare Monster in ihrem Schatten und der rauschende Wind brandete in das zerstörte Labor. Hinter einem Trümmerhaufen lag der zerstörte Körper des Doktors. Tiefe Bisswunden waren über seinen Körper verteilt seine Därme waren über den Boden ausgebreitet. „iiich habe veeersagt mein Führrrer.“ keuchte der Rest des ehemals menschlichen Körpers und hob seinen Arm, an dem kaum noch Fleisch war „ HEIL ...“ brachte er noch hervor, bevor er erschlaffte und es nun endlich wieder still war.
Das ist die Einleitung der Geschichte des Projekt H alias Dieter dem Nazimordenden Hörnchen, das im 3ten Reich seine Super-Hörnchenkräfte dem Kampf für Gerechtigkeit und Naturschutz zur Verfügung stellt. Im weiteren Verlauf der Geschichte zernagt der Held noch einige weitere Bösewichte, rettet Nutzholz vor der Abholzung, durchleidet eine unglückliche Liebe zu einem anderen Hörnchen Gerlinde H. (das natürlich viel kleiner ist und auch nicht sprechen kann) und wird sich schließlich bewusst, dass er immer allein und einsam bleiben wird und für seinen ruhmreichen Taten keine Anerkennung findet, im Gegenteil. Aber auch diese Einsicht in die Nutzlosigkeit seines Tuns bringt den Helden nicht dazu am Kampf für die gute Sache zu zweifeln. Er laubt an den Menschen und eine bessere Zukunft für Mensch und Tier.
Nachdem er mit detailgenaue beschriebener Grausamkeit Hitlers Helfer zernagt und in der ultimativen Endkampfszene mit dem jetzt ebenfalls mutierten Führer persönlich, als Sieger hervorgeht, wird er von den Alliierten erschossen und stirbt nach einer kurzen Reflektion über Tapferkeit und Treue gegenüber abstrakten
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