Projekt Mondlicht
von
S Steiner
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Schlüssel!<<
Masons Stimme war ruhig, aber deutlich und ausdrucksstark. Der Soldat lenkte sofort ein und gab ihm bereitwillig die Schlüssel. Mit einem Halstuch und ein paar Kabelbindern, die er aus dem Waffenlager mitgenommen hatte, fesselte er die Wache sporadisch.
Es musste ja nur so lange halten bis er draußen war. Mason ging zu einer Seitentür neben den großen Toren an der die Wache eben noch gestanden hatte. Leise schloss er die Tür auf und trat ins Freie. Kaum stand Mason vor dem Haupttor, da bemerkte er, dass drei Gestalten um ihn herum standen, mit erhobenen Waffen.
>>Hallo General Moody<< sagte Mason.
>>Mason?<< fragte einer der Männer >>Ich bin nicht der General. Wir wollen dich hier rausholen. Komm mit, den Rest erklär' ich dir unterwegs<<
Sie rannten über die Böschung und wurden sofort entdeckt. Riesige Scheinwerfer gingen an und beleuchteten den gesamten Platz. Sie rannten so schnell sie konnten und stießen nach einiger Zeit auf einen offenen Pickup. Sie sprangen hinein und das Auto raste davon. Er schaute aus dem Fenster des Wagens und drückte auf den Zünder in seiner Tasche. Ein lauter Knall und eine gigantische Feuersäule stieg über den Bäumen auf. Die Basis flog in die Luft.
>>Reife Leistung<< bemerkte der Fremde. Sie schwiegen sich 20 Minuten lang an. Erst dann ergriff er das Wort >>Ich bin David und das sind Freunde von mir. Wir sind eine Gruppe von Überlebenden die hier in der nähe von Washington leben. Wir haben von Informanten in New Jersey gehört, dass du unterwegs hierher bist. Uns war sofort klar, dass das eine Falle des Generals ist.<<
Mason schient sichtlich entspannt >>Danke, dass ihr mich hier raus geholt habt. Ich glaub' alleine hätte ich das nicht geschafft.<<
>>Mit Sicherheit wärst du erschossen worden.
Sie hätten dich sofort gesehen<< bemerkte David. Seine blauen Augen leuchteten Mason an. >>Wir bringen dich in unser Dorf. Da bist du in Sicherheit.<<
Sie führen eine weiter Stunde und redeten kaum. Schließlich hielt der Wagen und Mason stieg aus. David führte ihn durch ein Holztor in eine kleine Stadt. >>Hier Leben wir. Wir sind etwa 600 Überlebende. Wir versuchen schon seit langem den General auszuschalten. Er ist durchgeknallt. Verträgt wohl die Einsamkeit nicht. Gut, dass du das erledigt hast.<< David lachte.
>>Woher kennt ihr mich?<< fragte Mason.
David schien diese Frage zu erwarten >>Du bist bekannt wie ein bunter Hund. Der General war wie besessen dich zu finden. Er wollte ein neues Virus erschaffen. Er ist eben irre. Er hat die ganze Umgebung nach dir abgesucht. Jetzt ist er tot.<< bemerkte David zufrieden. >>Du kannst hier bleiben, fühl' dich wie zu Hause.
Kapitel 7:
Mehrere Tage war Mason jetzt schon in der kleinen Stadt. Er war beinahe ununterbrochen damit beschäftigt seine Freundin Maria zu suchen. Keiner hatte sie gesehen. Nur sie konnte ihm verraten wer er war und irgendwie empfand er es als seine Pflicht sie aufzusuchen. Irgendwas verband sie miteinander, das spürte Mason genau.
>>Ich kann nicht hier bleiben<< sagte Mason und schien dabei geistig abwesend zu sein.
>>Das dachte ich mir<< entgegnete David. >>Tu' was du tun musst, ich verstehe das. Auch ich habe meine Frau verloren. Aber ich kann hier nicht weg. Die Leute brauchen mich. Du bekommst alles was du brauchst für deine Reise.<<
Mason bedankte sich bei allen, und packte alles was er in die Finger bekam in seinen Rucksack. Er verließ die Stadt mit einem Lächeln. Wenigstens eine gute Erinnerung, dachte er.
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