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Kategorien > Fantasy > Aus der früheren Zeit

Prolog/ Vorstellung von "Das dreizehnte Hexenkind

von Kalliope

1

Katreijka erzählt:

“Vor langer, langer Zeit ward nur das Nichts, ohne Zeit und Raum. Nur die Götter, die ewigen Urgewalten, die vereint eine reine, riesige Energie waren, und von denen doch jeder Einzelne anders war, bewegten sich in ihm.

Doch eines Tages ward die Erde geschaffen, ein gewaltiger Planet, voll von unzähligem Leben. Wie und von wem genau die Erde geschaffen wurde, wissen wir nicht. Es ist auch nicht von Belang für jene, die begriffen haben, wofür sie wirklich geboren wurden. (Diese Menschen wissen, dass alle verschiedenen Götter, die auf der Welt verehrt werden, zusammen eine einzige Materie ergeben. Und deshalb wurde die Erde von allen Göttern und von keinem zugleich erschaffen.)
Sie wurde erschaffen, auf dass alle Lebewesen sie sich friedvoll teilen, um auf ihr für immer leben zu können.
Die unterschiedlichsten Wesen wandelten auf diesem Planeten; in den verschiedensten Regionen. Natürlich gab es weiterhin die Götter, die das Geschehen von fern beobachteten.
Außerdem gab magische, tierische und vernunftbegabte Wesen. Es existierten große, vollzählige Rassen; Kleine, Unscheinbare; Kluge und Geschickte - kurz, jedes Volk hatte eine andere Gabe.

Eine dieser Rassen waren die Menschen. Sie waren ein stolzes Volk, hoch und aufrecht, von scharfem Verstand, großem Wissen und ebenso großer Stärke.
Doch sie waren nicht magisch, so wie viele andere Völker, weshalb sie diese bald beneideten. Und da sie auch niemals weise waren, erkannten sie ihre eigenen Stärken nicht, und auch nicht, das jedes Volk etwas Besonderes war und nur alle zusammen die Gemeinschaft bildeten.
Ihre größte Schwäche aber war der Wunsch, andere Lebewesen zu unterwerfen und die Welt mit ihren Schätzen und Gütern für sich einzunehmen. Und aus diesem Wunsch und aus dem Neid waren die Menschen die allerersten Wesen, die je die Waffe erhoben. Sie fingen an, gegen viele andere Völker Krieg zu führen, und darin waren sie durch ihrer Gier gefühllos und blind.
So schafften sie es tatsächlich, große Teile der Erde einzunehmen und die anderen Lebewesen daraus zu verbannen. Als sie schließlich begannen, die Götter in Frage zu stellen und diese zu überflügeln, konnten jene, die weise und friedfertig waren, die Ungerechtigkeiten nicht mehr mit ansehen.
Da sie aber neutral waren und deshalb auch den Menschen nichts tun durften, blieb ihnen nichts anderes übrig, als die Menschen von den anderen Völkern zu isolieren. Und so beschlossen sie gemeinsam mit allen anderen Wesen, die eine Welt in viele verschiedene aufzuspalten und durch eine große Energie von einander zu trennen.

Und so wurde die Welt geteilt, und alle magischen Völker besiedelten gemeinsam eine Welt, und die Götter eine andere. Nur die Tiere, sowie einige wenige magische Wesen, die sich den Menschen auf die ein oder andere Art verbunden fühlten, wollten bei ihnen bleiben und sich ihre eigenen Nischen schaffen. Und damit all jene weiter existieren konnten, entschloss sich auch die große Göttin der Erde, die Natur, bei ihnen zu bleiben.
Nun gab es also vier Welten: Die der Götter; die der magischen Wesen, die der Menschen und Tiere und die der Toten, in der alle Wesen wieder vereint wurden, da sie nur noch bloße Seelen ohne Körper waren.
Und alles, was von dem Urzustand blieb, waren die Märchen, Mythen und Legenden der Menschen und ihr Glaube, sowie ein paar geheime physische und geistige Tore, damit alle anderen Wesen in Verbindung miteinander bleiben konnten.

Da die Götter aber Mitleid mit den Menschen hatten, entschlossen sie sich, sobald sie soweit waren, den Menschen noch eine Chance zu geben, indem sie ein paar menschliche Wesen mit magischen Kräften ausstatteten, mit deren Hilfe diese die Fehler der Menschheit erkennen und beheben sollten.
Und so setzten sie in einer einzigen Nacht an einem geheimen Ort in der Menschenwelt eine große Energie frei, welche die richtigen Menschen auswählen und die Kräfte übertragen sollte. Dieser Ort wurde fortan nur noch Meiya, Ort des Ursprungs genannt.
Und alle weiblichen Babys, die im Gebiet der ausgesendeten Energiewellen in jener Nacht geboren wurden, wurden zu Hexen. Und die Götter prophezeiten, dass es drei Generationen von ihnen geben würde, die sich in der Anzahl bis zur dritten stetig verringern würde, aber sich in der magischen Stärke gleichermaßen vergrößern würde. Sie sollten alles Unheil unter den Menschen abwenden und diese innerlich verändern, um eines Tages die Welten wieder vereinen zu können.

Und so entstand unsere Gemeinschaft, denn wir sind die Kinder der Hexen, wir sind die zweite Generation. Und es ist unsere Aufgabe.”

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Kommentare

Kalliope schrieb am 2007-03-17 14:06:07:
Deswegen steht da ja auch 'Prolog'!!! Es ist nämlich der Prolog zu einem Roman. Eigentlich wollte ich noch ein erklärendes Kommentar dazustellen, aber nachdem ich den Text eingeschickt hatte, muss er so kurz bei den 'Neuen Geschichten' gestanden haben, dass ihn niemand gesehen hat (und demzufolge auch nicht gelesen und kommentiert)) - ich selber auch nicht, obwohl ich regelmäßig nachgeschaut habe. Das selbe gilt übrigens für mein Essay 'London, Stadt meines Herzens'. Jedenfalls hatte ich dann keine Lust mehr dazu, weil ich mir dachte, dass ja eh niemand den Text liest. Entschuldigung!
Scathach schrieb am 2007-02-28 19:22:33:
Keine Kurzgeschichte. Ist nur der Grundstock zu einem Roman, den du schon anfängst ("und so entstand unsere Gemeinschaft .... unsere Aufgabe." Aber keine Handlung, kein Protagonist, keine Geschichte, nur der einzelne Faden einer Geschichte. Aber als Vorspann superschön. Einfallsreiche Erklärung warum Menschen und bspw. Einhörner nicht auf einer Welt leben!

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