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Kategorien > Fantasy > Parodieserie

R!TTER (02) - Der Höllenhund

von Seth

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Durnar ging durchs Land. die Sonne schien und ganz allgemein war es ein sehr schöner Tag. Durnar ging über eine ungemähte Wiese und watete durch einen Bach, keine zwei Meter von einer Brücke entfernt. Schliesslich durchquerte er ein Moor und hielt sich dabei immer knapp neben den befestigten Wegen.
Es hatte einen besonderen Grund, dass Durnar nicht auf den Wegen ging:
Es fiel ihm nicht auf, denn er war in sein neues Buch vertieft - "Monster der Welt, ein Leitfaden für Amateurhelden"
Er hatte dieses Buch vor kurzem erworben und hing sehr daran. Es war sehr teuer gewesen, aber der Verkäufer hatte ihm versichert, dass es 'die lohnenste Anschaffung seit Erfindung der zweidimensionalen Bromrüstung' sei.
Im Moment las Durnar das Kapitel 'wie man anfängt'

Für den Anfang ist es ratsam, wenn der Held / die Heldin ein paar Monster bezwingt, ohne das der Allgemeinheit mitzuteilen. Auf diese Weise erspart er / sie sich den Spott, wenn er / sie ein paar Startprobleme hat.
Er / sie sollte mit schwächeren Monstern - zum Beispiel der eigenen Mutter oder Nachbars Hund - beginnen und sich dann hocharbeiten zu stärkeren Monstern - wie zum Beispiel dem Maulwurf im Vorgarten.
Erst wenn der Held / die Heldin ein Monster in der Komplexitätskategorie eines höllenhundes besiegt hat, ist es ratsam, sich mit seinem / ihrem Talent an die Öffentlichkeit zu wenden, um Abhilfe zu schaffen.

Ein Höllenhund! Das war es! genau das, wonach Durnar suchte, denn er wollte ein Held sein. Ach was - er WAR ein Held. Die Allgemeinheit wusste das nur noch nicht.
Durnar schlug im Alphabetischen Verzeichnis für Monster nach und fand den Höllenhund schliesslich unter U wie Und, -Höllenh.

Der Höllenhund ist kein Gegner für Anfänger. Ungeübte Helden sollten sich damit etwas Zeit lassen.

Durnar überflog den Text.

Der Höllenhund lebt in feuchten Höhlen und Zirkuskäfigen. Experten spekulieren, ob es sich dabei um zwei verschiedene Unterarten handelt.

Aha! Höhlen also! Damit kannte Durnar sich aus. Er machte sich sofort auf die Suche nach einer Höhle.

Es regnete, als Durnar endlich den Wald der Feen hinter sich gelassen hatte. In diesem verfluchten Wald herrschte ein katastrophaler Mangel an Höhlen! Durnar marschierte auf die nahen Trollberge zu und dann sah er es:
Ein großes, fast rundes Loch in der Felswand, eine Höhle.
Durnar ging darauf zu und spähte hinein.
'Ob hier wohl ein Höllenhund wohnt?' fragte er sich. 'Da hilft nur nachsehen.'
In der Höhle war es dunkel, aber man konnte gerade noch etwas sehen, denn tief in der Höhle drin brannten einige Kerzen. Durnar ging darauf zu und plötzlich hörte er hinter sich ein Grollen.
Langsam drehte Durnar sich um. Da stand ein ungefähr zwei Mann großer Hund, deutsche Dogge nach Durnars Einschätzung, aber mit langen, stählernen Reisszähnen. Schweiss brach auf Durnars Stirn aus und er griff sein Schwert fester.
Der Höllenhund kam auf Durnar zu und etwas klimperte.
Durnar begann zu lachen. "Du bist ja angekettet!" Er brach in schallendes Gelächter aus. "Jemand hat Dich besiegt, Du läppischer kleiner Vorhöllenhund", spottete er, während er sorgsam darauf achtete, ausserhalb der Reichweite des Monsters zu bleiben. "Du bist mir vielleicht ein Höllenhund! Kannst Dich nicht einmal von diesem Eisenzwirn befreien. Und sowas nennt man ein gefährliches Monster!" Durnar lachte immer lauter.
Böse funkelte ihn der Höllehund an und machte einen Schritt auf ihn zu. Die Kette wurde straff gespannt und...
riss.
""Äh...Hör mal...Das war so nicht gemeint, wie Du das vielleicht verstanden hast", stammelte Durnar. "Ich meine..."

Aus der Höhle ertönte ein Schrei.

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Kommentare

Jason schrieb am 2006-11-08 18:36:49:
Schräg schön, grinse gerade zurück.Viele Grüße
Lurz schrieb am 2006-11-07 19:55:06:
Ein bisschen schräg, aber cool.
Ich finde auc das Vermischen von Neuzeit (deutsche Doge, usw) mit Mittelalter (Schwert, usw) gut gemacht

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