Rache ist sexy (part 2/2)
von
007
1
2
...10 Jahre später
Ich bin Rose Devine, ein Vampir. Meine Lebensgeschichte ist nicht wirklich spannend, obwohl es einen einschneidenden Zeitpunkt durchaus gab. Damals war ich noch ein Frischling, meine Freund Jake hatte mich erst kürzlich gewandelt, auf meinen eigenen Wunsch natürlich. Nun war meine Familie leider sehr religiös und als ich all meinen Mut zusammen nahm und ihnen von dem Ereignis berichtete, geschah rein gar nichts. So naiv wie ich war glaubte ich sie würden meine Situation verstehen, aber da hatte ich mich wohl getäuscht. Ich meine sie riefen mich an, und wofür? Um mich umzubringen! Diesen Verrat würde ich ihnen niemals verzeihen.
Und wie Sie stark sehen können, lebe ich noch! Ja, genau. In dieser Angelegenheit hatte sich wohl meine ganze Verwandschaft geirrt. Vampire starben nähmlich nicht durch Holzpflöcke und das kann ich ihnen aus eigener Erfahrung sagen! Dieses Miststück Lionore hatte mich doch
tatsächlich mit so einem Ding durchbohrt. Ich war noch schwach und ungeübt, somit wachte ich nicht gleich nach den Angirff auf, zu meinem Vorteil, wie ich später bemekte.
In dem Moment wo ich meine Augen öffnte und schlagartig meinen Oberkörper aufstellte krachte ich ungemütlich gegen etwas hartes. Sofort war mir klar, dass ich in einem Sarg, tief unter der Erde lag.
Selbstverständlich packte meine nette Familie mich nicht wirklich in einen Sarg, eher in ein Holzgestell. Ich bekam panische Angst und verweifelte Tag für Tag mehr. Mein Herz schlug nicht. Ich war erschöpft, ich brauchte Blut! Fast wollte ich mich sogar selbst aussaugen, bis eine Maus über meinen Körper huschte und ich mit einem Ruck nach ihr griff. Mühselig raubte ich ihr die
Lebensenergie Stück für Stück. Dieses Muster wiederholte ich mindestens noch 10, wenn nicht gar 20 mal. Meine Kraft verstärkte sich langsam. Nach geraumer Zeit fühlte ich mich in der Lage den Deckel aufzustoßen und es gelang mir sogar. Die dicke Erdenschicht durchdrang ich nun mit Leichtigkeit und sah schleunigst das Sonnenlicht wieder, das warm auf
meine Haut schien. Sie blendete keineswegs. Doch ich wurde schnell auf den Boden
der Tatsachen gebracht. Jake war verschwunden. Ich war auf mich allein gestellt und Violett
hatte mich zutiefst verletzt, indem sie sich gegen mich wand. In mir stieg einen unbeschreibliche
Wut und Trauer auf. Nur diese Gefühle gaben mir die Macht los zu laufen. Ich suchte ihn überall, vergebens. Die weiteren heißen Tränen die durch mein Gesicht liefen trockneten an der Luft, aber ich konnte nich aufgeben und suchte mir weit weg von meinem alten Haus einen Unterschlupf. In meinem weiterem Leben begegnete ich noch vielen anderen Vampiren und lernte von ihnen viele Dinge. Die ganze Zeit über trainierte ich für diesen einenAugenblick, an dem ich mich an meinen vermeindlichen Mördern rächen würde.
So vergingen viele Jahre und jetzt stehe ich hier. Vor dem Blackout-Memoriel. In diesem Krankenhaus sollte nach meinen Informationenmeine meine kranke Mutter liegen, nachdem sie einen Herzinfakt erlitten hatte. Schnell konnte ich das Fenster, der zu ihrem Zimmer führte
auswindig machen und offnete es geschickt von außen. Sie schlief seelenruhig, umgeben von einer Seidendecke.
Ihr Atem war laut hörbar (zumindest für mich) und sie zuckte zusammen, während ein Luftzug in ihr Zimmer strömte. Hastig schloss ich das Fenster, aber Mum schlummerte enscheinend nicht tief genug. Sie stand plötzlich auf und war sichtlich entsetzt über meinem Anblick, nein ich korrigiere mich, über meine Anwesenheit! Denn ich sah nicht im geringsten schlecht aus, als langbeinige Brünette mit eisblauen Augen. Nur Sekunden vergingen und schon stand ich hinter ihr und biss in ihren Nacken, während ich ihr den Mund zu hielt um ihre Schreie zu unterdrücken. Ihr Blut schmekte nich wirklich lecker, es war alt und bitter. Etwas angeekelt ließ ich von ihr ab und sie fiel aufs Bett. Das schöne weiß der Decke war nun mit roten Flecken beschmiert. Auf einmal hörte ich etwas sehr verdächtiges und roch einen schon fast vergessenen, aber sehr bekannten Duft. Rasch ging ich in den hinteren Teil des Raumen und versteckte mich behutsam.
Einige Minuten später löste sich die Türklinke und, als hätt ich's nich geahnt, traten LIonore und Violett herein. Sofort sahen sie was passiert war. Lionore stürzte ruckarig auf die Knie und fügte dem Blut zusätzlich ihr Salz aus ihren Tränen hinzu. Violett hingegen konnte nich reagieren, auf ihrem Gesicht machte sich Angst und Ungewissenheit breit. Eine Weile war das laute Schluchzen kaum zu überhören, bis die Laute abrupt verstummten. Lionore starrte auf eine ganz bestimmte Stelle.
"Oh mein Gott, Violett, schau dir das an", flüsterte sie. Dabei zeigte sie mit zitternden Fingern auf die beiden Einstiche. Vorsichtig näherte sich auch sie der Leiche. Schwer schluckend deutete meine richtige Schwester ihre Worte zaghaft.
"D-du glaubst doch nich d-das was ich g-glaube, oder?"
"SIe wurde getötet von... von einem Geschöpf der Hölle!", schrie sie beinahe. Voller Entsetzten richtete sie sich auf .
"Welcher Idiot würde soetwas machen? Warum hat man sie getötet, ausgerechnet sie? Warum?!?"
"I-Ich weiß n-nicht", stotterte Violett. Zögerlich lief sie wieder ein paar Schritte nach hinten.
"Welches Biest hat sie kaltblütig umgebracht? WER?" , rief sie in die Luft hinein. Jetzt konnte ich nicht anders. Mein Zeitpunkt war gekommen.
"Oh Schätzchen, du hattest schon immer deine Wutausbrüche einfach nicht unter Kontrolle."
Mit diesen Worten aus MEINEM Mund, hatten wohl beide nich gerechnet. Voller Hass drehte sich Lionore zu mir um und sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Sie musterte mich ungläubig von oben bis unten.
"Hör auf mit dem Scheiß. Ich bin es...leibhaftig!"
"Aber wie...? DU! Du Schlampe hast sie zum Imbiss benutzt!" Wie aus heiterem Himmel sprang sie mich wie ein tollwütiger Hund an, doch mehr als eine ausgerenkte Schulter brachte ihr das nicht. Mit einer eleganten Bewegung schleuderte ich sie direkt gegen die Wand und wandte mich zu Violett. In ihrem Gesicht sah ich ihre Angst...ihre Angst vor mir und zugleich aber auch ihre Gutmütigkeit. Ich kam nun lagsam näher zu ihr und sie stieß gegen die Tür als sie entkommen wollte. SIe rutschte zu Boden und ich hockte mich neben sie.
"Komm mit mir und ich verschone dich." Sie rührte sich nicht, sie verharrte vollkommen. Ich spürte wie die Ohnmacht von Lionore entschwand.
HInterhätig versuchte sie mich von der Seite zum Fall zu bringen, wobei sie sich einen heftigen Schlag von mir fing. Aber leider schien sie einfach nicht sterben zu wollen.
"Du bist das verlogendste Stück was ich jäh gesehen hab. Ich habe keine Ahnung wie das sein konnte, aber ich versichere dir das du..."
Ich unterbrach sie gereitzt. Was bildete sie sich nur ein?
"IHR habt doch alles zerstört! IHR brachtet meinem Geliebten um, auch wenn ich nicht weiß ob ihr das wirklich geschafft habt. Der springende Punkt ist, IHR seid Schuld und dafür werdet
1
2
Kommentare
grace schrieb am 2009-02-27 15:38:16:
deine story ist wirklich toll!
Finni schrieb am 2009-02-27 13:40:56:
Deine Geschichte ist gut, hab sie gerne gelesen und fand sie auch interessant. Doch ich finde der Titel passt nicht so gut...
Kommentar hinzufügen