Rage-Wie Du mir, so ich Dir
von
Mike En.
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Das Gefühl der Rache biss sich in seinen Schädel, als er die Tür zum Haus seiner Mutter öffnete. Angst kam ihm dabei nicht auf. Nein. Im Gegenteil.
Als er die Treppe empor stieg, die von einem hässlich gelben Teppich überzogen war, kannte er Emotionen wie Angst, Furcht oder Zweifel nicht. Er griff nach der Schaufel, die er in der Abstellkammer gefunden hatte und hielt sie anmutig vor sich. Mit leisen und bedachten Schritten ging er empor.
Den Blick gerichtet auf die nächste Tür, die für ihn wie ein Tor der ewig wartenden Erlösung erschien.
Nur noch wenige Sekunden und er würde seine Mutter mit der Schaufel kaltblütig erschlagen. Blut würde dabei spritzen und die Wände wie ein abstraktes Gemälde farblich gestalten.
Die Vorstellung dessen befriedigte Morton sehr. So sehr sogar, dass er beinahe begann zu lachen.
Doch er nahm sich zurück und setze einen Schritt vor dem Nächsten.
Vier Sekunden.
Er griff die Schaufel so hart wie nie zuvor. Entschlossenheit und Mut breitete sich in jeder Ader seines Körpers aus.
Drei Sekunden.
Schweiß bildete sich auf seiner Stirn und floss ihm das Gesicht runter. Er biss die Zähne zusammen.
Zwei Sekunden.
Er fuhr seinen Arm aus und griff nach dem Türknauf.
Eine Sekunde.
Ein unangenehmes zerrendes Geräusch breitete sich aus. Die Tür war geöffnet.
Ein Duft von eklig stinkendem Parfüm erfüllte seinen Atemgang und mit jedem Schritt überkam ihn Übelkeit und ein unangenehmer Würgereiz.
Es war dunkel in diesem Flur. Sehr dunkel sogar. Nur bescheidenes Licht aus der Küche beleuchtete den engen Flur und Mortons strenge Gesichtszüge.
Wie sollte er vorgehen?
Wie sollte er sie genau töten?
Sollte Morton die Schläfe zertrümmern und das Geräusch genießen wenn der Schädel förmlich in zwei brach, sich daran ergötzen und erheitern?
Oder sollte er den Brustkorb zertrümmern, wie ein Bulldozer sein Auto?
Morton wusste es nicht mehr. Dabei hatte er es doch so genau geplant.
Doch nun, in dieser Situation, in diesen Räumen, konnte er sich an nichts mehr erinnern.
Was war geschehen? Was war mit ihm passiert?
Er betrat die Küche.
Er würde einfach nur zuschlagen. Egal wo hin. Egal wie...
Da war Sie. Der Anblick des Teufels. Purer Hass ließ seine Adern pochen.
Unbändige Wut hatte nun total von ihm Besitz ergriffen. Jetzt war alles zu spät.
„Das tut gut.“ Flüsterte er mit sich selbst. „Oh…ja.“ Seine Mimik veränderte sich…
„Wer ist da?“ meldete sich eine zarte Stimme.
Seine Mutter erhob sich. Sie saß auf einem Stuhl und hatte in einem Buch gelesen.
„Wer ich bin fragst du?“ sagte Morton mit einem gehässigen Ton und grinste dabei wie ein richtiges Arschloch.
„All die Jahre...“ Morton ging weitere Schritte auf sie zu.
„Morton?“ fragte seine Mutter verwirrt und krallte sich an der Stuhllehne fest.
„Oh ja der bin ich.“
„Was machst du hier?“ sagte sie und legte Ihre Stirn in Falten.
„Was ich hier tue? Nun…..“ antwortete Morton und versteckte die Schaufel hinter seinem Rücken.
„Was willst du Morton?“ Ihr Gesicht wurde zunehmend blass.
Morton genoss ihre aufsteigende Angst.
„Ich will nur dich Mutter.“ Morton klang nun völlig weggetreten.
Beinahe wie in einer Art Trance Zustand. Seine Augen waren weit geöffnet und glasklar. Sein Gesicht nun völlig ausdruckslos.
„Du schaust mich so komisch an. Rede endlich!"
Morton schüttelte den Kopf. Er schnalzte mit der Zunge und knackte mit dem Kiefer.
„Es ging immer nur um Dich.“
„Was mei-.“
„HALT DIE SCHNAUZE DU SCHLAMPE!“ schrie Morton sie plötzlich an, holte die dreckige rostige Schaufel hervor, und hielt sie seiner Mutter vor.
Vor Schreck viel seine Mutter zu Boden. Die Augen weit aufgerissen.
„Lass mich erzählen…“
Er hielt kurz inne. Beinahe so, als ob er wollte, das seine Mutter irgendetwas erwiderte.
Doch sie sagte nichts. Sie war erstarrt und bewegte sich keinen Millimeter.
„Immer hast du mich geschlagen. Sogar gefoltert. Doch es hört auf. Hier und jetzt.
Ich lass das nicht mehr zu, dass dich auch noch andere ertragen müssen.
Du hast das Leben nicht verdient.
„Was willst du mit der verdammten Schaufel. Pack das Ding weg. SOFORT Morton !"
Sie zitterte am ganzen Leib. Sie ahnte, was passieren würde und es gab nichts, was sie tun konnte.
Hat schon ein Hauch von Ironie nicht wahr? Ich werde dich mit der Schaufel erschlagen mit der du einst mich beinahe erschlagen hast.“
Morton lachte dreckig.
"Du hättest schon viel früher sterben sollen."
„Das wagst du nicht!“
„Ach meinst du?“
„Du hast dich noch nie durchgesetzt. Du bist eine Schande. Ich wünschte ich hätte Dich nie bekommen.“
Morton lachte wieder.
„Das ist nicht gerade die Art um mich davon abzubringen, deine Knochen in Zwei zu schlagen. Findest du nicht auch? Sagte er.
Sie gab keinen Ton von sich und man sah ihr die Verzweiflung an. Es war soweit.
Er hob die Schaufel, grinste seine Mutter breit an und schlug plötzlich zu.
Die Schaufel traf sie am Arm.
Sie viel sofort zu Boden.
„NA GEFÄLLT DIR DAS DU ALTES DRECKSWEIB?“ schrie Morton und schlug so fest er konnte ein weiteres Mal.
Diesmal genau auf die Nase, sodass diese laut knackte und dann aus einem Meer von Blut verschwand.
Seine Mutter schrie laut vor Schmerzen, hatte noch nicht Ihr Bewusstsein verloren.
Es war für Morton die totale Befriedigung.
„Bitte. Hör auf.“ Rief sie völlig jauchzend.
„DAS SIND SCHMERZEN!“ OH JA !“ GENIEß ES !
Er hielt die Schaufel ein weiteres Mal hoch. Sein Ziel war ihr Brustkorb.
„So das war’s. Sag Gute Nacht.“
Und er stach zu.
Seine Mutter schaute ihn ein letztes Mal an. Ihr Blick. Ihr Gesicht. Alles war leer und ausdruckslos. Die Schaufel hatte sich tief in die Brust gebohrt und ließ Blut, wie aus Fontänen, an die weißen Wände und Mortons Gesicht spritzen.
Seine Mutter war tot.
Er schlug noch viele weitere Male auf sie ein, bis man sie kaum noch erkennen konnte. Verstümmelt lag sie auf dem kalten Küchenboden.
Die Gedärme quirlten leicht aus ihrem Bauch heraus.
Morton hechelte laut und ließ die Schaufel fallen. Sie klebte schon leicht an seiner Hand fest.
"Sieht nett aus." dachte Morton.
Er setzte sich kurz auf den Stuhl auf dem zuvor seine Mutter gesessen hatte, und zündete sich eine Zigarette an. Anschließend wand er sich dem Kühlschrank zu.
Er öffnete ihn und entnahm einen Maiskolben, der sich in dem mittleren Fach befand.
In seiner Kindheit hatte er auch immer Maiskolben gegessen. Es war seine Lieblingsspeise. Seine Mutter hatte sie immer gekocht.
„Ich wusste, dass ich es schaffe. Ich wusste es immer.“ sagte Morton Rainey. Dann nahm er sich noch einen weiteren Maiskolben aus dem Kühlschrank. Er blickte den Rest seiner Mutter an und zog genüsslich an seiner Zigarette.
Ich bin sicher,mit der Zeit wird auch der letzte Rest von ihr verschwunden sein und selbst ich werde nicht mehr genau wissen, was hier eigentlich geschehen ist.“
Dann verließ er das Haus, stieg ins Auto und kehrte nie wieder zurück.
Ein Jahre später fand man eine Leiche. Jemand hatte sich
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Kommentare
Mike En. schrieb am 2009-11-27 11:46:05:
Danke für die Kritik! Bitte mehr davon ;)
Wallner Veronica schrieb am 2009-09-22 13:48:13:
die idee find ich ganz gut. vll hättest du seine emotionen besser beschreiben können, besonders als er dann auf die mutter einschlägt....irgend so was, wie oft sie schon so über ihm gestanden war und auf ihn einschlug...
den letzten satz verstehe ich nicht ganz, was der mit dem rest der geschichte zu tun hat...
aber sonst nicht schlecht...
LG Veronica
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