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Kategorien > Vampire > Liebe

Red Kapitel 1

von B.

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nicht damit gerechnet bei diesem Wetter jemanden zu begegnen!“, fuhr sie fort.
„ Du bist nicht von hier oder?“, schmunzelte der Dunkelhaarige und warf ihr einen durchdringenden Blick zu.
Audrey schüttelte den Kopf und blieb irritiert stehen, als der Unbekannte auf einmal stehen blieb und sich mit ruhigen Handgriffen seiner Jacke entledigte und sie ihr hinhielt. Sie sah erst ihn irritiert an und sah ihn stirnrunzelnd an.
„ Na los. Zieh die Jacke an, du wirst nass!“, sagte er und bewegte sich nicht von der Stelle.
„ Dito!“, murmelte Audrey leise, „ Jetzt wirst du nass!“ Doch der junge Mann lächelte nur süffisant und legte ihr die schwere Lederjacke um die Schultern.
„Danke!“, murmelte Audrey hilflos und beobachtete ihn aus den Augenwinkeln. Sein grauer Pullover war schon nach wenigen Augenblicken durchnässt und sie verspürte Gewissensbisse und sah ihn zweifelnd an. Als hätte er ihre Gedanken erraten sagte er : „ Der Regen stört mich nicht. Aber ich möchte nicht, dass du krank wirst. Du siehst ein bisschen blass aus. Außerdem hab ich nicht mehr weit! Ich wohne gleich da vorne!“
An der nächsten Wegbiegung sah er sie an: „ Ich muss jetzt. Wir sehen uns.“ und drehte sich ohne ein weiteres Wort um und ging.
„ Hey!“, rief Audrey ihm hinterher, „ Deine Jacke!“
Doch er sah sich nur um und machte eine wegwerfende Handbewegung. Audrey zuckte mit den Schultern und kuschelte sich warme und vor allem trockene Jacke. Sie grübelte noch eine ganze Weile über diese seltsame Begegnung, tat sie aber als unwichtig ab und war erleichtert, als sie endlich vor Billys Tür stand, bis ihr einfiel, dass sie überhaupt keinen Schlüssel hatte.
Kaum hatte sie die Klingel gedrückt, riss Stella auch schon die Tür auf und blickte atemlos nach draußen. Sie seufzte erleichtert, als sie Audrey erkannte und öffnete die Tür. Während Audrey ihre Schuhe auszog, legte Stella auch schon los :“ Gott sei dank bist du endlich da. Dad hat sich schon Sorgen gemacht!“. Sie nahm Audrey die Jacke ab und sah sie fragend an: „ Das ist doch nicht deine Jacke!“
„Nein, die hat mir ein Typ geliehen, den ich gerade getroffen habe!“, antwortete Audrey und betrat die Küche. Dave, der scheinbar zur Inneneinrichtung gehören schien, saß am Küchentisch und unterhielt sich mit Billy. Beide sahen überrascht aus, als sie den Raum betrat.
„ Du hattest dein Handy nicht dabei!“, Billy sah sie vorwurfsvoll an, „ Ich hab ein paar Mal bei dir angerufen!“
„ Dafür hatte ich meinen Pager dabei!“, antwortete Audrey und trank einen Schluck Wasser.
„ Du hast einen Pager?“, Dave sah sie amüsiert an und Audrey zuckte nur mit den Schultern.
„ Sag mal wer war eigentlich der Typ, den du getroffen hast?“, begann Stella neugierig und Audrey verdrehte innerlich die Augen. Sie fror erbärmlich und hatte keine Lust ständig Rede und Antwort zu stehen. Also zuckte sie wieder mit den Schultern und lehnte sich an die Kühlschranktür.
„ Keine Ahnung!“, fügte sie hinzu, bevor sie sich auf den Weg in ihr Zimmer machte. Dort warf sie einen Blick auf ihr Handy und stellte fest, dass Billy tatsächlich versuchte hatte sie zu erreichen. Außerdem erschien eine andere Nummer, die sie nicht kannte. Audrey schälte sich aus ihren nassen Sachen und wickelte sich in ein Handtuch, bevor sie das angrenzende Bad betrat. Sie setzte sich auf den Beckenrand der Badewanne und ließ das heiße Wasser laufen, während sie vergeblich den Badschlüssel suchte. Dann leerte sich noch eine halbe Flasche Badeschaum in das Wasser, bevor sie sich schließlich in die Wanne legte. Das Wasser war so heiß, dass sie es gerade noch aushielt und der Schaum bedeckte das Wasser zentimeter hoch. Audrey seufzte wohlig und lehnte sich entspannt zurück. In diesem Moment war sie beinahe wieder glücklich.

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