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Kategorien > Mysterie > Schauriges

Red mit mir!

von Paga

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- Red mit mir ! –
Verfasst von: Dem unglaublichen und perfekten, oft kopierten, nie erreichten Max Paga ©



„Ich meine, es war.....
Nein ich habe sie umgebracht, ich habe es einfach zu spät bemerkt, dass sie ihre Medikamente brauchte, ich habe ihnen doch schon von ihrer schweren Herzkrankheit erzählt. Ich konnte es einfach nicht mehr rechtzeitig schaffen und deswegen habe ich sie umgebracht!“

„Sie müssen endlich damit aufhören, sich für diesen Unfall die Schuld zu geben, es war nicht ihre Schuld, das sie gestorben ist und sie können sich jetzt deswegen nicht vollständig von der Außenwelt abschirmen, verstehen sie mich? Sie zerstören sich selbst immer mehr und mehr, sie müssen die Welt nicht vor ihnen selbst schützen!

Der Blick eines dicklichen Brillenträgers, der auf einer Couch lag starrte geradezu in die Richtung des Psychiaters, versuchte ihn regelrecht zu durchdringen, vermochte es aber nicht.
Der Psychiater blickte leicht verzweifelt, aber starr zurück,
Stille......
Plötzlich erschallte das Telefon, der Psychiater in seinem hellem Anzug bewegte sich im ersten Augenblick nicht und verstärkte nur seine Miene, bis seine linke Hand langsam Richtung Hörer wanderte, kaum hatte er das abgehackte Wort ,hallo, in den Hörer gesprochen, stand der dickliche Mann auf und stürmte aus dem Raum, als hätte er nur zusehends auf einen solchen Augenblick gewartet .
Die Person am Telefon hatte schon einfach begonnen wie ein Wasserfall zu reden aber, man hörte ihr nicht zu, der Hörer wanderte langsam von seinem Ohr weck, der Blick des Psychiaters wurde leer und ausdruckslos. Sein Blickfeld hatte sich verändert, im letzten Augenblick blickte er auf die geschlossene Tür seiner Praxis, aber nun? Nun blickte auf die Kreuzung vor seiner Praxis, ein blauer Opel Kadett, raste über den teilweise aufgerissenem Asphalt, sein Auspuff schien halb abgerissen und schabte mit funken begleitet über die Strasse, der Geruch von verbrannten Holz lag beißend in der Luft und die Sonne stand tief.
Ein Schwertransporter näherte sich, sodass das Motorgeräusch kurz alles in der Nähe übertönte.
Doch nun, nun rannte sein Patient, der, der eben gerade zur Tür raus war mitten auf die Kreuzung, er wollte aufstehen und ihm helfen, aber konnte sich nicht bewegen, nicht einmal rufen.
Der Transporter näherte sich immer schneller, immer konsequenter. Die verchromte Fahrerkabine des Lastwagens funkelte im Sonnenlicht geradezu herausfordernd, sein Patient blickte kurz in den strahlend blauen Himmel und begann danach sofort schnellen Schrittes auf den LKW zuzulaufen.
Der Lkw hupte....
Das konnte er sich nicht mehr ansehen, er schloss die Augen und hörte nur noch ein lautes Reifen quietschen und viel leiseres Aufprahlgeräusch.
als er nichts mehr von diesem Schauspiel hören konnte, öffnete er wieder Schweißgebadet seine Augen, nichts hatte sich verändert, rein gar nichts, er saß immer noch mit dem Hörer in der Hand in seiner viel zu kleinen Praxis, allerdings hatte sein Gegenüber am Telefon aufgelegt, nur das Besetztzeichen war nun zu vernähmen.
Er legte auf und blickte sofort in Richtung Uhr, 20 Minuten waren vergangen, unglaublich, 20 Minuten.
Er strich sich mit der rechten Hand einige Haare von der Stirn fort, lehnte sich mit beiden Händen auf seine Fensterbank und blickte auf die eben gesehene Kreuzung......
Die Stunden vergingen und der Morgen wich dem Mittag, der wiederum dem Nachmittag wich, allerdings wich das merkwürdige Erlebnis am Morgen nicht aus seinen Gedanken und drehte sich nur immer wieder im Kreis.
Endlich war es Zeit die Praxis zu schließen, doch die Dinge die er gesehen hatte, beschäftigten ihn immer noch . Es schloss die Tür seiner Praxis ab und blickte auf die Kreuzung, ein blauer Opel Kadett, raste über den teilweise aufgerissenem Asphalt, sein Auspuff schien halb abgerissen und schabte mit funken begleitet über die Strasse, der Geruch von verbrannten Holz lag beißend in der Luft und die Sonne stand tief.
Ein Schwertransporter näherte sich, sodass das Motorgeräusch kurz alles in der Nähe übertönte.
Alle Warnlichter in ihm schlugen gleichzeitig an, diese Situation war tatsächlich eine 1 zu 1 Kopie von dem was er in seiner Vision, Tagtraum, oder wie immer man es auch nennen wollte, wahrgenommen hatte.
Verzweifelt schweifte sein Blick über die Kreuzung und ihrer Umgebung, jetzt fehlte nur noch sein Patient, um die Vision völlig gleich geschehen zu lassen.
Er fand ihn nicht, er war einfach nicht da, nun war der Lastwagen zu hören, viel lauter als in diesem Tagtraum.
Ihm rannte die Zeit davon er musste seinen Patienten finden bevor er Selbstmord begehen konnte und irgendetwas in ihm sagte ihm, dass dieser nicht mehr lange auf sich warten ließ.
Er schloss kurz die Augen und in genau dem Moment als er sie wieder öffnete erschien sein
Patient, leicht torkelnd ging er mitten auf die Kreuzung zu, in dieser Sekunde setzte sich der Psychiater in Bewegung, dabei schrie er immer wieder, so laut er nur konnte: „Runter von der Strasse, runter!!!!!“
Der Patient drehte sich nur kurz um und blickte in wieder genauso durchdringend an wie am Morgen, danach sah in den Himmel und lief dem Laster entgegen, der Psychiater hatte ihn fast schon erreicht, der Laster kam näher und näher und die verchromte Fahrerkabine funkelte wieder im Sonnenlicht geradezu herausfordernd.
Das Hupen erschallte....
Der Laster war nur noch 20 Meter entfernt als der Psychiater den Patienten endlich erreicht hatte und mit all seiner Kraft zur Seite riss.
Beide landeten auf dem hartem Bürgersteig und der LKW raste ungebremst vorbei.
Beide blickten ihm hinterher der eine sehnsüchtig, der andere erleichtert...

Der Psychiater hat nie begriffen was er da wirklich den einen Morgen gesehen hat, er wusste auch nicht ob er ohne diese Vision den Mann hätte retten können, aber auf jedem Fall, ist ihm nie wieder etwas der gleichen wiederfahren.
Eins ist nur klar, es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als man sich vorstellen kann.



- ENDE -




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Kommentare

klein-ayun@web.de schrieb am 2006-08-14 23:57:12:
tolle story! Man kann sich gut reinversetzen^^...allerdings hab ich auch hier wieder deiner Rechtschreibung zu bemängeln...ich nenne jetzt mal nur "weck" statts "weg" und "Aufprahl" statts "Aufprall"... ansonsten: mach weiter so;)
lg, klein-ayun
nadinchen schrieb am 2006-07-25 00:12:32:
toll geschrieben, alles drin was unbedingt reinmuss - langsam fang ich an deiner beschreibung von dir zu glauben :o) lg

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