Rede zur Hochzeit meiner Freundin...gemeinsame Jah
von
Annily
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So mancher König wechselte bereits den Thron,
so lange kenne ich die Anja schon.
Im Einkaufswagen als Kleinkinder hat es angefangen,
seitdem sind wir durch dick und dünn gegangen.
Die Schule gemeinsam schwänzen,
da konnten wir uns prima ergänzen.
Oder dem Postboten in der Schulpause den Wagen klau’n,
und dann grinsend um die Ecke schau‘n..
Im Klassenzimmer sitzen,schwitzen,welch ein Graus,
ab in’s Taxi,schnell da raus..
Die Entschuldigungsschreiben erforderten etwas Mut,
aber im Fälschen waren wir echt gut!
Sie liebte es,zu Mc Donalds zu gehen,
mir blieb jedes Mal das Herz fast stehen:
Ihre Bestellung,lang wie ein DINA-4 Bogen,
kommentierte ich:“die anderen warten oben!“
Auch Telefonzellen hatten es ihr angetan,
drohte sie doch Herrn Hammer mit dem Nagel!!armer Mann..
Es folgten viele wilde Jahre,
brachten manche grauen Haare.
Auf dem Spielplatz hat sie mir das Rauchen beigebracht:
Hab ich gehustet,hat sie gelacht!
Noch was schlimmes hat sie mir angetan:
Durch sie kenn‘ ich meinen Mann!!
Ihre erste Ehe war nicht schön,
man konnte sie oft sehr traurig seh’n.
Zwei Kinder bekam sie ganz fix,
doch der Mann,der war nix!
Er dachte nur an seine Eltern,Schwester und an sich,
Anja und seine eigenen Kinder interessierten ihn nich‘..
Sie war in diesen Jahren oftmals sehr allein,
doch es gab ja mich,das andere Anjalein.
Dann kam der Schritt,sie ist ihn ganz allein gegangen,
und damit hat das Glück neu angefangen.
Sie zog aus,weg von ihm,
in eine andere Wohnung hin.
Dieser Anruf:ein Schrei ging durch meine Telefon:
„Anja,halt dich fest,ich hab‘ ihn schon!“
Ein Typ mit Corrado,
und mit Handy,sowieso!“
Sie kannten sich erst ein paar Tage,
da schwang er schon eimerweise Farbe.
Beim Renovieren ihrer neuen Wohnung half er,als ging es um sein Leben,
aber irgendwie blieben die Bahnen gar nicht kleben..
Hilfe,Hilfe,jetzt ganz schnell,
rufen wir den Michael.
Es war abends,schon ganz dunkel,
Bernhard sprach:“das wird mein Kumpel!“
Nächte schlugen sie sich um die Ohren,
eine neue Freundschaft war geboren.
Ich habe ihn erst später das erste Mal geseh‘n,
und ich konnte sie verstehen.
Ein netter Mann,der oft lacht,
wie für sie gemacht!
Beim Umzug glaubten die Nachbarn schon an Gespenster,
ging doch da ein Schrank durch’s Fenster..
Irgendwann war dann alles vollbracht,
man,wir haben Tränen gelacht.
Dieser Umzug,da könnt ihr sicher sein,
der geht in die Geschichte ein.
Sascha und Sabrina finden Bernhard auch ganz toll,
sie habe ihn lieb,und zwar ganz doll.
Er tobt mit ihnen,wiegt sie her und wiegt sie hin,
als wären es seine,als wären sie von ihm!
Bald mußte es `ne neue Wohnung sein,
Bernhard zog da gleich mit ein.
Ein Jahr wohnen sie nun schon da,
doch etwas wurde ihnen klar, eines muß es nun noch sein:
ein kleiner weißer Schein!
Im Sommer gaben sie es dann bekannt:
„wir geh’n bald zum Standesamt!“
Heute ist es nun soweit,
beide sind total verknallt.
Das sie sich lieben und versteh’n,
das können alle seh’n.
Auch eine möchte ich noch erwähnen,
seht,in ihren Augen stehen Tränen..
Ob Geldnot oder Kummer,in allen Lebenslagen,
kann man Oma Tempel fragen.
Oder wenn’s Brautpaar in die Disco zieht,
die Kinder man bei ihr sieht.
Diese Familie,alle zusammen,
wollen nun neu anfangen.
Wir wünschen euch für eure Zukunft nur das Allerbeste!
Wir,eure Freunde,eure Gäste!
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Kommentare
Anirak schrieb am 2008-03-13 21:59:01:
Ich finde es echt super. Klasse geschrieben, mit viel Gefühl und Reim!
beiständin schrieb am 2008-01-28 22:43:38:
sehr schön und persönlich - gefällt mir!
Julia schrieb am 2006-04-05 15:15:38:
Bis man diese Rede vorgelesen hat sind die Gäste eingeschlafen. Der Text ist doch viel zu lang
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