Respektpersonen... und so
von
Julias
1
Vielen Dank, dass ihr die Geschichte schon mal angeklickt habt!!! Wir wollen in der Geschichte mit gewissen Personen abrechnen und unsere schlimme Jugend verarbeiten (Ok, wir sind erst 15). Wir haben viel gelacht beim schreiben. Wir hoffen ihr habt auch euren Spaß und würden uns über eure ehrliche Rückmeldung freuen.
Viel Freude beim Lesen!!!
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Kapitel 1:
Hallo, unser Name ist Julia. Ja, du hast dich nicht verlesen, wir heißen beide Julia. Wir sind Außenseiter. Meistens zu mindestens. Eigentlich sind wir ja zu zweit Außenseiter, also gar keine richtigen Außenseiter. Für alle die das verwirrend finden, hier eine kleine Einführung:
Zum ersten Mal bewusst miteinander gesprochen haben wir an der Taufe der kleinen Schwester unserer Freundin (Namen erwähnen wir nicht, da wir sonst noch mehr gehasst werden, Alter, ok, sie war zwölf). Weil wir mit den anderen Gästen nicht wirklich was anfangen konnten, begannen wir uns anzufreunden. Gerade das Geheimnis einer anderen auch eingeladenen Freundin (ok, jetzt führen wir doch Namen ein, sonst wird es zu kompliziert. Nennen wir sie Anna!)verband uns auch noch danach. Anna erzählte uns nämlich, dass Rainer, einer unserer Klassenkameraden, sie mit dem Fahrrad umkreist und ihr seine große Liebe gestanden hatte (was sich später als unwahr herausstellte). Bevor wir das erfuhren gehörte sie, zusammen mit Elfie und Helene (auch unsere Klassenkameraden) zu unserer Clique. So war der Stand Anfang Mai 2005. Doch es sollte nicht lange so friedlich bleiben.
Erst waren wir alle total begeistert als wir erfuhren, dass wir Ende Oktober ins Schullandheim nach Donauwörth fahren würden. Natürlich wollten wir alle zusammen in ein Zimmer. Doch diese Idee bedeutete das traurige Ende unserer Freundschaft. Traurig war eigentlich nicht das Ende, sondern nur der Grund des Streites. Rainer. Anna stand, wie die ganze Klasse wusste, auf Rainer. Dieser jedoch bevorzugte blöderweise eine von uns beiden.
Mich. Als ich und Rainer zusammen Tischtennis spielten konnte man förmlich sehen, wie Anna grün vor Neid anlief. Auf unserem Zimmer ließ sie ihrem Frust dann freien Lauf. Sie beschuldigte mich doch tatsächlich, dass ICH ihr „ihren Freund“ ausgespannt hätte. Was für ein Schwachsinn! Er war nämlich weder ihr Freund gewesen, noch war er jetzt meiner. Und ich wollte auch nichts von ihm! Ehrlich! Anna sah das jedoch ganz anders. Rainer war der Engel und ich der Teufel, auch wenn es ja gar nicht meine Schuld war, dass er mich lieber mochte als sie. Nach vielen Beschuldigungen, dass ich z. B. rachsüchtig, egoistisch und eingebildet wäre, teilte sich unsere Gruppe in zwei Hälften.
Anna und Helene vs. Julia, Julia und Elfie.
Beginn der 7. Klasse: Annika, der personifizierte Untergang, kam als neue Schülerin in unsere Klasse. Groß, blond, blauäugig, aber auch pickelig, buckelig, fies.
Erst tat sie alles um gut anzukommen. Sie schleimte sich bei den Schülern ein und trieb die Lehrer in den Wahnsinn, was sie bei unseren Klassenkameraden als „cool“ erscheinen ließ. Besonders Elfie war von Annika sehr angetan und nach kurzer Zeit trafen sie sich auch öfter außerhalb der Schule. Wir merkten sehr bald das Elfies Prioritäten wechselten, als unsere Jacken, Stifte und Schulranzen „aus Spaß“ verschwanden. Obwohl wir genau wussten, dass Elfie und Annika dahinter steckten, sagten wir zuerst nichts, da wir es als pubertären Unsinn abtaten. Wir hofften es würde bald aufhören. Doch das tat es nicht. Es wurde sogar noch schlimmer!
Eines Mittwochmorgens, nach der vierten Stunde, um 11.28 Uhr, waren meine Hefte weg!
Meine Hefte waren weg!!! Mitten im Winter, als alles Nass war, fand ich meine armen Hefte mitten auf dem feuchten Boden wieder. Nass, zerknittert und total zerstört. Darauf flippte ich aus. Annika und Elfie, die Übeltäter, beteuerten es wäre nur Spaß gewesen und ich solle mich nicht so haben. Ich schrie sie an, sie hätten meine ganzen Hefte ruiniert. „Was fällt euch eigentlich ein mein Eigentum zu missbrauchen!?“ (Falls ihr jetzt denkt, niemand würde jemanden so hochgestochen anfahren, kennt ihr uns noch schlecht) Sie waren total entrüstet, dass ich ihren Scherz nicht verstehen konnte und sprachen den ganzen Tag kein Wort mehr mit uns, weil Julia natürlich zu mir hielt. Ebenso meine Mutter, als ich nach Hause kam und ihr dies erzählte.
Ebenso empört rief sie Elfies Mutter an. Doch diese: „Meine Elfe macht so was doch nicht!“
Das war der Tag an dem auch diese Freundschaft zerbrach. Dank Annika, die ein Jahr danach die Schule verließ, um auf die Realschule zu gehen. Elfie jedoch nervte weiterhin, vor allem jedoch weil sie der anderen Julia gegenüber noch wohl gesonnen war. Mit allen Mitteln versuchte sie der einen Julia die andere Julia auszuspannen und wir wissen bis heute nicht, ob Elfie nur mit der einen Julia befreundet war, um der anderen Julia wehzutun.
Was ich natürlich nie machen würde. Schließlich mag ich Julia deutlich lieber als Elfie. Da sie immer sehr freundlich zu mir ist und mich komischer Weise sogar zu ihrem Geburtstag eingeladen hat, möchte ich sie nicht vor den Kopf stoßen. Außerdem leben wir ja nicht mehr zu Caesars Zeiten, wo ihr Feind auch mein Feind gewesen wäre. Wenn ich mich allerdings zwischen Elfie und Julia entscheiden müsste, würde Elfie eindeutig den Kürzeren ziehen!
Wegen diesen Streitereien haben wir keine anderen Freunde mehr, aber es gibt auch mehrere Gründe warum wir wohl in der nächsten Zeit auch keine Neuen mehr finden werden. Darunter wären z.B. wir keine Bravo lesen, da uns dieser Proletenscheiß zu teuer ist. Aber auch, dass wir die Schule nicht total abartig finden und keinen Schminkfimmel haben, also uns nicht anmalen bis man uns nicht mehr erkennt sind Gründe dafür. Deutsche Filme, besonders welche mit Til Schweiger, finden wir nicht gut und vor allem nicht witzig. Dafür haben wir aber eine Musicalbegeisterung, die die meisten nicht nachvollziehen können. Statt die Chartliste rauf und runter zu hören legen wir uns lieber auf zwei oder drei wirklich gute Sänger fest. Mit einem Jungen zu reden ohne dabei in dämliches Gekicher auszubrechen oder Referate zu halten ohne vor Angst im Boden zu versinken ist für uns ganz normal. Außerdem ist unser Humor etwas außergewöhnlich, aber keinesfalls fies.
Dazu kommt für mich noch, dass ich einen etwas extravaganten Kleidungsstil habe und klassisches Ballett tanze.
Mein „Fehler“ besteht lediglich darin, dass ich mit Julia befreundet bin.
1
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.
Kommentar hinzufügen