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Kategorien > Science Fiction > Serie

Return to Home - Alpha Centauri (Part II)

von Bone1979

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Alpha Centauri
(Part II)
20.05.2007

***
Der Raumfrachter Neuss II passierte das Ende vom Wurmloch Sol - Alpha Centauri, ritt auf einer der (fachlich nicht ganz korrekten) Übergangswelle, die jedes Wurmloch beim Öffnen ausstieß, in den Normalraum zurück. An Bord der Neuss II befanden sich statt der geplanten Neunzig Menschen lediglich Sechzig. Ein Problem bei einer der Kälteschlafsektionen hatte die Weltraumagentur veranlasst die Passagierliste zusammen zustreichen. Eine Reparatur hätte den Start auf voraussichtlich Neun Wochen verzögert. Da kein Risiko für die anderen Sektionen bestand, beschloss man die Passagierzahl zu verringern. Außer den Sechzig, sich im Kälteschlaf befindlichen, Menschen waren Ausrüstung, Baumaterial, Versorgungsgüter, medizinische Geräte und Medikamente sowie ein weitere Satellit an Bord.
Der Computer vom Raumfrachter folgte seiner Programmierung und setzte die Reise wie festgelegt fort. Jede Stunde checkte ein Unterprogramm die Sektionssysteme, überprüfte die Überwachungssysteme der Kälteschlafkammern und fand keinerlei Fehler.
Fünfzehn Stunden lang verlief der Flug reibungslos. Plötzlich bebte der Raumfrachter ohne ersichtlichen Grund. Die Vibrationen wuchsen. Eine Stromkonverterleitung platzte. Die Stromversorgung für Deck 17 brach daraufhin zusammen. Der Raumfrachter driftete von der Flugroute. Die Leistung eines der Schubtriebwerke nahm auf ab.
Mit den einströmenden Problemen war der Hochleistungscomputer keinesfalls überfordert. Innerhalb von Millisekunden reagierten die zuständigen Programme. Die Stromversorgung für Deck 17 wurde durch die Notleitungen wiederhergestellt. Die schwindende Leistung vom Schubtriebwerk wurde auf die beiden anderen Triebwerke verteilt. Eine simple Kurskorrektur hätte den Raumfrachter wieder auf Kurs gebracht. Die Sensoren stellten eine erhöhte Konzentration von Ionenpartikeln fest. Um weiteren Schäden vorzubeugen, setzte das Steuerungsprogramm einen neuen Ausweichkurs. Was die Reisezeit auf Eine Stunde erhöhte. Bis dahin gab es für den Computer keinen Grund die Wachinitialisierung für das ent-sprechende Fachpersonal an Bord zu starten.
Als der Raumfrachter in den sogenannten Zehn Stunden Radius um Alpha Centauri Prime kam, startete der Computer das Funkorientierungsprogramm, welches zur Landung auf dem Planeten genutzt wurde. Das Programm suchte in Zusammenarbeit mit den Sensoren im Orbit von Alpha Centauri nach dem Satelliten, der ein Stand-bye Signal ausstrahlen sollte. Anschließend würde sich der Computer in das Leitsystem des Satelliten loggen und durch die Bodenstation alle notwendigen Daten erhalten.
Die Sensoren entdeckten nach mehrmaligem Abtasten kein Stand-bye Signal vom Satelliten. Somit startete die vorgesehene Ausweichprogrammierung. Nun suchten die Sensoren auf dem Planeten nach der Signalabstrahlung der Bodenstation. Dafür verwendete der Computer die Positionsangabe der Bodenstation, die sich in seinem Speicher befand. Der Computer konnte keine Signalabstrahlung feststellen, woran sich auch nach mehrmaligen Versuchen nichts änderte.
Für diesen Fall sah die Programmierung der Systemdatei vor, die Pilotencrew an Bord zu wecken. Da eine automatische Vorstufe der Landung nicht möglich war. So initialisierte der Computer den Wachmodus bei Vier Kälteschlafkammern. Sollten sich die Menschen mit dem Problem herumschlagen. Der Computer hatte alles getan, wozu er programmiert wurde. Eine manuelle Landung enthielt die Programmierung nicht.

***
Auf eine solche Situation wurde die Pilotencrew geschult. Im Trainingszentrum der Welt-raumagentur trainierte man solche Szenarien. In der Theorie und Praxis. Für die Praxis wurde der Prototyp der Neuss Raumfrachterserie benutzt. Als Landezone diente neben der weiten Landschaft Arizonas (USA) auch die Sahara Wüste. Für die Raumflüge der Raumfrachter wurden nur die Besten der Besten genommen. Die Tests waren schwer, selbst für einige der Besten Piloten weltweit. Nach den Tests gab es sogenannte Leistungsstichproben. Zwei davon durften unter Vier liegen. Wer zum Dritten Mal eine Stichprobe mit Vier abschloss, musste gehen. Dabei spielte es keine Rolle ob man der Pilot, Co-Pilot, Technischer Offizier oder der Controller war. Es traf nicht den einzelnen sondern die ganze Crew. Bei einem einzelnen Neuzugang mussten die Abläufe neu trainiert werden, die Crew musste sich neu formieren. Das nahm viel Zeit in Anspruch. Und genau die Zeit wollte man einsparen.
In den letzten Vier Schulungsjährgängen traf es bisher Eine Crew. Die Crews besaßen eine enorme Leistungsdichte und trugen untereinander sogar Wettbewerbe aus. Was bei der Aus-wahl keinerlei Bedeutung hatte. Es zählten lediglich die Leistungsberichte und Abschluss-protokolle der Übungssitzungen.
Das Entscheidungskomitee hatte sich für den dritten Raumflug für die Crew um Lieutenant Sigmar Cech entschieden. Alle Angehörigen die an den Raumflugschulungen der Weltraum-agentur teilnahmen gehörten dem Air Command der Erdstreitkräfte an.
Im Moment hielt sich Lieutenant Cech in einer der Kälteschlafsektionen auf. Zwei Stunden lang hatten seine Crew und er probiert, was möglich war. Ihnen war es nicht gelungen Funk-kontakt mit dem Satelliten oder der Bodenstation herzustellen. Zu allem Überfluss war das zweite Schubtriebwerk nicht in der Lage mehr als Zweiundzwanzig Prozent Schubleistung zu liefern. Für die Landung an sich stellte das kein Problem dar, da beim Eintritt in die Atmosphäre die Steuertriebwerke benutzt wurden. Sie fanden für den Ausfall keine Er-klärung. Die Schadenkontrollprogramme zeigten keinerlei Schäden an. Eine Vermutung war das die Ionenpartikel möglicherweise die magnetische Schutzummantelung der Triebwerks-gondel deporalisiert hat. Bisher konnten sie keine entsprechenden Anzeichen ausmachen.
Dem Protokoll nach musste in solchen Fällen der Ranghöchste Offizier eines Raumfluges geweckt werden. In diesem Fall war es Captain Jason Greenberg, vom Erd Marine Corp. Zischend schob sich die Kälteschlafkapsel wenige Zentimeter aus der senkrechten Kammer und ging in die waggerechte Position. Dann wurde der Wachmodus initialisiert. Dreißig Sekunden später hob sich der gläserne Deckel der Kapsel. Ein blasser Mann, Anfang Dreißig, geschlossene Augen und in der dunkelgrünen Uniform vom Erd Marine Corp kam zum Vor-schein.
Auf dem Biodisplay am Kopf der Kapsel sah man wie die Standardwerte langsam anstiegen. Die blasse Haut bekam nach und nach Farbe. Der Controller seiner Crew spritzte dem Captain einen Wachbeschleunigungscocktail. Dadurch wurde die ganze Wachprozedur beschleunigt. Nachteil waren die Kopfschmerzen, wie bei einem Kater.
Langsam öffnete Jason Greenberg die Augen. Anfangs sah er alles verschwommen. Das Seh-zentrum und die Sehnerven reaktivierten sich innerhalb von wenigen Sekunden. Angeblich sei die Einfrierung, wie Jason es nannte, ungefährlich. Eingefroren zu sein wie ein Stück Fleisch, gefiel ihm überhaupt nicht. Daher war er gar nicht begeistert als ihm der

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