Return to Home - Camp Delta
von
Bone1979
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Nach mehr als Neunzig Stunden Flug und unzähligen Zwischenstopps landete der Versorgungsfrachter auf einem der Drei Parkdecks vom Trägerschiff Achilles. Neben medizinischer Ausrüstung, Medikamenten und medizinischen Gütern waren Siebzehn Frauen und Männer an Bord.
Die Gruppe verließ den Versorgungsfrachter und wurde von einer älteren Menschenfrau hinter der Orangen Linie empfangen. Deckarbeiter luden den Frachter aus. Kurz darauf heulte das Triebwerk auf, der Versorgungsfrachter hob ab und flog aus dem Parkdeck. Wenige Sekunden später landete ein weiterer Versorgungstransporter.
Die Frauen und Männer der Gruppe wurden von der Frau gebeten ihr ihre ID Karten auszuhändigen. Sie schob eine ID Karte nach der anderen in das tragbare Pad. Auf dem LCD Bildschirm erschienen alle notwendigen Daten. Jeder bekam dadurch von der Frau gesagt, wo man eingeteilt war.
„Karin Mumsa!“
Die angesprochene Mischlingsfrau nickte. Sie war Zweiundzwanzig Jahre alt.
„Sie sind Krankenschwester?“, fragte die Frau und sah auf.
Wieder nickte Karin.
Die Frau blickte aufs Pad. „Man hat sie Camp Delta zugewiesen. Parkdeck Zwei. Start – und Landesektion C.“
Karin nickte einfach, erhielt ihre Karte zurück und ging zum Turbolift. Zusammen mit Fünf anderen stieg sie in die Kabine ein. Einer ihrer Begleiter drückte Parkdeck Zwei.
Zusammen stiegen sie aus, gingen den kleinen Gang entlang und betraten dann das Parkdeck Zwei. Im Gegensatz zum vorherigen Parkdeck, befanden sich auf diesem Parkdeck mehrere Transportfähren.
Auf einer Infotafel konnte man sehen wo welche Landesektion lag. Karin ging zur Landesektion C. Am Einstieg von der Landefähre, stand ein Gvanischer Marine.
„Ihre ID Karte bitte, Ma’am.“
Sie händigte dem Marine ihre ID Karte aus. Der Gvaner schob sie in das Pad. Ein kurzer Blick aufs Pad. „Danke, Ma’am. Bitte gehen sie an Bord.“
Karin nickte und stieg ein.
***
Acht weitere Personen befanden sich bereits an Bord. Sie suchte sich einen leeren Platz in Sitzreihe. Ihr Gepäck, eine einfache Reisetasche, schob sie in das untere Fach. Danach setzte sie sich.
Kurz danach kam ein junger Mensch herein, sah sich um und setzte sich neben Karin. Er trug einen Panzeranzug. Zwei weitere Personen kamen innerhalb von Dreißig Minuten herein und setzten sich. Die letzte Person, eine gvanische Frau, trug ebenfalls einen Panzeranzug. Zwischen den beiden gab es einen kurzes nicken.
„Sie sind eine Krankenschwester.“
Karin blickte zur Seite. Der Mensch sah nicht viel jünger aus wie sie selbst. Seine Züge waren weich, überhaupt nicht so wie man sich einen Marine vorstellte. Die Augen strahlten eine jugendliche Stärke aus, die sie faszinierte. Beim schmunzeln tat sich ein sympathisches Kinngrübchen auf.
„Ja.“, entgegnete sie mit einem lächeln. Was der Marine ebenfalls lächeln ließ.
„Man schickt sie nach Camp Delta!“
„Muss wohl. Schließlich bin ich hier.“, erwiderte Karin ohne böse Absicht. „Und sie?“
„Bei einem Transportflug müssen Marines als Absicherung im Notfall an Bord sein. Die Transitfähre könnte abstürzen oder abgeschossen werden. Da ist es gut jemanden mit einem XP Rex Schnellfeuer Impulsgewehr unter den Passagieren zuhaben.“ Als er abstürzen und abgeschossen sagte, blickten sich einige der zivilen Passagiere unsicher an.
Karin blickte zu der gvanischen Marinefrau. Ihr Blick war knallhart. Sie machte einen weitaus weniger offeneren Eindruck wie ihr Sitznachbar. Im Gegensatz zu ihm musste sie bereits an der Front gekämpft haben. Zumindest gewann man diesen Eindruck.
„Wir starten in Fünf Minuten.“, kam es aus dem Com System.
Karin versuchte sich zu entspannen. Vor einem Flug wurde sie immer leicht nervös. Es war nicht direkt Flugangst, eher leichte Anspannung. Mit einer Entspannungstechnik, die sie in einem Chakra Kurs gelernt hatte, versuchte sie sich zu entspannen. Vielleicht lag ihre steigende Anspannung auch an der Tatsache das sie demnächst den Krieg direkt miterlebte. Camp Delta wurden die mobilen Frontlazarette auf Planeten genannt. Nach dem das Medizinische Corp sie eingezogen hatte, konnte sie keinen Einfluss darauf nehmen wohin man sie schickte.
„Nervös?“, fragte er sie flüsternd.
Der Klang der stets laufenden Triebwerke erhöhte sich. Nur noch wenige Augenblicke und die Transitfähre startete.
„Etwas.“
Wieder dieses lächeln. Irgendwie beruhigte sie es. Da hob die Transitfähre ab. Zum ersten Mal krallte sie sich nicht in die Armlehne. Ihre Hände lagen locker da. Ihr Atem ging regelmäßig. Als wäre nie etwas geschehen.
***
Bei der harten Landung knirschte das Metallskelett der Transitfähre. Karin bekam eine Gänsehaut. Bevor sie richtig reagieren konnte, hatten sich die Drei Marines an Bord von ihren Sitzplätzen erhoben, ihre Impulsgewehre in Händen und nickten einander knapp zu.
Oberhalb des Kabinendurchgangs leuchtete das rote Signal. Wie bei allen Vehikeln bedeutete es das man sitzen bleiben sollte. Natürlich hielten sich nicht alle Leute bei den zivilen Verkehrsmitteln, wie der Magnetbahn (Ober- und Unterirdisch), an die Bedeutung. Jeder der es ignorierte tat das auf eigene Gefahr hin.
Keiner der Zivilisten an Bord der Transitfähre berührte auch nur den Lösen Button für die Sicherheitsgurte. Erst als das Rote Signal ins Grün wechselte, betätigten sie langsam den Button.
Karin nahm ihre Tasche und folgte den anderen Passagieren nach draußen. Beim Verlassen musste Karin kurzzeitig schützend die Augen vor ihr Gesicht halten. Das Sonnenlicht ließ sie erblinden. Erst als sich ihre Augen nach wenigen Sekunden an die Lichtstärke gewöhnt hatten, nahm sie die Hand weg.
Camp Delta lag am Ufer eines Flusses, der sich natürlich durch die Gegend schlängelte. Am Flussufer, bzw. im seichten Wasser sah sie eine Gruppe von dunkel Grünen violetten Storchen stehen. Einige schauten sich das rege treiben am Ufer an und stolzierten dann weiter.
Das Camp selbst bestand lediglich aus Zelten. Auf allen befand sich das Logo der Vereinten Terra-Gvan Streitkräfte. Um das Camp war ein Wall errichtet worden. Der Landeplatz befand ich in der Mitte. Das nächstgelegene Zelt besaß ein Rotes Kreuz auf weißen Grund Symbol. Wie alle Zelte war auch dieses Nummeriert. Es trug die Nummer 1.
Ein schmächtiger Mann, mit Brille und geröteter Haut kam auf die Gruppe hinzu. „Guten Tag und Herzlich Willkommen im Camp Delta. Ich benötige ihre ID Karten.“
Als Karin an der Reihe war, nahm er ihre ID Karte, schob sich in das tragbare Pad, las die erschienenden Daten und blickte sie an. „Sie wurden dem Grünen Team zugewiesen. Melden sie sich bei Doktor Ziyi. Zelt Vier. Der Nächste Bitte.“ Karin nahm ihre ID Karte an sich und ließ den nächsten dran kommen. Die Informationen waren gut und schön, wenn sie bloß wüsste wo Zelt Vier stand. Hier gab es nämlich keine Standortkarte.
Etwas hilflos blickte sie sich um. Keins der Zelte die sie sah, trug die Vier als Nummer.
„Haben sie ihre Zuteilung?“, fragte die sympathische Stimme des namenlosen Marine.
Sie
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