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Kategorien > Science Fiction > Serie

Return to Home - Die Mitgift

von Bone1979

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Prolog

Sie war von unsagbarer Schönheit. Das weiße Gewand zusammen mit dem Schleier verhüllten sie zwar, aber ihre Schönheit blieb eine unumstößliche Tatsache.
Der Raum war rund und nur brennende Kerzen spendeten Licht. Hinter ihr kamen Drei Personen in braunen Kutten, die Gesichter waren von der Kapuze verhüllt.
Außer den Kerzen befand sich nur noch eine Kammer mit einer gläsernen Kuppel. Die verhüllte Schönheit und die Kuttenträger schritten auf Blütenblättern in den Raum, bis zur Kammer. Sie stieg in die Kammer und legte sich hinein, ohne jede Furcht oder Zweifel an ihrem Tun. Ihre Begleiter postierten sich um die Kammer und stimmten einen rhythmischen Gesang an.
Ohne das sie etwas taten, schloss sich die gläserne Kuppel wieder. Das hörbare Einrasten störte denn Gesang nicht. Ein sanftes Zischen ertönte. Kurz darauf war die Kammer vernebelt. Der Nebel verschluckte die Schönheit.
Ohne ihren Gesang zu beenden, gingen die Kuttenträger auf dem Blütenweg hinaus. Nach verlassen des Raums, schloss sich die Panzertür und rastete ein. Dann geschah erstmal nichts.
Da begannen die Blütenblätter zuschweben.

Das E-Werk war seit Hundert Jahren vom Netz. Keiner der Stadtväter hatte vor diese Tatsache zu ändern. Was nicht verwunderte, den die Abnehmer des Stroms bezogen diesen jetzt von einer viel moderneren Anlage. Die weitaus kleiner und viel sparsamer war.
Ein Abriss der Anlage kostete die Stadt mehr als der Baupreis einer neuen Anlage. Also ließ man die Zeit an dem Bauwerk nagen. Damit sparte man einen Haufen Geld.
Auf dem ehemaligen Verladepark der Anlage war es alles andere als ruhig oder leblos. Zwischen all den Überbleibseln tätigten gerade Kriminelle Geschäfte miteinander.
Die eine Seite bestand aus Zwei Menschen und einem Alconer.
Die andere Seite war mit Fünf Rocianern vertreten.
Rocianer waren bräunliche Wesen mit einem kräftigen Körperbau und einem Keilförmigen Kopf. Die Schädeldecke machte indes am Hinterkopf eine leichte Wölbung nach innen.
Der Alconer war dunkelhäutig. Wobei seine Haut Krokodil ähnlich war. Er sah drahtig aus hatte einen ovalförmigen Kopf und war haarlos. Wie alle seines Volkes, egal ob männlich oder weiblich.
Die beiden Menschen waren eine Frau und ein Mann. Die Frau sah kräftig aus, war einen Kopf kleiner als alle anderen und hatte etwas robustes an sich. Der Mann hingegen machte einen lockeren Eindruck. Was wiederum täuschen konnte.
Sie hatten trotz der Unterschiede alle etwas gemeinsam; Sie waren Kriminelle.

Der männliche Mann warf dem Mafiapaten einen leicht bläulich schimmernden Kristall zu. Einer der Leibwächter fing ihn, zeigte ihm den Boss und bezog seine vorherige Position.
„Das ist ein Einwegkristall. Wo hast du den Kristall?“, wollte der rocianische Pate zischend wissen.
Trotz der häufigen Geschäfte miteinander, war das Vertrauen auf einem sehr geringen Niveau. Rao Cmos war das Gesetz in den Ghettos der Stadt. Er hatte überall seine Augen, Ohren und Münder.
Der Pate gab den Kristall an seinen Kontrolleur weiter. Der Rocianer steckte den Kristall in ein Lesegerät, griff auf den Datenkern zu und ließ das Decodierungsprogramm laufen. Nach Beendigung der Decodierung erschienen Reihen von Zahlen, Symbolen und Buchstaben. Sie setzten sich automatisch zu einem lesbaren Text zusammen.
„Das sind die Daten.“, bestätigte der Kontrolleur.
Kurz darauf verschwand der Text wieder. Was den Rocianer nicht beunruhigte. Einweg-kristalle waren nicht für die Ewigkeit. Sobald man auf den versiegelten Datenkern zugriff, zersetzte sich dieser. Was die darauf abgespeicherten Daten unwiderruflich löschte.
Cmos zeigte sich zufrieden…

Sean Stuart. Ein Mensch, Pirat und Söldner in einer Person wusste um Cmos Machen-schaften. Der Pate konnte jeden zu jeder Zeit ausschalten lassen. Leute die ihn gelinkt hatten, lebten in der Regel nicht allzu lange.
Trotz allem machte der neue Gouverneur des Planeten dem Paten das Leben schwer. Er hatte der Mafia und ganz besonders Cmos den Kampf angesagt. Dafür bekam dieser unbestechliche Schweinehund von anderen Sternennationen unheimlich viel Geld zugeschustert.
Mit dem Geld rüstete er die Polizeibehörden neu und besser aus. Investierte in neue Überwachungssysteme und in die Aufklärung und gründete zusätzlich einen Geheimdienst, sowie eine Spezialeinheit zur Bekämpfung der Mafia.
Stuart bot Cmos die einmalige Chance dem neuen Gouverneur einen schweren Schlag zu versetzen. Indem er dem Paten die Einloggcodes in das Überwachungssystem und die Namen eingeschleuster Agenten verkaufte. Der Handel mit Informationen war ein sehr profitables Geschäft.
Aus seiner rechten Hosentasche holte Stuart einen roten Kristall hervor. Er zeigte ihn Cmos.
„Zwei Millionen und der Kristall ist deiner.“, sagte er gewohnt locker. Dabei war die Situation höchstdelikat.
Cmos lachte hinterhältig. Wie aus dem Nichts tauchten Drei weitere Rocianer auf. Beide Gruppen zogen ihre Waffen.
Stuart war keineswegs überrascht. Im Gegenteil er hatte es erwartet. Er ließ den Kristall wieder verschwinden. Sie waren zahlenmäßig unterlegen. Kein guter Start in eine neue Woche.
Maren Yun, Lando und er hatten schon andere verzwickte Situationen überlebt. Die Gesichter seiner beiden Partner und Freunde ließen jede Zuversicht vermissen. Wie eigentlich immer.
„Gib mir den Kristall, Sean. Dafür lasse ich euch am Leben.“, bot Cmos amüsiert an. Er war im Vorteil. So mochte es der Pate am liebsten.
Stuart holte den roten Kristall hervor, warf ihn Cmos zu und sah das siegessichere Grinsen des Paten auftauchen.
Lando, einer der besten Scharfschützen den Stuart kannte, schoss einen Energiebolzen aus seiner Handenergiewaffe ab. Augenblicklich verging Cmos das grinsen. Es war purem Entsetzen gewichen.
Der Kristall explodierte beim Bolzentreffer. Einer Wand aus Schrapnellen konnten sich Zwei Leibwächter und der Kontrolleur nicht mehr rechtzeitig retten.
Energiebolzen aus violetten und gelben Licht schwirrten wie Glühwürmchen umher.

Die Energiebolzen prasselten auf die Lagerkiste aus Titanalu ein. Sie war sprich-wörtlich Bombensicher. Laut Hersteller.
Man feuerte immer wieder eine Erwiderungssalve ab. Doch umso länger das Gefecht ging, desto knapper wurde die Zeit. Dem neuen Überwachungssystem, welches ironischerweise von der Union geliefert worden war, war die Explosion und das andauernde Energiegefecht nicht verborgen geblieben. Daher würde es bald nur so von Polizeieinheiten wimmeln. Keiner der Drei war scharf auf eine Gefängniszelle.
Stuart schoss die Energiezelle leer. Er wechselte sie gegen eine volle aus. Blieben für jeden noch Zwei Zellen. Also Sechs insgesamt. Bei Fünf Gegnern wären mehr Zellen besser gewesen. Lando wechselte eine Zelle. Fünf…
Er versuchte sich an die Umgebung der Anlage zu erinnern. Daraus entwickelte er einen Last Minute Plan. Diese waren selten die Besten, aber effektiv. Genau das was sie jetzt brauchten.
„Lando.“, rief Stuart. Er warf seinem Freund seine Waffe

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