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Kategorien > Science Fiction > Serie

Return to Home - Es beginnt II

von Bone1979

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-Beginn-

Einmal mehr wunderte sich Commodore Nils Navarro, als er den Plot vom Taktik Display begutachtete, die verschiedenen ID Signaturen zusehen, von denen einige eigentlich als Feinde der Union galten. Zusammen mit Flotteneinheiten der Bruderschaft von Crja in einem Verband zudienen hatte immer noch was befremdliches. Er hätte es sich in seinen kühnsten Träumen nicht einmal annährend vorstellen können, geschweige den das Einheiten vom Königreich Aquian mit ihren Erzfeind, der Bruderschaft, Seite an Seite standen.
Vieles hatte er sich nicht vorstellen können, gestand sich Navarro ein. Dazu gehörte eine Allianz, deren Ziel es war die Galaxie vor den Gmah zuschützen. Die Gmah, eine Sternenrasse, die vor 7000 Jahren in diesen Teil des Universums einfielen und erst in letzter Sekunde aufgehalten werden konnten. Dazu beigetragen hatte ein Schiff der Vereinten Flotte, das in die Vergangenheit geschleudert wurde ohne Aussicht auf Rückkehr. Wie hätte er unter den Umständen reagiert?
Das ließ sich nicht mit Bestimmtheit sagen, worüber er nicht unglücklich war. Hatte Captain Luciò, Kommandant der VF Orion, überhaupt eine Wahl!? Navarro kannte den Mann. Er hatte als EO an Bord eines Schweren Kreuzers gedient, der zu einem Geschwader gehörte das dem Flottenverband zugeteilt war auf dessen Flaggschiff Navarro als EO diente. Das Kommando über den Schlachtkreuzer VF Babylon und den gesamten Verband hatte Admiral Vic’torja.
Bei einem Gespräch sagte Sie ihm mal, sie halte viel von Luciò. So was kam einem Ritterschlag gleich. Anscheinend hatte der damalige Commander das Glück gehabt sie als Gastdozentin für Aufklärung & Taktik an der Flottenschule zuhaben.
Später hörte er das Luciò zur Testabteilung der Vereinten Flotte ging, statt ein reguläres Raumkommando auszuüben. Wieso dem so war, konnte er bis heute nicht in Erfahrung bringen. Es gab nur wenige aktive Raumoffiziere, die ein Kommando abgaben (wenn Sie nicht mussten) oder ablehnten und stattdessen einen Abteilungsjob annahmen. Ein Raumkommando war das A und O für einen Flottenheini. Jeder musste sich im Laufe seiner Karriere entscheiden.
Was Luciò auch immer dazu bewogen hatte, war seine Sache und er hatte jedes Recht zur Testabteilung der VF zu wechseln. Dennoch fragte er sich insgeheim ob Admiral Vic’torja davon wusste. Sie gehörte zu jenen Leuten die immer auf dem Laufenden von Personen blieb, die sie positiv wie negativ in Erinnerung hatte. Ob Sie wusste was ich zur Zeit mache!?
Die Antwort darauf war schwierig. Denn die Allianz war so geheim das selbst die politischen Führer nicht Bescheid wussten. Der wissende Personenkreis war so klein gehalten wie irgendmöglich. Nirgendwo fanden sich Unterlagen über die Allianz oder die abgestellten Einheiten. Der Verband war ein Geist in den Mühlen der Bürokratie.
Was notwendig schien für das wozu man sie zusammenstellte; Unternehmen Ikarus.
„Sir. Eine Meldung vom Flaggschiff.“, teilte der diensthabende Crewmen an der Com-Station mit, als die entsprechende Tonmelodie verstummte. „Unternehmen Ikarus startet in T-Minus 75 Stunden.“
Es war soweit. Unternehmen Ikarus hatte Grünes Licht. „Com. An das Geschwader. Alarmbereitschaft Orange. An alle Station, Statusanfrage.“
„Aye, Commodore.“ Die Finger vom Crewmen huschten wieselflink übers Touchscreen seines Stationsterminals.

***
Die ersten Stunden schien die Zeit zu schleichen. Jetzt raste Sie förmlich zur Null hin. Erschien die Null auf der Zeitanzeige, würde Unternehmen Ikarus beginnen. Der Verband, der zu diesem Zweck zusammengestellt worden war, würde abrücken und in den Hyperraum springen. Das Zielsystem lag tief im Hinterland des Feindes. Was Sie erwartete wusste man nicht genau.
Der Verband verfügte über unzureichende Informationen. Die Feindstärke, Aufteilung und Kampfkraft blieb unklar. Was die Frauen und Männer wussten, war das Sie in ein System mit sensorischer Dunkelheit sprangen. Sie würden blind ins System kommen. Ein Punkt, der keinem der Schiffskommandeure schmeckte. Bei den Menschen gab es dafür ein Sprichwort: Sie wurden ins kalte Wasser geworfen. Ohne Schwimmflügel! Wohlbemerkt.
Dann lief die letzte Minute. Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen. Die Schiffsstationen bemannt. Jeder kannte seine Aufgabe, seine Pflicht und was auf dem Spiel stand. Die Freiheit der Galaxie. Das verteidigten alle die dem Verband angehörten. Dazu war Unternehmen Ikarus aus der Taufe gehoben worden. Für nichts anderes.
Die synchronisierte Zeitanzeige sprang auf allen Schiffen zur gleichen Zeit von 1 auf 0. Augenblicklich erhielten alle Schiffe den Freigabecode zum Sprung in den Hyperraum. Der Verband, von dessen Existenz kein Regierungsoberhaupt wusste, löste den Sprungcountdown aus. Die Hyperraumgeneratoren öffneten ein Übergangsfenster, diejenigen am Steuer der Großkampfschiffe manövrierten die Raumschiffe hinein, flogen über den Ereignishorizont zwischen Hyperraum und Normalraum.
Keine 30 Sekunden später lösten sich die Hyperraumfenster auf. Zurück blieb ein leeres Sternensystem, dass zuvor eine der kampfstärksten Flottenverbände der Galaxie beherbergte. Ob Sie je zurückkehrten, stand in den Sternen.

***
„Das gefällt mir überhaupt nicht.“, murrte Senior Lieutenant Qantas ungehalten.
„Da sind wir schon zwei.“, warf der Mann hinter dem Schreibtisch ein und trank einen Schluck.
Qantas, Gvaner und EO der VF Julius, grunzte abfällig. Er stand vor dem Modell der Korvette, ihrem Schiff bei dem Unternehmen Ikarus. Auf allen Schiffen der Vereinten Flotte befand sich im Raum des Kommandanten ein Modell des Schiffs auf dem die Frauen und Männer Dienst taten. Es handelte sich um eine alte Tradition, als das erste Raumschiff der Flotte vom Stapel lief.
Der Angriffsplan hatte klaffende Lücken. Womit man möglicherweise noch klar gekommen wäre, aber nicht dass Sie praktisch blind in feindliches Sternensystem sprangen, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zuhaben, was Sie erwartete.
Andererseits, so Shako, genau zu diesem Zweck hatten Sie die undankbarste Aufgabe im Flottenverband bekommen. Spionieren.
Eigentlich führte die VTGF keine Korvetten mehr. Die VF Julius war die streng geheime Ausnahme, von der es in der Datenbank der Flotte keine Spur gab. Auch hatte das Raumschiff nur noch entfernt etwas mit einer Korvette, einem Angriffsboot, zutun. Es war komplett überholt worden. Vorher lag es auf dem Flottenfriedhof, zwischen all den ausrangierten Schiffen, die einst im Dienst der VTGF standen. Die Julius war ein Prototyp, dessen Feuertaufe Unternehmen Ikarus darstellte.
Man statte das Raumschiff mit der neusten, modernsten Technik aus die der Allianz zur Verfügung stand. Panzerung. Schilde. Waffen. Antrieb. Sensoren. Feuerleitsystem. Abwehr. Energiesystem. Damit mutierte die kampfschwache Korvette zu einem kampfstarken Monster, das es locker mit allen Großkampfschiffen aufnehmen konnte. Vor allem im Nahbereichskampf, konnte sich kein Schiff mit ihr Messen. Zumindest jene, die zum Verband gehörten.

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