Return to Home - Jungfernfahrt
von
Bone1979
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Jungfernfahrt
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*25.08.2008*
*basiert auf Ereignissen aus der Episode: Sansibar*
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Jedes neue Schiff der Unioner Raumflotte, ob nun Ziviler Art oder Militärischer, wurde einer Testreihe unterzogen. Sie unterschied sich lediglich in der jeweiligen Anwendung der Schiffe. Man konnte ein Zivilschiff nicht wie ein militärisches Raumschiff testen. Dazu kamen die unterschiedlichen Schiffsklassen in beiden Sparten. Deswegen gab es für jede Schiffsklasse ein eigenes Testprotokoll. In der Regel beauftragten die jeweiligen Schiffsbauer eine Testfirma zur Durchführung. Nur wenige Schiffsbauer besaßen eine eigene Testabteilung.
Die Streitkräfte der Union besaßen eine; die Vereinte Testgruppe der Streitkräfte (VTdS). Sie unterhielt Testbesatzungen, die die Testreihen durchführten.
Solch eine befand sich an Bord des neuen Schlachtkreuzers VF Orion. Wo man die Testreihe durchführte, obgleich die Orion das 1. Schiff der neuen Vermont Klasse darstellte. Da man nicht für jede neue Schiffsklasse ein neues Testprotokoll entwerfen konnte oder wollte, aktualisierte man einfach die Vorhandenen, sie waren zum Großteil standardisiert.
Je nach Schiffsklasse variierten die Testbesatzungen der VTdS. Der Testbesatzung der Orion gehörten 48 Personen an. Zum festen Stamm gehörten nur die Führungsoffiziere und ein ausgewählter Kern der Mannschaftsmitglieder. Die restlichen Leute kamen aus einem Stellenpool der VTdS. Per Losverfahren wurden sie den aktiven Testbesatzungen für die jeweilige Testdauer zugelost. Anschließend kehrten sie wieder in den Stellenpool zurück und warteten darauf einer Testbesatzung zugelost zu werden. Eine übliche Vorgehensweise, da die meisten im Pool der Reservekräfte waren. Laut einer aktuellen Zählungen befanden sich bis zu 5.000 Frauen und Männer im Stellenpool der VTdS.
Als Flottenkapitän Luciò die Personalprofile seiner Crew durchging, stellte er fest das keiner der Leute verheiratet oder enge Familienbande besaß. Ein Zufall war das mit Sicherheit nicht. Demzufolge musste es einen Grund geben, warum man seine Crew mehr oder weniger aus Junggesellen zusammenstellte. Die Wahrscheinlichkeit für solch eine Zusammenstellung ging gegen Null. Da waren die Chancen im Lotto zu gewinnen weitaus höher.
Luciò versuchte vergeblich herauszufinden, wieso dem so war. Keiner der Leute, die er danach fragte, konnten oder wollten ihm den Grund nennen, falls sie ihn überhaupt kannten. Daher musste die Testreihe mit der Orion eine Besonderheit haben, die ihm bisher entgangen war. Zumal sein Leitender Com Offizier kurz vor bekannt werden, das Sie zur Testreihe der Orion eingeteilt wurden, abberufen wurde und einen bessergestellten Posten bekam. Lieutenant Gregson Williams war verheiratet, Vater von Zwei Kindern und das Dritte Kind war unterwegs. Das bestärkte ihn nur noch mehr, dass hier was nicht mit rechten Dingen zuging. Was ihm verständlicherweise überhaupt nicht schmeckte. Ändern konnte er es aber nicht.
Williams Posten erhielt sein bisheriger Stellvertreter Junior Lieutenant Aegis. Er war ein mehr als fähiger Ersatz und gehörte seit Jahren zum erweiterten Stamm.
Ein weiteres Indiz dafür das etwas faul war, war der Umstand das man die Besatzungszahl für die Testreihe eines Schlachtkreuzers auf ein Minium festlegte. Im Durchschnitt umfasste eine Testbesatzung für ein Schlachtkreuzer 85 Frauen und Männer. Minium bei diesem Schiffstyp waren 45 Personen. Bisher hatte Luciò nicht erlebt das man diese Untergrenze tatsächlich benutzte. Er wurde eines besseren belehrt. Seine Anfrage um Aufstockung wurde vom Personalbüro kommentarlos abgelehnt. Auf Nachfrage zur Ablehnung, verwies man auf ein Verteilungsstopp der Personalkräfte. Wer den Verteilungsstopp autorisierte, blieb ungeklärt. Selbst Commodore Ryta konnte ihm den Urheber nicht nennen, obwohl Sie einen ranghohen Posten in der Führungsebene der Flotte besaß.
Außer seinen 45 Leuten befanden sich noch 12 Wissenschaftler und Forscher des Instituts für Wissenschaft & Forschung an Bord. Die Orion besaß eine Wissenschafts- & Forschungsstation (WFS). Damit war es das erste Kampfschiff der Flotte. Das Institut war eine zivile Einrichtung, die dem Vereinten Ministerium für Wissenschaft & Forschung unterstand.
Wie Luciò beim lesen der Personalakten der 12 Zivilisten feststellte hatte keiner von ihnen Familie. Sie waren dem Testprojekt zugeteilt worden, um die Systeme der WFS zu testen. Was nicht ungewöhnlich war, zumal das Institut einer der Bauherren neben der Flotte war. Nichtsdestotrotz blieb die Orion ein Kampfschiff der Vereinten Flotte, mit einem Wissenschafts- und Forschungsauftrag.
Bisher hatten sich die Wissenschaftler in das Kommandogefüge der Flotte eingefügt, begeistert waren sie darüber natürlich nicht. Luciò war sich sicher dass es zwischen den beiden Lagern Spannung geben würde, sobald die Orion offiziell in Dienst gestellt wurde und sich aufmachte die weiten des Weltraums zu erkunden. Die Zivilisten, vor allem Wissenschaftler und Forscher, legten ihr Leben nur widerwillig in die Hände des Militärs. Was auf Gegenseitigkeit beruhte. Wer auch immer das Kommando über die Orion bekam, er beneidete ihn nicht.
„Sir. Eine Meldung mit Sicherheitssignatur vom Flottenkommando für sie.“, meldete Crewmen Santiago nach dem Eingang der Meldung durch der obligatorischen Piepmelodie.
Luciò schaute zu der jungen Frau, die der Com Mannschaft angehörte. „Ich nehme sie in meinem Raum entgegen.“ Er wendete sich an seinen EO, Ersten Offizier. „EO, sie haben das Kommando.“
„Yeah.“
***
Eine weitere Gemeinsamkeit Unioner Raumschiffe war der Kommandantenraum neben der Brücke. Er war das Büro des Kommandanten. Zur Standardausstattung gehörte lediglich der Schreibtisch, Zwei Stühle, eine Couch, eine Kommode, das Terminal neben der Tür und eine Plakette aus Bronze, auf der der Name des Raumschiffs und die Indienststellung graviert waren. Jeder Kommandant konnte seinen Raum individuell einrichten, gemäß der Flottenbestimmungen.
Luciò nahm auf alle Testschiffe einen eiförmigen Ball aus echtem Leder mit und stellte ihn auf die Kommode. Da er nur für einen begrenzten Zeitraum an Bord der Schiffe war, brachte es nicht viel mehr persönliche Dinge mitzunehmen. Schließlich war er nicht zum Vergnügen auf den Schiffen. Wenn man zur regulären Besatzung gehörte, sahen die Dinge schon wieder anders aus, denn dann lebte man auf dem Schiff.
Er ging zum Schreibtisch, setzte sich in den bequemen Kommandantensessel, aktivierte die Touchkonsole vom Schreibtisch und schon erschien die eingegangene Meldung vom Flottenkommando. Wegen der Sicherheitssignatur musste Luciò seinen Autorisierungscode angeben, ein Netzhaut- und Handscan machen damit die Mitteilung freigegeben und die Verschlüsselung aufgehoben wurde.
Nach der Eingabe erschien ein Holofenster: Entschlüsselung läuft… Darunter befand sich ein Ladebalken, der den Status anzeigte. Es dauerte
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